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8 nahme bei zwei Stimmenthaltungen.

Donnerstag, den 24. Dezember 1925.

Polllijche Nachrichten.

Die Entschließung des Reichspräsidenten.

Im Hinblick auf die am Donnerstag vom Reichstag be⸗ Weihnachtsferien des Parlaments ersuchte der den Reichskanzler und die Reichsminister, die Geschäfte auch fernerhin heiterzuführen. Der Reichspräsident wird

seine weiteren Entschließungen in der Frage der Neubildung der Reichsregierung rechtzeitig vor dem 12. Januar nächsten Jahres, dem Tage des erfolgenden Wiederzusammentritts dez Reichs⸗ tages, fassen.

0 Krisenstimmung im Hessischen Landtag.

Darmstadt, 17. Dezember. Bei der Abstimmung über den Antrag Hemolt(Bauernbund) auf Herabsetzung der Pacht⸗ sätze auf höchstens 100 Prozent der Friedenspacht gab es An⸗ Finanzminister Henrich erklärte darauf, daß die Regierung nicht in der Lage sei, den Antrag entgegenzunehmen, da es einen Auftrag entholte und deshalb verfassungswidrig sei. Der Auftrag greife in die Finanz⸗ gesetze ein und das Budget störe. Daher sei er gesetz⸗ und ver⸗ fassungswidrig. Außerdem habe der Landtag sich nicht in die Verwaltung einzumischen und ihn zu beauftragen. Die Exeku⸗ live gehe von der Regierung aus, der Landtag habe lediglich legislative Rechte. Hinter ihn stellen sich die Sozialdemokraten, die Demokraten und auch der Staatspräsident, der verschiedent⸗ lich das Wort ergreift. Nach längeren polemischen Ausein⸗ andersetzungen zahlreicher Abgeordneter wird eine Billigungser⸗ klärung der Koalitionsparteien angenommen, bei der das Zentrum, das zuerst für den Antrag auf Pachtzinsherabsetzung gestimmt hatte, nunmehr für die Regierungserklärung(also ge⸗

gen den Antrag) stimmt. 1

5 Uhr⸗Backen Mehr Roggenbrot.

Der hessische Landtag hat beschlossen, daß die Bäckereien nunmehr schon von früh 5 Uhr an backen dürfen. In derselben Sitzung kam die sehr berechtigte Klage zur Sprache, daß viel zu viel ausländischer Weizen zu Brot verbacken wird, wodurch un⸗ ser Geld ins Ausland geht und der inländische Roggen liegen bleibt.

** Zwecks Vollendung der Feldbereinigungen in Hessen haben die drei Rechtsparteien(Bauernbund, Deutschnationale und Deutsche Volkspartei) folgende Anfragen im Landtage ge⸗ stellt:

Die Durchführung der Feldbereinigungsverfahren und der Meltorationen, unzweifelhaft Arbeiten produktiver Natur, drohen zum Stillstand zu kommen, wenn es nicht gelingt, als⸗ bald größere Mittel flüssig zu machen. Wir fragen an: Ist die Regierung bereit, alle Möglichkeiten zur Aufnahme einer An⸗ leihe von 1 bis 2 Millionen Reichsmark auszunützen und die

eingehenden Beträge ohne Zinsaufschlag den Feldbereinigungs⸗ gesellschaften darlehensweise zur Verfügung zu stellen? *

Das Kleinlaliberschießen im hessischen Landtag.

Die Demokraten haben am 19. Dezember im hessischen Land⸗ tag angefragt:ob es der Regierung bekannt sei, daß in zuneh⸗ mendem Maße Wafsenscheine für Kleinkaliber⸗Gewehre erteilt würden.(Heiterkeit bei den Rechts parteien.) Darauf erwiderte Ministerialrat Spamer, daß die Kleinkaliber⸗Gewehre für den Schießsport verwendet würden, und zwar von den Schieß⸗ sportvereinen, die unpolitisch seien und gegen die Nachteiliges nicht bekannt geworden sei. Die Waffen wären zumeist auf den

Sportplätzen, wenn sie über die Straße befördert würden, sei ein Waffenschein erforderlich. Wie in anderen Ländern, habe man auch in Hessen keinen Anlaß, gegen das Kleinkaliber⸗Schießen

vorzugehen. *

Wirtschaftskatastrophe in Deutschland.

