wanderungen, wenn auch weniger häufig nach Amerika, ſtatt, die Bevölkerung hat nicht zugenommen. Der Grund für dieſe Erſcheinung liegt in dem beſtehenden bäuer⸗ lichen Erbrecht, nach welchem der Grundbeſitz in natura unter die Erben vertheilt und nach welchem die fortgeſetzte Zunahme der kleineren Güter begründet iſt.
d. Die Gemeinde beſitzt ein Terrain von 57 Morgen, welches verpachtet iſt und daher einen weſentlich andern Einfluß auf die Lage der Bevölkerung nicht ausübt wie das Pachtland überhaupt.
. Frage III.
a. Welches ſind die durchſchnittlichen Preiſe für die einzelnen Boden⸗ qualitäten der verſchiedenen Culturländereien(Acker, Wieſe, Weide, Wein⸗ berg ꝛc.), erſcheinen dieſe Preiſe beſonders hoch oder beſonders niedrig und auf welche Urſachen ſind die bezüglichen Erſcheinungen zurückzuführen?
b. Welche Aenderungen in den Preiſen haben ſich in den letzten 5 Jahren vollzogen?
c. Pflegt ein ſtarker Umſatz in Liegenſchaften ſtattzufinden und liegt hierfür(ſ. a) ein berechtigtes Bedürfniß vor?
a. Wie ſich die verſchiedenen Bodenqualitäten bei Ackerland und Wieſen auf die einzelnen Claſſen vertheilen, iſt aus der Beantwortung der Frage Ia. zu erſehen. Die
Preiſe ſtellen ſich nach den Erhebungen der Großherzoglichen Centralſtelle für die Landesſtatiſtik vom Jahre 1877 für Ackerland pro Hectar:
I. Claſſe= 3000 Mk. ml. bene„ bim Mittel 2466 Mk. IV. 2— 1000„ für Wieſe: I. Claſſe= 4000 Mk. 2200„ lim Mittel 2526 Mk. W.= 1400„
Es ſind dieſe Preiſe für die betreffenden Bodenqualitäten als nicht zu hohe zu bezeichnen( d. Ref.)(ſiehe auch Frage IX).
b. Bei einer Vergleichung mit den Verkaufsprotocollen aus den Jahren 1876 und 1877 ſtimmen die unter a. angeführten Sätze annähernd mit den bezahlten Preiſen überein. Bis zum Jahre 1884 ſind aber die Preiſe im Durchſchnitt um 20— 25 pCt. zurückgegangen, indem der mittlere Kaufpreis für Ackerland und Wieſen zwiſchen 1800— 2000 Mk. pro Hectar zu liegen kommt. Es wird dies gleichfalls durch die Verkaufsprotocolle aus 1883 und 1884 beſtätigt. Hierzu kommt aber noch, daß Ländereien in den geringeren Bodenclaſſen in den letzten Jahren ſchwer zu ver⸗


