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Auswanderungen nach Amerika ꝛc. kommen ſelten vor. Die Heirathen finden meiſtens innerhalb der Gemeinde ſtatt. Wirkliche Gütertheilungen kommen ebenfalls ſelten vor. Gewöhnlich übernimmt eines der Kinder das elterliche Gut zu einem mäßigen Preisanſchlag und zahlt den anderen Kindern heraus, die ſich dann wieder auf andere Güter verheirathen oder ſonſtwie ein Unterkommen ſuchen.
Die Gemarkung Nieder⸗Ohmen umſchließt:
658,62 Hectar Ackerfeld und Grabgärten, „02,2 243,59„ Wieſen und Grasgärten, 691,20„ Wald, 6,/„ KHofraithen, 72,00„ Wege und Wüſtungen.
Das Land vertheilt ſich auf 225 Beſitzer(nach dem Grundbuch), von denen 90 unter 2 Morgen, 18 zwiſchen 2 und 4 Morgen, 27 zwiſchen 5 und 8 Morgen, 33 zwiſchen 9 und 20 Morgen, 39 zwiſchen 20 und 40 Morgen, 17 zwiſchen 41 und 80 Morgen und 1 über 80 Morgen beſitzen.
Die directen Steuern betrugen für 1883/84 6342,42 Mk., Communalſteuern hat die Gemeinde pro 1883/84 erhoben 6000 Mk. und wird für 1884/85 7929,16 Mk. erheben.
Der Communalſteuerausſchlag beträgt:
a. auf das Steuercapital der Ortseinwohner und Forenſen... 23,92 Pf. b. auf das Steuercapital der immerſteuerbaren Objecte.... 2,92„ C. Kirchenſteuer. 1... 1,60„ zuſammen.. 28,44 Pf. auf 1 Mark.
Die Gemarkung hat jetzt etwa: 200 Aepfelbäume, 350 Birnbäume, 100 Kirſchenbäume. Die Zwetſchenbäume ſind im Winter 1879/80 total erfroren, wie denn über⸗ haupt ſeit dieſem ſtrengen Winter die Erträgniſſe aus dem Obſtbau kaum mehr zu rechnen ſind, da ſeitdem alle Obſtbäume mehr oder weniger kränkeln und die ſtatt⸗ gehabten Neupflanzungen ſelbſtverſtändlich erſt nach längeren Jahren einen Ertrag liefern können. Das Holz des Gemeindewaldes wird verkauft. Eine Laubſtreugewinnung findet durchaus nicht ſtatt.
I. Cl. II. Cl. III. Cl. IV. Cl. v. Cl. Vom Ackerfeld ſind Hectar 34,53 110,37 215,88 185,46 107,36 Von den Wieſen„„ 4,73 24,07 66,59 109,88 38,31 Der Wald beſteht aus: 345,48 Hectar Buchenhochwald, 16,25„ Eichenhochwald, 231,90„ Kiefernwald, 98,05„ ABuchenniederwald.


