Ausgabe 
28.7.1850
 
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ü Hälfte.

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Nr. 145. Gießen, Sonntag den 28. Juli 1850. 3

8 ae e 2 5 wolle, zur Anerkennung 0 5 ringen zu helfen, und ist er nicht nach Erfurt ge⸗ Die Gothaer und der Landtag gangen, um der Laune der Willkür und des Hochver⸗ Die Politiker aus Gotha, die edelsten und Besten raths zu dienen? Hat er nicht durch seine ganze kleindeutscher Nation, die Männer, aus deren Taschen Persönlichkeit in dem Parlament die Macht gehabt, das Brausen des Zeitgeistes kommt, deren Wiege schon Deutschland einig, frei und glücklich zu machen, die Genien der Staatskunst umstanden haben, die an und hat es ihm bei solchem Einfluß nicht an gutem dem Webstuhle der Zeit der neuen Ideen ihre Gewän⸗ Willen oder an der nöthigen Fähigkeit gefehlt? der weben, dieselben Männer, sind tollkühn Ihr Männer aus Heppenheim, was zaudert Ihr, genug, ihre bekannten, erkannten und verkannten Per⸗ warum greift Ihr nicht mit beiden Händen zu, um sönlichkeiten bei den nächsten Wahlen wieder zur den Besten der Besten durch Euer Vertrauen Schau zu stellen. zum Deputirten zu küren? Habt Ihr kein Vertrauen Seht, Ihr Männer aus Heppenheim! da steht zu dem, dessen ganze Seele einst aus Vertrauensvoten unser Gagern, der hessische Cincinatus aus Mons⸗ für die Reaction zusammengeflickt war? Wollet Ihr * heim, da steht der Mann mit dem kühnen Griffe nicht den Freund Schmerlings und die Gesinnungs 4 und den buschigen Brauen, Ihr sollt ihn zu Eu⸗ genossen Radowitzens zu Eurem Abgeordneten? O rem Abgeordneten wählen. Er ist die stolzeste Perle Ihr zweifelnden Heppenheimer, warum wollt Ihr den in dem Jungfernkranze der bleichen Germania! Kelch nicht trinken, den wir Euch zum Munde führen? Vergeßt, was Gagern thun konnte, denkt nur daran, Gagern wird gegen Oesterreich kämpfen, und ein was er gethan hat. Hat er nicht für Hessen und für Kleindeutschland auf die Beine bringen, das mik der Deutschland Alles gethan, was nur möglich war? kleindeutschen Flottedie Civilisation nach Osten tra⸗ Hat er nicht die tolle Revolution bezwungen, und das gen wird. Und Nikolaus ist mit Gagern ein Vertrauen, die Ruhe und das Sauerkraut den verstanden, und Radwitz ist mit Gagern einver Deutschen wieder schmackhaft gemacht? Hat er nicht standen, und Manteuffel will mit einem Manne das Parlament in Mißkredit gebracht und die Belage⸗ wie Gagern gehen, und Dalwigk hat ihn in rungszustände und das Octryiren indirekt in Monsheim besucht, und Heppenheimer Ihr seid

dem deutschen Vaterlande einheimisch gemacht? Hat er unschlüssig und zweifelt noch? i nicht wegen seines Einflusses die Blutlachen in Schleswig⸗ Schaut, wie ganz anders benehmen sich die Wähler Holstein(Malmböer Waffenstillstand) zu verantworten, aus Langen und der schönen Umgegend. Sie wissen,

und durch sein Verstocktsein gegenüber der Reaction was ihnen der Treue ist und sein wird.

i den Tod der deutschen Patrioten in der Brigittenau,O Welt! du. bist der Wald für diesen Reh,

in Baden und in der Pfalz, in Desden und in Iser⸗ Und er, o Welt! ist seines Waldes Stolz! lohe? Hat nicht Gagern schriftlich gelobt, die deutsche Was wären wir Gothaer ohne unsern Theo Reichs verfassung, auch wenn Preußens König dor? Ohne ihn wäre nicht die Ehre verloren, nicht

ieße 1 ätsverhältnisse. Philosophen, der für die Studenten etwas hätte werden können, Gießener Universitä sverhältnisse wenn er nur halb soviel Geduld und Charakter bewährt hätte, (Schluß.) als er Talent und Eitelkeit besitzt, von Ofann dem stotternden

Wir könnten uns noch über viele andere, ja über die Professor der Beredtsamkeit, von Fritsche dem unbekannten Poe⸗ meisten Professoren des Breiteren und in ähnlicher Weise aus⸗ ten ꝛc. c. Wo ist da ein Mann, der ein Mann, ein Name, lassen, wir könnten reden von Herrn Schäfer, dem trocknen Pro⸗ der ein Name wäre? Wo ist z. B. in der Theologie ein or⸗ fessor der Geschichte, dem es nun schon seit Jahren selten ge⸗ dinirter Mann, welcher den Muth hätte der Wahrheit die Ehre lingt ein Collegium zu Stande zu bringen, wir könnten Ge⸗ zu geben und zu lehren, daß die Theologie und Philosophie schichten erzählen von dem weiland Censor Adrian, dem Pro⸗ gleich sind in Ursprung und Zweck, daß sie beide dem göttlichem fessor der neueren Sprachen, der es geradezu darauf anlegen Drange des Menschen entsprungen sind, die Welt und die Be⸗ soll keine Zuhörer zu bekommen, eben weil er es vorzieht, stimmung des Menschen zu erkennen, daß sie beide den Zweck vor seinem Haus herumzuspazieren und den bewußten kostspie⸗ haben, die Menschen auf dem Weg der Weisheit und Tugend ligen Katalog nicht fertig zu machen, von Prof. Vogel, dem der Glückseligkeit entgegenzuführen? Wo sind die Rechtsgelehr⸗ gelehrten anatomischen Pathologen, dem aber alle Anlagen zu ten hier, welche erkennen und lehren, daß das Necht und die einem Kliniker abgehen, der seine Kranken, wenn sonst nichts Freiheit identisch sind, wo sind selbst die Lehrer der Natur- helfen will, mit pietistischen Tractätlein zur Stärkung wissenschaften, welche den Veruf erkennen und üben, den des Magens tractirt, und wahrscheinlich, wie ein gewisser Arzt ihnen die Zeit angewiesen hat. Wir wollen die unoergäng⸗ in München alle Krankheiten von der Erbfünde ableitet, und lichen Verdienste nicht verkennen. welche sich der Freiherr von demgemäß Verstopfungen statt mit Bittersalz mitArndts wahrem Liebig und die jüngeren Mitlehrer, die er um sich versammelt Christenthum beizukommen glaubt, von Prof. Carriere, dem hat, um die Wissenschaft erworben haben. Sie find die Zierde