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Fremdwörter aus dem Lateinischen im späteren Mittelhochdeutschen und Mittelniederdeutschen / eingereicht von Paul Möller
Entstehung
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Aufgabe der nachfolgenden Arbeit ist es, die Zeit des ausgehenden Mittelalters, also etwa die des 14. und 15. Jahrhunderts, auf ihren Bestand an lateinischen Fremd- wörtern zu untersuchen. Berücksichtigt sind neben den lateinischen Fremdwörtern auch die griechischen, die ja wohl alle über das lateinische in die deutsche Sprache einge- drungen sind. Die von mir benützten Quellen zerfallen in zwei große Gruppen, die literarischen Denkmäler und die Urkunden.

Bei den von Geistlichen verfaßten Literaturwerken werden sich natürlich, da die Geistlichen in ständiger Be- rührung mit der fremden Sprache waren, mehr fremde Wörter finden als in der weltlichen Literatur; hier spielen besonders die Werke, die Fragen des Rechts behandeln, sowie fachwissenschaftliche Werke eine Rolle.

Was die Zeit betrifft, so sind im allgemeinen Denk- mäler des 14./15. Jahrhunderts berücksichtigt worden. Zum Vergleich sind auch einige Literaturwerke des 13. Jahr- hunderts durchgesehen worden.

In dem Quellenverzeichnis findet sich an erster Stelle das Stichwort, unter welchem das betreffende Denkmal in der Materialsammlung angeführt ist, an zweiter und Gdritter Stelle wird soweit möglich Zeit und Ort der Abfassung an- gegeben und an dritter die benutzte Ausgabe.

Dabei gebrauche ich folgende Abkürzungen:

Bibl.= Bibl. d. lit. Vereins zu Stuttgart.

Deutsche Texte= Deutsche Texte d. Mittelalters, her. v. d. Kgl. preuss. Akademie d. Wissenschaften.

Z. f. d. A.= Zeitschrift f. deutsches Altertum.

Elsäss. Lit. denkm.= Elsässische Literaturdenkmäler aus dem XIV.XVII. Jahrhundert.