Acker: Wieſen: 1. Claſſe pro Quadrat⸗Meter 16 Pf., 16 Pf. 2. 2 2 1/ 8 2 12 ½ 1/ 3. 2 2 2 4 2 6 II 4. 2 2 2 2 3 II
In vereinzelten Fällen, ſo bei beſonders günſtiger oder ungünſtiger Lage, werden bisweilen auch etwas höhere, beziehungsweiſe niedrigere Preiſe gezahlt, doch gehören derartige Vorkommniſſe nur zu den Ausnahmen.
b. Die Bodenpreiſe ſind innerhalb der letzten 10 bis 15 Jahre wiederholentlich in ganz erheblicher Weiſe zurückgegangen(in mehrfachen Fällen konnte ein Preisrück⸗ gang beſonders für mittlere Bodenqualitäten von ſogar 50 pCt. und darüber nach⸗ gewieſen werden)— ein Umſtand, der gewiß zu den mannigfachſten Bedenken Ver⸗ anlaſſung giebt.
c. Der Umſatz an Liegenſchaften iſt, wie bereits in Frage II angedeutet wurde, ein ſehr geringer und dürfte auch bei der heutigen Lage der Dinge nur wenig Be⸗ dürfniß für Ankauf von Grundſtücken vorhanden ſein.
Frage IV.
a. Nehmen die Pachtgüter einen erheblichen Umfang ein und ſtehen die Pachtpreiſe im richtigen Verhältniß zu dem Kaufpreiſe der Ländereien einerſeits und zur Ausnutzungsfähigkeit derſelben andererſeits, eventuell welche Urſachen wirken ſteigernd auf die Pachtpreiſe ein?
b. Welche Beſtimmungen gelten insbeſondere in Betreff der Dauer der Pacht, der Bezahlung der Steuern ꝛc., der Verſicherungsprämien, ſowie in Betreff vorzunehmender Meliorationen und etwaiger Pachtnach⸗ läſſe bei elementaren Unglücksfällen bei fiskaliſchem, ſtandesherrlichem und privatem Grundbeſitz?
c. Wirken die üblichen ſonſtigen Pachtbedingungen beſonders er⸗ ſchwerend für die Pächter oder nicht?
a. Zur regelmäßigen Verpachtung an die Gemeinde gelangen: 1. der in der Gemarkung belegene gräflich Schlitz'ſche Familienbeſitz mit einem Flächengehalte von 36,31 Hectar, ſowie 2. die Pfarrländereien mit 7,78 Hectar Inhalt, ſomit alſo ein Geſammtcomplex von 44,09 Hectar landwirthſchaftlich benutzbaren Geländes. Die ſeither bewilligten Pachtpreiſe ſtehen jedoch in keinerlei richtigem Verhältniſſe zu dem derzeitigen mittleren Kauf⸗ reſp. Nutzungswerthe der betreffenden Grundſtücke— ſo zwar, daß zur Zeit durchſchnittlich circa 50 pCt., d. h. ein doppelt zu hoher Pacht⸗ zins hierfür gezahlt wird. Dieſe mit den Ausführungen zu Frage III ſcheinbar im Widerſpruch ſtehende und unter den heutigen Zeitverhältniſſen gewiß auffällige Er⸗ ſcheinung findet ihre Erklärung in dem Umſtande, daß die letzten Pachtabſchlüſſe noch