Vom 16. bis 30. November ist die Zahl der Hauptunter⸗ stützungsempfänger in der Erwerbslosenfürsorge von 473 000 auf 664 000, d. h. um rund 41 Prozent gestiegen. Im einzelnen hat sich die Zahl der männlichen Hauptunterstützungs empfänger von 432 000 auf 619 000, die der weiblichen Hauptunterstützungs⸗ empfänger von 41000 auf 59 000 erhöht. Die Zahl der Zu⸗ schlagsempfänger der unterstützungsberechtigten Angehörigen von Hauptunterstützungsämtern ist von 572 500 auf 819 500 ge⸗ stiegen. 5

** Prager Demonstrationen gegen die Deutschen.

Prag, 20. Dezember. Im Anschluß an die gestrigen Ver⸗ sammlungen ischechischer Nationalisten kam es gegen Mitternacht zu deutsch⸗feindlichen Demonstrationen in den Straßen Prags. In geschlossenem Zuge begab sich eine große Menschenmenge nach dem Kaffe Continental, einem Sammelpunkt der Deutschen Prags, und brach in stürmische Rufe gegen die Deutschen und die Juden aus. Der Versuch, in das Kaffeehaus einzudringen, wurde von der Polizei verhindert.

Ebenso verhinderte ein starkes Polizeiaufgebot die Demon⸗ stranten, nach demDeutschen Haus porzudringen und vor dem Prager Tagblatt zu demonstrieren. Ausschreitungen ernster Natur konnte die Polizei verhüten. Auch am Sonntag kam es zu Demonstrationen.

Sonntagsgeoͤanken.

O du selige, o du fröhliche, gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit! Nux sind sie wieder gekommen die Tage der Vorweih⸗ nacht mit ihrem leisen, feinem Singen und Klingen, diese stille, heimliche Zeit. Das sind die Tage, in denen unser Innerste⸗ aufgerührt wird, unser Heiligstes zu tönen wagt. Ein Zauber geht von diesen Stunden aus, man flüstert wieder von Weih⸗ nachtsheimlichleiten, Kinder sind selig und zählen die Tage auf den heiligen Abend. Und draußen weiße Winterweiten, alles so still und feierlich.

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Wo die Not, da hat die Liebe ein Arbeitsfeld. Und das ist heute groß in unserem armen Vaterlande. Die Not lebt heute in so vielen Hütten und Häusern, Kinder müssen hungern und die Alten frieren, wäh⸗

0 aufgeklärt. Jedenfalls

Evangelische Warte rend draußen lieblos die Selbstsucht vorbeigeht und keinen Blick in die dunklen Fenster der Armut wirft.

Jetzt, wo die Tage der Vorweihnacht sind, da dürfen wir nicht nur an das eigne Ich denken, sondern Liebe schenken allen jenen, die nach ihr dürsten. Ueberall ist so große Not. Geht hin und helft und schenkt den Aermsten unseres Volkes, laßt Weihnachten sein nicht nur für die Reichen, gebt auch jenen eine heilige Weihnacht, die so wenig Freude mehr haben und bringt vor allem ein Stück Weihnachtsglück zu jenen Kindern, die keinen heiligen Abend kennen. a

Das ist das höchste Glück, andere zu erfreuen. Laßt uns jetzt in der Vorweihnacht näher an einander rücken, und nicht scheuen, in die niederen Hütten der Armen zu gehen, um Weih⸗ nachtsfreude und Weihnachtsfrieden dorthin zu tragen. Lasset uns auch Weihnachtsliebe zu denen bringen, die müden und ver⸗ zagten Herzens sind.

