nung getragen. Als daselbst mehrere Rettungs- versuche mit dem Unglücklichen angestellt worden waren, schlug er ganz matt die Augen auf und sprach mit halbgebrochener Stimme:„der Thee war etwas stark, aber mich hungert.“ Eine her⸗ beigebrachte Butterstolle brachte den schon Halb- entseelten völlig zum Leben zurück.
Zwie gespräche.
Schullehrer: Euer Junge lernt gar Nichts mehr. Fluchen, schimpfen und neben die Schule laufen, sind seine Haupibeschäftigungen.
Sachsenhäuser: Ich mögt nor amol wisse wo deß Blitzkeil-Oos das lerne thut. So ep⸗ pes herschte doch Deham nett Du neun mol Oos, wann Dich nor anmol e Gewitter verschmeiße
deht.
Eckelsberger: Leiwer Sckwarzenberger, wei vill Uhr isses?
Schwarz.: Kann dirsch nitt sagen.
Eckelsb.: De konnst mersch ja doch gestern sah?
Schwarz.: Gestern da ging meine Uhr nach
dem Rathhaus unn heit gehtse nach dem Leih⸗
haus. Ecke. 3b.: Sou! no der Pfeil isse ganz ge⸗ schickter Uhrmacher, awwer bei all sei ville
Geselle dauerts gar ze lang bis mersche widder kritt, mei Cylinder geb aich em nett!
Ein Wiener fragte Abends im Wirthshause einen eintretenden Bekannten: Wo woren's? „Im Thioter!“ Wos hoben's geben? „Dreißig Kreuzer.“ I mein holt, woas hoben's im Thioter ge⸗ ben? „Im Thioter hob i halt nix geben.“ Ei ros is nit zum Ausholten. „Deßhalb sein i auch nitt drei blieben.“
Blaufärber⸗Complimente.
Im Strome der Unterhaltung that neulich auf dem Blaufärber-Balle Bruder Frankforter plötzlich folgende Aeußerung gegen seine Tänze⸗ rin:„Ach, sehn Se emal, was Ihre Freindin da, de Freilein..., mit ihrne Fieß so schen coquettiit; deß kennt se doch aach wohl an⸗ nern Leit iwerlasse!!!
Ei, wie nehme se dann deß, Sie feiner Herr Frankforter? Erkläre Se sich doch dariwer!
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Aus dem Assisensaale.
Präst dent: Sie haben soeben den Zeu— geneid geleistet— sagen Sie jetzt der Wahrheit getreu, was Sie über die Sache wissen.
Zeuge: Herr Presendend, dogs will aich em ganz genah verzehle. Aich guckt zom Finster naus unn raacht e Peif Tuwack unn daocht an gar naut— da soch aich wei do der Michel dem Caspers Hanjer mi'rem Koarscht ins Knick schmiß daß'r umfeil— awwer, meine Herrn, ob'ern werklich getroffe hott— doas kann aich neit be⸗ schwiern!
Einige Damen aus der Bischoffsstraße schei⸗ nen nichts besseres thun zu können, als beständig über die armen Blaufärber zu raisonniren; ich erlaube mir die leise Anfrage, warum denn be⸗ sagte Damen den Ball dieser Leute besucht haben.
Von keinem Blaufärber.
Da mich mein geliebter nordamerikanischer Miethsmann, der von 7 Nächten immer nur 2 zu Hause zubringt, am Schlusse dieses Seme⸗ sters verläßt, so empfehle ich mein für Blaufär⸗ ber sehr gelegenes Logis. Zugleich erbiete ich mich Musensöhne gegen ein geringes Doueeur in die ästhetische Sonntagsgesellschaft einzuführen.
Flurschütz.
Ju ein Logis mit einer schönen Terrasse vor dem Fenster, einer prachtvollen Aussicht in die W ischoffsstraße und auf die katholische Kirche wird ein junger oder besser etwas ältlicher Mensch gesucht, der vor allen Dingen keinen Hund hält, dann keinerlei Interesse für irgend eine Art von Musik hat, und endlich einem oder mehreren Mäßigkeitsvereinen angehört.
In Auftrag:
Herr. Knopf, eigenthümlicher in mancher Bezie⸗ hung sehr gewöhnlicher Mensch eu. verantwortl. Mitredacteur mehrer
wissenschaftl. Jahresberichte.
—— Brief kuffertche.
Lieber Sutterkopp!
Forts, erwünscht, der gute Rath wird nicht befolgt. Was das anbelangt von wegen den„Kaktussen,“ so sollten die⸗ selben Dich nicht stechen, in keiner Art nicht. Diese bezie⸗ hen sich auf etwas ganz anders, das„sich wohl erzäh⸗ len läßt, aber ged uckt schlecht aussieht.“ 8
Hrn. Er. Der„Tudack“ von vorzüglicher Qualität, ächter Havanuab, uff Ehre, werden ihn Sonntag rauchen, Nur nicht ausgeben lassen, öfters Steine auf dae Lumpenpack schmei⸗ sen, aber keine Backsteine nicht. Uns sind Sie immer noch 1 wollen Sie sich nicht zum Nonymus ma⸗ chen f


