Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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Gil

Bericht

über die

landwirthſchaftlichen Verhältniſſe

der

Gemeinde Beuern, Kreis Gießen,

erſtattet von C. Schlenke zu Hardthof.

Allgemeines.

Beuern liegt am Weſtfuße des Vogelsberges ca. 226 Meter über dem Meeresſpiegel, 4 Kilometer von Großenbuſeck Eiſenbahnſtation der Bahn Gießen⸗ Fulda und 10 Kilometer von Gießen entfernt.

Die Gemeinde zählt 999 Einwohner in 190 Häuſern und 230 Haushaltungen. 940 Einwohner ſind evangeliſch, 5 katholiſch, 12 Baptiſten, 42 Juden.

Die Einwohnerſchaft iſt eine im Allgemeinen ſtändige. Viele ſuchen wohl außerhalb Verdienſt als Steinhauer, Taglöhner, Straßenkehrer(Paris) oder mit

beſonderem Erfolg als Händler mit Steingutwaaren, kehren aber nach längerer oder

kürzerer Zeit zu ihren in Beuern verbliebenen Familien zurück, die inzwiſchen den geringen Ackerbau nach Kräften fortgeführt haben.

Das landwirthſchaftlich benutzte Areal umfaßt eine Fläche von 600 Hectar in 9426 Parcellen, wovon 511 Hectar Ackerland und 93 Hectar Wieſen. Das Land vertheilt ſich auf 175 Beſitzer, von denen 39 unter 1 Hectar, 113 von 15 Hectar, 19 von 5 10 Hectar bewirthſchaften.

49 Beſitzer treiben nur Landwirthſchaft, 31 ſind gleichzeitig Taglöhner, 14 Geſchirrhändler, 9 Steinhauer, 9 Viehhändler, 6 Wagner, 5 Muſikanten, je 4 Lumpenſammler, Schmiede, Müller, Wirthe, Schuhmacher; je 3 Hirten, Schreiner; je 2 Metzger, Ziegelbrenner, Steinfuhrleute, Lehrer, Küfer; je 1 Rottenmeiſter, Pflaſterer, Todtenfrau, Zimmermann, Wagenwärter, Steinbruchbeſitzer, Maurer, Weißbinder, Bergmann, Forſtſchütz, Feldſchütz, Ortsdiener, Schneider, Butterhändler, Glaſer, Drechsler.

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