Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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Die directen Steuern betrugen für die ganze Gemarkung pro 1883/84: 4850,16 Mk. An Communalſteuern wurden erhoben: 1865: 1371,43 Mk., 1870: 6042,86 Mk., 1875: 3100 Mk., 1880: 1500 Mk., 1884/85: 7080 Mk.(auf 1 fl. Steuercapital = 57,740 Pf.) Die Gemarkung iſt beſetzt mit: 674 Aepfelbäumen, 320 Birnbäumen, 1609 Zwetſchenbäumen, 7G 5 Wallnußbäumen. Der Wald umfaßt 307 Hectar, alles Gemeindewald, vorherrſchend Laubwald. Das geſchlagene Holz wird verkauft, auch das was die Ortsbürger zu beziehen haben; dieſe erhalten ſtatt deſſen per Jahr 10 Mk. aus der Gemeindekaſſe. Es ſind 240 Bezugsberechtigte. Laub wird nur im Nothfall, das iſt ſelten, gerecht. Die ge⸗ machte Streu wird meiſtbietend verkauft, der Ertrag vertheilt, in der Regel nur Pfennige für die Bezugsberechtigten. Der Werth des Waldes beträgt: 329742,86 Mk. 3 Viehſtand nach der letzten Zählung 1884/85: 11 Pferde, 8 Eſel, 2 Zuchtſtiere(Vogelsberger und Berner), 20 Ochſen, 200 Kühe, 106 Jungvieh, 40 Kälber, 300 Schafe, 142 Schweine, 75 Ziegen, 15 Bienenſtöcke.

368 Stück Rindvieh,

Frage I.

a. Welche Bodenverhältniſſe zeigt die Gemarkung, welchen Character hat das Klima und wie iſt hiernach im Allgemeinen die Fruchtbarkeit der Ländereien; iſt letztere ſehr günſtig, mittel oder gering?

b. In welchem Verhältniß ſtehen die verſchiedenen Arten des Kulturlandes Acker, Wieſen, Weiden, Rebland ꝛc. zu einander und iſt dieſes Verhältniß im Allgemeinen als ein wirthſchaftlich günſtiges zu bezeichnen?

c. Welches ſind die hauptſächlichſten Producte der Landwirthſchaft, bezw. welche Productionsrichtungen machen ſich im landwirthſchaftlichen Betriebe der Gemeinde vorzugsweiſe geltend?