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früchten zum Schroten und Verfüttern, aus gleichen Gründen wie der Anbau des Klees unlohnend. 5) Ankauf von Oelkuchen und Kleien u. ſ. w. findet kaum ſtatt. 6) Hackfruchtbau iſt ebenfalls für Zwecke der Viehhaltung vernachläſſigt.
Daß auf ſolcher Grundlage eine gedeihliche und rentable Viehhaltung nicht er⸗ wachſen kann, iſt klar, ebenſo klar iſt, daß ohne eine ſolche der Geſammtbetrieb ſich nicht heben kann. Unklar iſt nur das Wie? Wie und in welcher Weiſe die Futter⸗ erträge zu ſteigern ſind bei einem Boden, der ſich ſo wenig für Futterbau überhaupt eignet, und bei dem Mangel an Betriebsmitteln, um durch Ankauf von Kraftfutter den Ausfall an natürlichen Futtermitteln zu decken? Daß die Beſitzer ſich bereits daran gewöhnt haben, dieſe mangelnde Rentabilität als etwas Unabänderliches hinzu⸗ nehmen, zeigt ein Blick auf die Schweinehaltung, auf welche ein Theil der für die Rindviehhaltung ungünſtigen Momente nicht angewendet werden kann, und welche dennoch eine ſehr mäßige genannt werden muß, freilich muß hinzugefügt werden, daß ihre Unterſtützung aus der mangelhaften Melkviehhaltung eine durchaus unge⸗ nügende iſt.
Daß der Preis für den Centner Stallmiſt rechnungsmäßig ein hoher ſein muß, lehrt oberflächliche Betrachtung, daß derſelbe relativ noch theuerer zu ſtehen kommt, ergiebt ſich aus der zweifellos geringen Qualität ſo erzeugten Miſtes. Den Ziffern ſelbſt möchte man eine ſehr große Bedeutung nicht beilegen, weil die Stallmiſtmenge eine außerordentlich ſchwankende iſt, je nachdem das Stroh mehr oder minder zur Verfütterung herangezogen, ſo daß in futterarmen Jahren, die dann, wenn gleich⸗ zeitig ſtroharm, zu wahren Hungerjahren werden, die Stallmiſtproduction eine ſehr geringe wird.
Bezüglich des Naturalbedarfs zeigen die 3 Beiſpiele ziemlich übereinſtimmende Reſultate. Bezüglich des Verbrauchs der Familie geht daraus hervor, daß die Lebens⸗ weiſe eine überaus mäßige iſt und hauptſächlich durch die Erzeugniſſe der eignen Wirthſchaft gedeckt wird. Die Fleiſchnahrung tritt über Gebühr zurück, bedeutend iſt der Verbrauch an Brod, Kartoffeln und Dickmilch, ſo daß die Quantität die Qualität erſetzen muß. Der Verbrauch pro Tag und Kopf berechnet ſich auf 50 Pf.
III. Geldrechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Geld⸗ einnahmen und Geldausgaben.
Die Geldrechnung weiſt nach, daß Anl. I und III mit Unterbilanzen, Anl. II mit einem Plus von 300 Mk. abſchließen. Wenn man in Anl. I zu der Unterbilanz von 330 Mk. die Verſchuldung von 32 pCt. des Liegenſchaftswerthes, alſo etwa eine Belaſtung durch Zinſen in der Höhe von 500 Mk. jährlich hinzufügt, ſo erweckt dieſe Wirthſchaft Beſorgniſſe. Wenn man in Anl. III zu der Unterbilanz von 400 Mk. die Verſchuldung von 74 pCt. des Liegenſchaftswerthes, alſo etwa eine Belaſtung durch Zinſen in der Höhe von 220 Mk. jährlich hinzufügt, ſo iſt die Zeit ſehr abſehbar, in welcher Verſchuldung und Werth ſich ausgleichen. Daß es trotzdem auch in Ruhl⸗ kirchen noch möglich iſt einen baaren Ueberſchuß bei dem bäuerlichen Betrieb zu er⸗ zielen, beweiſt der Beſitzer in Anl. II, wenn dieſer Ueberſchuß auch, wie die Renta⸗


