Lebenslauf.
Ich, Karl Auguſt Emil Maximilian Neurath, ev. Be⸗ kenntniſſes, wurde am 11. April 1883 als Sohn des Obergütervorſtehers, Rechnungsrats Emil Georg Neurath zu Mainz geboren, beſuchte das Humaniſtiſche Gymnaſium in Wiesbaden, trat dann krankheitshalber in das Worbs⸗ ſche Knabenpenſionat, wo ich zum Univerſitätsſtudium vor⸗ bereitet wurde. Öſtern 1903 bezog ich die Univerſität Gießen und ſtudierte dort bis zum Herbſt 1906 Deutſche Sprache und Literatur, Philoſophie, Archäologie, Kunſt⸗ geſchichte und Geſchichte. Vom 1. Oktober 1906 bis zum 30. September 1907 diente ich beim Inf.⸗Leib⸗Reg. Groß⸗ herzogin in Mainz mein Freiwilligenjahr. Zunächſt be⸗ ſchäftigte ich mich dann mit wiſſenſchaftlichen und poeti⸗
ſchen Arbeiten, nahm im Sommer 1908 einen Ruf als
Feuilletonredakteur des Gießener Anzeigers an und ver⸗ heiratete mich im Mai 1909. Bei Kriegsausbruch rückte
ich als Offizierſtellvertreter ins Feld, wurde im Auguſt
1915 als d. u. entlaſſen.(E. K. II; Verw.⸗Abz.) Ich beſchäftigte mich zunächſt mit literariſchen Arbeiten und trat nach meiner Geneſung im Januar 1917 als lei⸗ tender Feuilletonredakteur und Schauſpielkritiker in den Verband der„Weſer⸗Zeitung in Bremen. der ich jetzt
noch angehöre.
Meine Univerſitätslehrer waren: Geheimerat Prof. Dr. Behaghel, Geheimerat Prof. Dr. Siebeck, die Profeſſoren Meſſer, Groos, Sauer, Onken, Höhlbaum, Wünſch, Krüger, Strack und Collin. Von meinen Beröffentlichungen nenne ich: Gedichte(1906, 2. Aufl. 1909), Wilhelm Holzamer (Beiträge zur deutſchen Literaturgeſchichte, Heft 53, 1908), Das Domgut, Roman(1912), Der Bundſchuh, ein Bauern⸗ kriegsdrama(16), Der Kloſtermüller, Nov.(17), 6— Preußenkaplan, Roman(22), Georg Büchner, Novelle(22 Herausgegeben habe ich: Heſſiſcher Muſen⸗Almanach(e9 Die Hermannsſchlacht für die Naturbühne(09), Die Meß⸗ fahrt u. a. N. von Alfred Bock(13), Hinterm Garten⸗ buſch, Novellen von Ludwig Finch(19), Alt⸗Frankfurt, Erzählungen und Gedichte in Franeturter Mundart von Friedrich Stoltze(22).


