Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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Stechen; Naſe und Schlund ourch eine hineinge⸗ brachte Feder, oder durchs Vorhalten, und auf die Zunge Troͤpfeln des fluͤchtigen Salmiakgeiſtes; die Augen durch vorgehaltenes Licht; das Gehoͤr durch ſtarkes Rufen, durchdringendes Pfeifen ꝛc.

6) Man blaſe Luft oder Tobacksrauch,(wozu zwey auf einander geſetzte hoͤlzerne Tabackspfeifen mit Hornroͤhren dienen koͤnnen) in den Maſtdarm, oder, wenn ein Inſtrument bey der Hand iſt, ſo ſpritze man eine Abkochung, von Toback, Senf, auch Waſſer mit Eſſig und Wein vermiſcht lauwarm ein.

7) Sobald der Verunglückte einige debeuszeichen von ſich giebt, floͤße man ihm etwas guten Wein ein, und wenn er ſchluckt, ſo wiederhole man dies oͤfteus. Im Nothfall kann man auch Branntwein mit zwey Drittheil Waſſer vermiſcht anwenden. B. Zur zwedten Klaſſe der Verunglckten gehoͤ⸗ ren die Erfrornen. Sie verlangen eine ganz

andere Behandlungsart, denn durch Waͤrme wuͤrden ſie erſt voͤllig getoͤdtet werden. Man ſcharrt ſie vielmehr entweder in Schnee ein, ſo daß nur Mund und Naſenloͤcher frey bleiben, oder man ſetzt ſie in ein Bad von eiskaltem, jedoch nicht gefrierendem, Waſſer. Hierin erholt ſich das Leben von ſelbſt, und ſobald ſich wieder Lebensaͤußerung zeigt, ſo ſior: ße man warmen Thee mit Wein ein, und bringe den Kranken in ein Bett.

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