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b. Die Preiſe für Güterſtücke ſind bedeutend zurückgegangen und dürfte dieſer Rückgang von den Jahren 1877 oder 1878 datiren.
c. Der Umſatz in Liegenſchaften iſt ein ſehr geringer und, es wird nicht zu viel geſagt ſein, ein weſentlich auf Zwangsverkäufe zurückzuführender. Als Beleg für die hier einſchlägigen Zuſtände mag die Anführung der einen Thatſache genügen, daß das der Gruppe VI angehörige Anweſen des verganteten Heinrich Mohr, 10,94 Hectar groß und mit durchaus neuen Gebäuden, bei einem eingeſchätzten Grundwerth von 10,000 Mk. und einem Gebäudewerth von 14,400 Mk. bei zweimaligem öffent⸗ lichem Verkauf ein Höchſtgebot von 7500 Mk. erzielte, eine Deckung der 9151 Mk. betragenden Hypothekſchulden alſo nicht zu erwarten iſt. Bei der inzwiſchen erfolgten dritten öffentlichen Verſteigerung wurde ein Gebot nicht abgegeben.
Frage IV. a. Nehmen die Pachtgüter einen erheblichen Umfang ein und ſtehen die Pachtpreiſe im richtigen Verhältniß zu dem Kaufpreiſe der Ländereien einerſeits und zur Ausnutzungsfühigkeit derſelben andererſeits, eventuell welche Urſachen wirken ſteigernd auf die Pachtpreiſe ein?
b. Welche Beſtimmungen gelten insbeſondere in Betreff der Dauer der Pacht, der Bezahlung der Steuern ꝛc., der Verſicherungsprämien, ſowie in Betreff vorzunehmender Meliorationen und etwaiger Pachtnach⸗ läſſe bei elementaren Unglücksfällen bei fiskaliſchem, ſtandesherrlichem und privatem Grundbeſitz?
c. Wirken die üblichen ſonſtigen Pachtbedingungen beſonders er⸗ ſchwerend für die Pächter oder nicht?
Pachtungen und Verpachtungen in Ruhlkirchen beſchränken ſich auf etwas ver⸗ pachtetes Gemeindeland und fiscaliſche Waldwieſe, ſowie das 15 Hectar große Pfarr⸗ gut, welches zu einem Theil an einen Kleinbauer gegen einen Geldbetrag und die Auflage der Mitbeſtellung des anderen in Selbſtnutzung behaltenen Theiles verpachtet, dem dermaligen Pfarrinhaber eine ſehr mäßige Rente gewährt. Es dürfte der Pacht⸗ werth pro Hectar auf 32 Mk. anzuſetzen ſein, was etwa 3 pCt. des mittleren Kauf⸗ werthes entſpricht.
Frage V. a. In welcher Weiſe pflegen die Landwirthe ihre Mobilien und Producte gegen Feuer, ihre Früchte gegen Hagel und ihren Viehſtand gegen Unfall zu verſichern?


