Druckschrift 
Geschichte der mundartlichen Literatur in Hessen und Nassau
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen

- 98-

nisdergeschrieben sind. So dichtet er peispiels eise karsa(erke 111, 192) Unbestellbur,

Dor kKkl ine dolf dpat parton:

81 Uffgawe net mache,

Dr. segct soi Lehrer. Sollin rel du,

as 8in err des fer-ache!

Hier aun dein Vatter des 8111 et

Des 011 er venereehneſwe,

Per werd derr glelch, kriehnst de dai Pett,

Die Buwestreion vertneive.

Dar sdolf, der era a Aen.L12f

Von vorne un von hinne.

l'n zieant duabei den ilche scni af,

Un dhut derr sich bosinne.

Bestelle dhet den Brief ich gern.

So segt er dann bekxlo e;

Doch unfrankierte Srief, die wern

Derrh' än net angenonmne can sieht, seine Sprache ist die des biirserlichan pran' furtears, der in Gruräe sonon nehr hochöe tsehn redet als zundartlich, das heiss: en 18* aie Ungangssprache in Lautgewand des Rueinfrärtischen, und dus nicht richtig. Daht ist Praeteritun, Klanne hat das ndungs- e; partou daduh gesprochen; segt mdeste secht geschrieben s=in. Statt hier neisst es gewöhnlich da, is zurzen a; B111et 1st des Reimes vegen gewählt und komt in Sinne vof Brief längst nicht nehr vor; der Schach telsats kriehst de dei Fett iet rein Schriftdeutach; statt Bure- streich nilsste es Buwesträkch oder estr aoh heiassen. Zetrachten 12 4 fast ansnahnslos nit de rſiokbeziiclionen Fürwort verdunden, waa den Rhythnaus zuliabe unterblieben ist; atatt dabei dlsste debei helasen, statt Aulche zeilche; schief könnte gans fehlen denn: ellche aiche int Fornel. In der 1etsten Strophe ist nit Kückaicht auf das Voere- rass"ioh an falache Stelle gesohoben; es ndlaste vor dens atehen;

sogt 1at bereits oben richtig geatellt: derr hänn 1st vehl nioht

atadtfranfurtiaoh sondern eober däuerlfehz vie atr Frankfurter deata- tigen heiset os dehlhe nit duapfen e wie in fransdaiechen Artikel 1e. Treuer iet die andart in oeinen Frosaardeiten festgehalten,