RNeisender: haben?
Kellner: Gehorsamster Kalbsbraten und unterthänigster Hecht, ergebenst aufzuwarten.
Reisender: Gut, bringen Sie mir Hecht. Füttern Sie aber auch meinen Hund.
Kellner: Wie ist der werthe Name Ihres Herrn Hundes.
Reisender: Caro.
Was ist diesen Abend zu
Mein Hund schreibt sich
Canalmüller: Worim hott dann der Kerschner dei ville Hänsche herausgehenkt?
Schlammbeißer: Ei wahste dann dvas nett, der hott schund sou manchmol gesaht, wann e noz de Finger dem Finster naus deht, dann hängte sich zwa ahn jeden Fenger unn do will ersch mit de Hänsche probirn.
Canalm.: woas wern se dem uff dei Finger schmeiße, alle⸗ weil wollese nett mit Glashandschuch ahngegriffe sei.
1. Scene. (Zimmer des Barons. Baron und Baronin 0 in Uniform.)
Baron: Nun Löwenhaupt(Fußbekleidungs⸗ Reiniger) wie sind Ihnen während unsrer Ab⸗ wesenheil die Boeufsteaks, Cotteletts ꝛc. 1c. bekom⸗ men?
Löwenhaupt: Ei um Gottswille, iß mir e Biffstickelche oder e Cottillonche an de Hals komme, so will ich—
2. Scene. (Auf dem Gang.)
Löwenhaupt: D's Gewitt'r soll den— wer hatt mer mei Cottillioncher gefresse?
Ma dam: Bitte Sie, Herr Oberfußbeklei⸗ dungsreiniger, beruhigen Sie sich, die Katzen— bier haben Sie eine ungegessene dreiviertelelle⸗ lange schottische Servelatwurst!
Löwen haupt:(großmüthig) Behalte sese sichse die Werscht für ihren Leib, ich erzähl's doch der ganz Stadt.
Nu, in den vorletzte Nummer stand eim Ar⸗ tikelche, mer söllt mahne'r währ uff mihr ge⸗ macht worde. Awer es paßt nett uff mer; denn ich winsch mich nitt blos ahn Jemikker, sondern 1000 Stück. Ibrigens uff eim andere raiche richtige Liebhawer soll mersch auch nitt ankumme und der Ette iß alles üwer mer zefriede.
Neulich wurde eines Menschen in hiesiger
Stadt Erwähnung gethan, daß er das Pulver e 0
Woaß werrd sich der ümgucke,
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nicht erfunden habe. Dem sei nun, wie ihm wolle, ein gutes Brechmittel ist er, ich kann davon erzählen..
A.: Heint hab ich awer was geseh: was glahbste wohl? es war e Bienkapp mit em Hut unn e verzweifeltes langes Schaafsgesicht.
B.: Aich wahs, wen de mahnst; raacht er dann?*
A.: Na!
B.: Der Dommkopp, alleweil hott ersch so wollfeil.
Räthsel.
Wie heißt das Land, wo die Leute weder kalt noch warm sitzen? Antw.: Laufitz. Welche Leute haben die meiste Einbildung? Antw.: Diejenigen, welche am meisten Ausbildung genossen haben.
Wer hat die ersten„Aengsten“ gehabt? Antw.: Adam, weil er aus dem Para⸗ dies gejagt wurde. Wie hilft sich der Bauer, wenn ihm das Heu ausgegangen ist? Antw.: Er wirft seinen Kühen Hobel⸗ späne vor und setzt ihnen grüne Brille auf.
Telegraphische Depeschen.
Grünberg, 24. März, 8 Uhr 21 Minu⸗ ten, Abends.
Soeben trifft Hr. Dr. med. J. G. mit dem letzten Zuge von Gießen kommend hier ein, großartiger Empfang, die freien Plätze und Brunnen herrlich erleuchtet, das Freichor salvtirt, die Stadt bis zu seiner Wohnung illuminirt, mit Ausnahme eines Prachtvol len, Hauses in der Dohlengasse, wo übrigens allabendlich die Beleuchtung fehlt.—
In seiner Begleitung befand sich die zahme Familie eines wilden Mannes—
Gießen, 25. März, Morgens 9 Uhr.
So eben begrüßten der Herr Stadt⸗ storch nebst Frau Gemahlin ihren Nach⸗ bar den Herrn Stadtmusikus auf'm Stadt⸗ Thurm und nahmen hierauf in erwünsch⸗ testem Wohlsein ihr gewöhnliches Abstei— gequartier auf dem Canzleigebäͤude, um den Sommer auf unserer Stadt zu ver⸗ bringen.


