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gebaͤude), dem Stadthauptmann, der auch Amtmann oder bloß Hauptmann(Capitaneus) genannt wurde, als Wohnung zugewiesen war. Diese alte Burg wurde später mit dem Colleg⸗ gebäude durch eine schwebende Brücke verbunden,
die aber 1739 beim Einrücken französischer Trup—
pen abgerissen worden ist. Noch heut zu Tage sieht man am Universitätsgebäude ganz deutlich die Spuren, wo diese Brücke beide Gebäude verband. Eben derselbe ließ auch die jetzt noch über die Lahn führende steinerne Brücke erbanen.
(Fortsetzung folgt.)
Mittheilungen aus der Geschichte von Polen.
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Boles laus Chrobry, der erste König g von Polen.
(A. C. 999— 1025.)
Boleslaus I., mit dem Zunamen Chrobry“), war ein im Frieden, wie im Kriege ausgezeich— neter Herrscher, mild und wohlwollend gegen seine Unterthanen, unbeugsam und strenge ge— gen die Feinde seines Reiches. Die Zeit seiner Herrschaft macht einen der glanzvollsten und rühmreichsten Abschiitte in der Geschichte Polens aus. Gleich beim Antritte seiner Herrschaft hatte er die irdischen Reste des von den heidni⸗ schen Preußen erschlagenen heiligen Adalberts käuflich an sich gebracht und zu Gnesen beisetzen lassen. Der deutsche Kaiser Otto III. wallfahr⸗ tete im Jahre 1000 zu dem Grabe dieses Mar⸗ tyrers nach Gnesen und wurde von Boleslaus mit großer Zuvorkommenheit aufgenommen und bewirthet. Aus Dankbarkeit begabte Otto den⸗ selben mit den Zeichen der Königswürde, wel— cher Handlung bald von Seiten des Pabstes die Bestätigung ertheilt wurde. Auch wurde damals
) Man vermuthet, daß Graf Wilhelm von Glizberg, welcher 1129— 1162 in Urkunden vorkommt, der Erbauer des Kanzleigebäudes gewesen sei. Der dabei stehende Wartthurm, auch Heiden- oder He⸗ rentburm, scheint einer noch frühern Zeit anzu⸗ gehören. Er heißt Heidenthurm, weil besonders zu Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts Zigeu⸗ ner und Heiden hier eingekerkert wurden.
*) Der Tapfere.
von beiden Herrschern die Vermaͤhlung des Mie⸗ cislaus, des Boleslaus Sohnes, mit Richsa'n, der Nichte des Kaisers Otto, beschlossen. Boleslaus ging damit um, die Russen, wel⸗ che unter seinem Vater das Neich beunruhigt hatten, mit Krieg zu überziehen, da fiel der ihn wegen der erhaltenen Königswürde und seiner Verbindung mit dem deutschen Kaiser beneidende Herzog der Böhmen an der Spitze eines zahl— reichen Kriegsheeres in Polen ein, und verbrei— tete, wo er hinkam, Mord und Verwüstung. Schnell eilte ihm der wackere Boleslaus mit sei⸗ nen Tapfern entgegen; doch die Böhmen hielten dem Löwenmuth der Polen nicht Stand, sondern suchten ihr Heil in einer schimpflichen Flucht. Boleslaus verfolgte mit den Seinen den fliehen⸗ den Feind, drang, ohne daß die Böhmen ihm eine Schlacht zu liefern wagten, bis nach Prag vor, belagerte diese Stadt und zwang sie nach fast zweijaͤhrigem muthigen Widerstande zur Uebergabe. Der Fall von Prag hatte die Un⸗ terwerfung der kleineren Städte Böhmens zur Folge; nur die Veste Wissogrod, Wischerad), bot dem Böhmenherzoge und seinem Sohne Ja⸗ romir noch eine Zuflucht dar. Doch Boleslaus ruhte nicht; er stürmte so schnell auf die Veste los, daß ihre Besatzung, der Bitten und Er mahnungen ihres Herzogs ungeachtet, sie dem Sieger uͤberlieferte. Der Herzog und sein Sohn wurden zu Kriegsgefangenen gemacht; jener ward geblendet, dieser auf Lebenszeit in Haft gebracht. Auch Mähren unterwarf sich nun dem Sieger und hatte sich sammt Böhmen einer mil⸗ den und leutseligen Behandlung zu erfreuen.
(Schluß folgt.)
Die Menagkrie.
Ein Mann, der sich Gelehrter duͤnkte, An Geist und an zwei Beinen hinkte, Wankt' hin zu der Menagerie. Erstaunt rief er: Was soll man sagen! Ach! was gibt's doch in unsern Tagen Für eine große Menge Vieh!
s Rl.
) Die Veste Wischerad lag auf einer Höhe bei Prag, an der Mulda. 1420 wurde sie von den Hussiten ganz zerstört. Der Theil der Stadt Prag, wo
diese Veste sich erhob, führt noch ihren Namen.


