Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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3 Wie ſchon oben bemerkt, iſt der Wald bis auf etwa 300 Morgen, die der Ge⸗ meinde gehören, fiscaliſch. Der der Gemeinde gehörende Wald hat einen Werth von etwa 100,000 Mk. Sein Steuercapital beträgt 244 3 Mk. Der Viehſtand der Gemeinde beſteht in: 34 Pferden, 4 Fohlen, 1 Eſel, 220 Kühen, 340 Rindern,* 640 Stück Rindvieh, 80 Kälbern, 30 Ziegen, 150 Schweinen, 12 Bienenſtöcken. Schafe werden nicht gehalten.

Frage I.

a. Welche Bodenverhältniſſe zeigt die Gemarkung, welchen Character hat das Klima und wie iſt hiernach im Allgemeinen die Fruchtbarkeit der Ländereien; iſt letztere ſehr günſtig, mittel oder gering?

b. In welchem Verhältniß ſtehen die verſchiedenen Arten des Kulturlandes Acker, Wieſen, Weiden, Rebland ꝛc. zu einander und iſt dieſes Verhältniß im Allgemeinen als ein wirthſchaftlich günſtiges zu bezeichnen?

c. Welches ſind die hauptſächlichſten Producte der Landwirthſchaft, bezw. welche Productionsrichtungen machen ſich im landwirthſchaftlichen Betriebe der Gemeinde vorzugsweiſe geltend?

d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche?

Stehen letztere u. A. mit einer ſehr weit gehenden Parcellirung der Grundſtücke und dem herrſchenden Flurzwang im Zuſammenhang?

a. Die Bodenverhältniſſe Nieder⸗Ohmens ſind ſehr verſchieden, abwechſelnd vom ſchweren Baſaltboden mit Letten vermengt und nur geringer Ackerkrume bis zum tiefgründigen Lehmboden. Auf den höheren bergigen Lagen iſt der Boden ſteinig. Das Klima iſt, da die Lage nach Norden und Oſten geſchützt, nach Süden und Weſten aber mehr offen iſt, nicht ſo rauh, als man der Höhenlage nach erwarten ſollte, der Schnee ſchmilzt früher, als in den umliegenden Gemarkungen.