Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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günſtige nicht bezeichnet werden. Dieſer Mißſtand könnte gemildert werden, wenn der Univerſitätsfonds dazu beſtimmt würde, in langjährigen Pacht oder Erbpacht an kleine und mittlere Beſitzer zu geben, da an Erwerbung des Ganzen wegen der ohnehin hohen Verſchuldung im Augenblick nicht gedacht werden kann.(Näheres darüber

3 bei Frage IV.) Auch die Gewohnheit, bei Erbtheilung die einzelnen Grundſtücke ſtets zu theilen und dadurch immer mehr kleine Parcellen zu machen, wirkt ungünſtig bt auf die Vertheilung im Ganzen. t. Zu d. Hinſichtlich des Allmendlandes iſt ſchon das Weſentliche oben erwähnt, It. es hat keinen Einfluß auf die Lage der Bevölkerung. Frage III.

a. Welches ſind die durchſchnittlichen Preiſe für die einzelnen Boden⸗ qualitäten der verſchiedenen Culturländereien(Acker, Wieſe, Weide, Wein⸗ berg ꝛc.), erſcheinen dieſe Preiſe beſonders hoch oder beſonders niedrig

iu und auf welche Urſachen ſind die bezüglichen Erſcheinungen zurückzuführen? zem b. Welche Aenderungen in den Preiſen haben ſich in den letzten ben 5 Jahren vollzogen?

B, c. Pflegt ein ſtarker Umſatz in Liegenſchaften ſtattzufinden und liegt 5 hierfür(ſ. a) ein berechtigtes Bedürfniß vor?

4 Zu a. Es iſt nöthig, hier die verſchiedenen Culturländereien getrennt zu ar behandeln. Die heutigen Durchſchnittspreiſe, ſo wie mir ſolche von der Ortscommiſ⸗ 1n ſion angegeben worden ſind, ſind für Ackerfeld und Wieſen zuſammen 30 Pf. pro ich Quadratmeter, für Weinberge 59 Pf. pro Quadratmeter. ds Zu b. Die Preiſe ſind durchweg ſeit Mitte der 70er Jahren zurückgegangen, der beſonders aber bei den Weinbergen, während bei Letzteren der Durchſchnittspreis

85,7 Pf. pro Quadratmeter betrug, bei einzelnen Verſteigerungen ſogar für beſte de⸗ Felder auf 1 Mk. 28 Pf. pro Quadratmeter kam, iſt der heutige Durchſchnitt nur der 59 Pf. Bei den übrigen Culturländereien iſt dieſes Zurückgehen der Preiſe in es geringerem Maße der Fall, Die Urſache dieſer Erſcheinung iſt einfach durch die gig kleinen Weinerträgniſſe der letzten 15 Jahre erklärt(ſeit 1868 kein großer Jahr⸗ as gang). Außerdem iſt grade in den beſten Lagen der Weinbau durch Erdrutſchungen e ſchwer geſchädigt worden, und wenn jetzt auch durch gemeinſchaftliche Entwäſſerung die der betreffenden Gemarkungstheile dieſem Uebel für künftige naſſe Jahre vorgebeugt ei iſt, ſo war doch dafür einmal ein Aufwand von 18000 Mk. nöthig und iſt weiter 3 ein Theil dieſer Weinberge auf 45 Jahre hinaus nicht ertragsfähig, da dieſelben

friſch planirt und gerottet werden müſſen.

Zu c. Der Umſatz in Liegenſchaften iſt im Ganzen unbedeutend, bei Thei⸗

Ypt lungen oder Verheirathungen nach auswärts. Der verhältnißmäßig bedeutende e Grundbeſitz in den angrenzenden Gemarkungen iſt größtentheils ſchon ſeit langer