Bodens gar nichts beitragen. Rechnet man den landwirthſchaftlich benutzten Boden der Gemarkung mit. 539 Hectar dazu was die Bewohner in den angrenzenden Gemarkungen beſitzen. 185„
im Ganzen.. 724 Hectar
und darauf 380 Stück Rindvieh(Großvieh gerechnet), ſo kommt auf den Hectar 0,52 Stück Rindvieh. Dabei iſt der Verbrauch von Kraftfutter ein ſehr minimaler, etwa 1000 Ctr. Kleien pro Jahr, ſonſt noch etwas Oelkuchen.
Auch der Verbrauch von künſtlichem Dünger iſt, obwohl dem Quantum nach nicht unbedeutend(ca. 12 bis 1800 Ctr. niederprocentiges Superphosphat und Kaliſuperphosphat im Jahr) nicht rationell. Bei der trockenen Lage der Ge⸗ markung, der im Ganzen ſchwachen Viehhaltung wären erhebliche Zufuhren von ſtickſtoffhaltigem Dünger unbedingt geboten und würden dadurch in kurzer Zeit die Durchſchnittserträge ſämmtlicher Kulturpflanzen weſentlich geſteigert werden. Be⸗ züglich des Futterbaues wäre noch weitere Ausdehnung des Kleebaues nach vorhergegangenen ſtarken Gaben von künſtlichem Dünger anzuſtreben, der Bau von Weißrüben einzuſchränken, dagegen die Beſtellung mit Runkelrüben bedeutend auszudehnen und durch ſehr vermehrte Düngung für beſſere Durchſchnittserträge zu wirken. Die Angaben der amtlichen Ernteſtatiſtik entſprechen nicht einmal dem halben Ertrag, den man ſonſt als Durchſchnitt bei Dickwurz anzunehmen pflegt.
Durch die geringen Erträge des Klee⸗ und Rübenbaues ſowie die minimalen Kraftfuttergaben ſind die Landwirthe genöthigt ſämmtliches Stroh des Sommerge⸗ treides als Futter zu benutzen; es iſt dies ein wirthſchaftlicher Fehler, der um ſo empfindlicher wirkt, als ein erheblicher Theil der Gemarkung mit Reben bepflanzt iſt, die bedeutende Mengen von Stalldünger in Anſpruch nehmen. Der geringe Kraftfutterverbrauch beſonders das faſt gänzliche Fehlen von Oel⸗ und Palmkuchen iſt um ſo auffallender, als die Butterverwerthung durch das directe Verbringen an den Conſumenten in der Stadt als eine gute bezeichnet werden kann. Der Rind⸗ viehſtand beſteht in der Hauptſache aus Donnersberger⸗ und Glanrace und deren Kreuzungen in der gewöhnlichen Handelswaare, auch Vogelsberger oder vielmehr der Schlag, der jetzt unter dieſem Namen in den Handel kommt, ſind vertreten. Zucht wird nicht viel getrieben; zur Ergänzung wird in faſt allen Wirthſchaften von Zeit zu Zeit etwas zugekauft und dabei in der Regel bedeutend zugelegt, wie dies bei der im Ganzen ſehr mittelmäßigen Haltung nicht anders zu erwarten iſt.
Obgleich in Gegenden ohne jeden Weidegang von eigentlicher Zucht abgeſehen werden muß, ſo ſind doch die Verhältniſſe in Zornheim ganz dazu angethan, den eignen Bedarf zur Ergänzung und richtigen Inſtandhaltung des Rindviehſtands nach⸗ zuziehen. Die Bullen, Eigenthum des Bullenhalters, ſind Simmenthaler und Simmenthaler Kreuzung und dürften bedeutend beſſer gehalten ſein. Etwas Schweine⸗ zucht wird auch von einigen Landwirthen getrieben und ſcheint bei der bequemen Verwerthung der Ferkel gut zu rentiren. Eine genaue Feſtſtellung der Zahl der Parcellen, in welche der Grundbeſitz getheilt iſt, den die Bewohner Zornheims be⸗


