Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
Seite
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berg ꝛc.), erſcheinen dieſe Preiſe beſonders hoch oder beſonders niedrig und auf welche Urſachen ſind die bezüglichen Erſcheinungen zurückzuführen?

b. Welche Aenderungen in den Preiſen haben ſich in den letzten 5 Jahren vollzogen?

c. Pflegt ein ſtarker Umſatz in Liegenſchaften ſtattzufinden und liegt hierfür(ſ. a) ein berechtigtes Bedürfniß vor?

Die Bonität des Grund und Bodens iſt in 4 Claſſen eingetheilt und berechnet

ſich der Werth deſſelben hiernach: bei Ackerland I. Claſſe pro Quadratmeter 20 Pf.

2 2 II* 2 2 2 1 4 2 2 2 III 2 2 2 5 7 6 22 2/ IV 2 2 2 3 1 6/ Wieſen I. 7 27,2 2 2 II 2 2 2 20,0 2 / 2 III// 2 1 3 0 72

2 I/ IV. II 2 I/ 9,6 2 Der Umſatz in Liegenſchaften iſt, wie bereits angedeutet, in Folge der geſchloſſenen Güter ein ſehr geringer und kommen Verkäufe einzelner Parcellen nur ſelten vor. Die Preiſe ſind im Allgemeinen in den letzten Jahren etwas zurückgegangen, durch⸗ ſchnittlich 16 pCt. bei Acker⸗ und 5,2 pCt. bei Wieſenland.

Frage IV.

a. Nehmen die Pachtgüter einen erheblichen Umfang ein und ſtehen die Pachtpreiſe im richtigen Verhältniß zu dem Kaufpreiſe der Ländereien einerſeits und zur Ausnutzungsfähigkeit derſelben andererſeits, eventuell welche Urſachen wirken ſteigernd auf die Pachtpreiſe ein?

b. Welche Beſtimmungen gelten insbeſondere in Betreff der Dauer der Pacht, der Bezahlung der Steuern ꝛc., der Verſicherungsprämien, ſowie in Betreff vorzunehmender Meliorationen und etwaiger Pachtnach⸗ läſſe bei elementaren Unglücksfällen bei fiskaliſchem, ſtandesherrlichem und privatem Grundbeſitz?

c. Wirken die üblichen ſonſtigen Pachtbedingungen beſonders er⸗ ſchwerend für die Pächter oder nicht?

Die wenigen Pachtgüter werden in der Regel auf 10 Jahre pro Morgen zu 10 14 Mk. verpachtet; die Steuern und Abgaben tragen die Eigenthümer. Auf

die allgemeinen landwirthſchaftlichen Verhältniſſe üben die wenigen Pachtgüter keinen Einfluß aus.