Ausgabe 
5.2.1832
 
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Ungeachtet seines Eifers fuͤr das Christenthum und feiner Gefälligkeit gegen die Geistlichkeit, wurde seinem dringenden Gesuche um Ertheilung der Königswürde von dem Pabste Benedict VII. nicht nachgegeben, dieselbe vielmehr erst seinem Sohne und Nachfolger Boleslaus, einem tapfe⸗

ren Kriegshelden, beigelegt.

Der Leuchtthurm auf der Insel Pharos. (Schluß.) f

Jetzt heißt die Insel Fari llion und ist eine Halbinsel geworden, da sie mit Alexandrien durch einen 3000 F. langen Damm verbunden und durch ein Kastell geschützt ist.

Zwar steht noch ein Leuchtthurm auf dieser Insel, allein er ist nur niedrig und ragt aus dem regellosen, mit Soldaten besetzten Castell hervor, ganz das Gegenbild der Pracht und Er⸗ habenheit, womit der alte Pharos die Gegend weit umher beherrschte. N

Von jenem berühmten Bauwerk der alten Welt haben nachmals zu gleichen Zwecken er⸗ richtete Gebäude den Namen Pharos oder Pharo erhalten. So der Pharo zu Messina auf der Insel Sieilien, der zu Neapel u. a.

Leuchtthürme finden sich heut zu Tage auch bei Kuxha ven, unweit der Mündung der Elbe; auf der Insel Neuwerk in der Nordsee; auf der Insel Hela, nicht weit von Danzig; auf der Insel Helgoland, sechs Meilen von der Mün⸗ dung der Elbe.

Die berühmtesten und merkwürdigsten Bau⸗ ten der Art, welche in neuerer Zeit errichtet wurden, sind: der Thurm von Corduan an der Küste von Frankreich und der auf der Felsen⸗ klippe Edystone, unweit der Stadt Plymouth in England. Von diesen sollen in der Folge Beschreibungen geliefert werden.

A. p hoer is von A. L. Roseuthal.

Wer wahre religiöse Aufklärung hat, und diese aus schnödem Eigennutze, oder um sich an dem Weihrauchdufte zu ergötzen, den ihm die Unwissenheit streut, tief in sich selbst verschließt; gleicht einem Geizhalse, der die kostbarsten Schätze besitzt, und sie weder selbst genießt, noch Andere genießen läßt.

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Den finstern Rabbinismus befördern, heißt eine Opposition wider die reine Vernunft unterstützen, und eherne Fesseln schmieden, um diese hinein zu schlagen.

Der Talmud ist die nährende Amme des Rab⸗ binismus. Wäre die ewig stillende Amme nicht; so würde der Säugling schon längst sich an andere Nahrung gewöhnt haben, die auf den Geist höchst wohlthätig gewirkt hätte.

Der Aberglaube scheint eine ansteckende Krankheit zu seyn, die sich über den ganzen Erd⸗ boden verbreitet hat und darum nicht wohl zu vertreiben ist, weil sie nicht selten, selbst von großen Geistern über den Cordon geschleppt wird, den die Aufklärung gegen sie gezogen hat.

Ueber ein Gedicht, an welchem der Ver⸗ sasser angeblich 9 Monate gearbeitet.

Dein Kind, das du im Geist, mein Freund, Dreiviertel Jahr getragen, 3

Soll dennoch leider, wie es scheint,

Und wie die Arzte sagen,

Nicht völlig ausgetragen seyn.

Es sollen ihm ja Händ' und Bein'

Was soll ich dirs verhehlen Sogar der Geist ihm fehlen. 8 1

Interessanter Zweifel

eines Beamten, wie lange man die Diebe laufen lassen müsse.

Der Maurer und Bürger N. zu S. wurde von seinem Amte wegen begangenen Diebstahls ver⸗ haftet, bekam aber Gelegenheit, aus seinem Arrest zu entwischen. Einige Monate darnach zeigte das Amt diese Flucht, und die noch im⸗ mer fortdauernde Abwesenheit des Maurers N. der Regierung an. In dieser Anzeige heißt es unter andern:

Daß, da Maurer N. bei seiner Mittellosig⸗ keit und beharrlichen Flucht wohl mit nichts anderm, als mit Relegation auf eine bestimmte Zeit bestraft werden koͤnnte, um hochgeneigteste Entscheidung darüber ehrerbietigst gebeten wer⸗ de: wie lange diese Relegationsstrafe, welche der Maurer N. bereits einige Monate hindurch freiwillig erstanden, noch weiter Statt haben solle?

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