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Bericht
über die
landmwirthſchaftlichen Verhältniſſe
Gemeinde Ruhlkirchen, Kreis Alsfeld,
erſtattet von Fritz Schade in Altenburg.
AIllgemeines.
Ruhlkirchen liegt an den nördlichen Ausläufern des Vogelsberges, 250. Meter über dem Meeresſpiegel, 8,75 Kilometer von der Kreisſtadt Alsfeld, 8,5 Kilo⸗ meter von der Station Zell⸗Romrod der Oberheſſiſchen Eiſenbahn, 8 Kilometer von der Station Neuſtadt der Main⸗Weſer⸗Bahn, 69,5 Kilometer von Gießen, 54,75 Kilo⸗ meter von Fulda. Die Verbindungswege ſind gut erhaltene Kreisſtraßen, jedoch ſind dem gebirgigen Terrain entſprechend die Steigungsverhältniſſe ſehr wechſelnde, theil⸗ weiſe abnorme.
Die Gemeinde zählt zur Zeit 575 Seelen in 123 Wohnhäuſern und 126 Haus⸗ haltungen, darunter 50 Perſonen, welche nur einige Wintermonate zu Haus zubringen, die übrige Zeit lohnenderen Verdienſt in den Induſtriebezirken Weſtphalens finden. Die Einwohner gehören mit Ausnahme von 3 evangeliſchen Haushaltungen der römiſch⸗katholiſchen Kirche an.
Die Größe der Gemarkung beträgt 689,0375 Hectar. Hiervon ſind auszu⸗ ſcheiden 290,0262 Hectar Wald und 16,8600 Hectar unbeſteuerte Fläche, verbleiben mithin 382,1513 Hectar landwirthſchaftlich benutzten Bodens und zwar 272,5792 Hectar Ackerfeld, 95,18 Hectar Wieſen, 2,3650 Hectar Hofraithen, 12,0257 Hectar Wüſtung.
Dieſe 382 Hectar landwirthſchaftlich benutzten Bodens vertheilen ſich auf 295 Beſitzer, von denen 177 unter 0,5 Hectar, 46 von 0,5 bis 1 Hectar, 31 von 1 bis 2 Hectar, 23 von 2 bis 5 Hectar, 9 von 5 bis 10 Hectar, 7 von 10 bis 20 Hectar,
2 über 20 Hectar beſitzen, von dieſen letzteren iſt einer die Gemeinde. 19


