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Das Molkereiweſen liegt noch gänzlich darnieder; verbeſſerte Methoden haben noch nirgends Eingang gefunden.
Der Schweinehaltung wird nur geringe Bedeutung beigemeſſen. Zucht findet daher überhaupt nicht ſtatt, ſo daß ſelbſt das wenige für die Hauswirthſchaft erforder⸗ liche Schweinematerial von außerhalb her angekauft werden muß.
Die Schafhaltung wird nur als Nebenſache betrieben.
Die Behandlung des Stalldüngers iſt eine außerordentlich nachläſſige und un⸗ rationelle.
Für die Wieſen iſt bisher nur ſehr wenig geſchehen, obſchon mancher der vor⸗ handenen Gründe zum mindeſten eine ſorgfältige Entwäſſerung erheiſchte. Düngung derſelben findet nur ſelten, überall aber mit dem beſten Erfolge ſtatt.
Intenſität und Sorgfalt der Bewirthſchaftung dürfte wohl bei der Mehrzahl der Güter ziemlich dieſelbe ſein.
Frage II.
a. Wie iſt das Verhältniß der Größe der Gemarkung zur Größe der anſäßigen Landbau treibenden Bevölkerung?
b. In welcher Weiſe vertheilt ſich das landwirthſchaftliche Gelände unter die anweſende Bevölkerung(todte Hand, Großgrundbeſitz, Groß⸗, Mittel⸗, Klein⸗Bauern, Taglöhner und Gewerbtreibende) und ſind in den letzten Jahren weſentliche Aenderungen in der Beſitzvertheilung eingetreten?
c. Iſt die Beſitzvertheilung im Allgemeinen als eine günſtige zu bezeichnen, wenn nicht, wodurch giebt ſich die behauptete ungünſtige Ver⸗ theilung zu erkennen, welche Umſtände haben letztere veranlaßt, z. B. das geltende bäuerliche Erbrecht, die üblichen Syſteme des ehelichen Güterrechts oder der Zuſammenkauf von Grundſtücken?
d. Iſt ein Theil der Gemarkung Allmendland und welchen Einfluß hat die Benutzung des letzteren auf die Lage der Bevölkerung?
a. Das landwirthſchaftlich benutzte Areal der Gemarkung umfaßt 341,30 Hectar; die Zahl der Haushaltungen mit Landwirthſchaft beträgt 37. Hiervon können jedoch nur 336,93 Hectar mit 31 Haushaltungen in Betracht gezogen werden, da der übrige Theil auf ganz kleine Beſitzungen entfällt oder auch aus anderen Gründen nicht in Berechnung zu bringen iſt. Es kommen demnach auf die Haushaltung durchſchnittlich 10,86 Hectar, die ungefähr noch als ausreichend erſcheinen, eine mittlere Haushaltung unter beſcheidenen Anſprüchen zu ernähren, ſowie ihre Mitglieder zu beſchäftigen. Da jedoch die Zahl der auf die einzelnen Haushaltungen entfallenden Köpfe(durchſchnitt⸗ lich 6) eine das Mittel immerhin ſchon etwas überſteigende iſt, ſo dürfte das Ver⸗ hältniß zwiſchen der landwirthſchaftlich benutzten Fläche und der anſäſſigen Landbau treibenden Bevölkerung kaum mehr als ein ſo ganz günſtiges zu bezeichnen ſein, wobei