O segne Weihnacht auch den ärmsten Herd!

Erst wenn verhärmte Mienen vollbracht, Wirst du im stillen Glück empfinden Die Weihe dieser heil'gen Nacht.

Aus Nah und Fern.

* Weihnachtsbitte. Das Weihnachtsfest naht wieder. Wir kommen mit einer Weihnachtsbitte für unsere Anstalt für Epi⸗ leptische und unser Hessisches Krüppelheim. Gerne möchten wir unseren Kranken ein schönes Fest zurüsten und Wünsche erfüllen. Das wird erst möglich sein, wenn sich Freunde finden, die uns mit Gaben unterstützen. Darum bitten wir hiermit aufs Herz⸗ lichste. Warme Herzen machen offene Hände. Wer seine Gaben für die Krüppelkinder verwendet wissen will, möge dies auf dem Postabschnitt vermerken. Für jede Gabe, die am Besten auf Postscheck⸗Konto 4992 Anstalt für Epileptische in Nieder⸗Ram⸗ stadt beim Postscheckamt Frankfurt a. M. eingezahlt wird, sagt im Voraus herzlichsten Dank. Weimar, Pfarrer, Nieder⸗Ramstadt.

» Glückwunschlarten zu Weihnachten und Neujahr dürfen, wenn sie in Form von Postkarten offen versandt und im Fern⸗ verkehr gegen die Gebühr von 3 Pfg. befördert werden sollen, außer den sogenannten Absenderangaben auch noch die für Teil⸗ drucksachen zugelassenen Aenderungen und Zusätze bis zu fünf

Waldfried.

Worten, die in fachlichem Zusammenhang mit dem Vordruck auf

der Karte stehen müssen, wiewünscht Dein oderzum Jahres⸗ wechsel sendet mit Gruß u. dergl. enthalten. Auf Glückwunsch⸗ karten, die in offenem Briefumschlag verschickt werden, sind an⸗ dere als die Absenderangaben sowohl im Orts⸗ als auch im Fernverkehr nicht gestattet, wenn die Beförderung für eine Ge⸗ bühr von 3 Pfg. erfolgen soll. Mit Zusätzen der oben erwähn⸗ ten Art bis zu fünf Worten kosten sie 5 Pfg. Gedruckte Besuchs⸗ (Visiten⸗) Karten, auf denen handschriftlich mit höchstens fünf Worten oder üblichen Anfangsbuchstaben Glückwünsche, gute Wünsche, Danksagungen, Grüße oder ähnliche Höflichkeitsfor⸗ meln zum Ausdruck gebracht sind, kosten in offenem Umschlag versandt ebenfalls 5 Pfg. Unzureichend freigemachte Sendungen werden mit Nachgebühr belastet. Am Weiterungen zu ver⸗ meiden, kann daher den Versendern nur dringend geraten wer⸗ den, die angegebenen Bestimmungen zu beachten.

Die Kriegerkameradschaft Hassia, Verband der Kriegs⸗ beschäftigten und Kiegerhinterbliebenen(dem D. R. K. B. Kyff⸗ häuser angeschlossen), teilt folgendes mit: Die Militärrenten⸗ empfünger erhalten für Dezember 1925 eine einmalige Zuwen⸗ dung in Höhe von der ihnen für Dezember 1925 zu gewähren⸗ den laufenden Versorgungsgebührnisse. Die Auszahlung erfolgt in der Weise, daß die Versorgungsämter die Zahlung der ein⸗ maligen Zuwendung mit der Zahlung der laufenden Rente für Januar 1926 verbinden. Den Gesamtbetrag an Rente erhalten die Empfänger vom 28. Dezember 1925 an. Zahltage bei den Postanstalten sind der 28., 29. und 30. Dezember 1925. Die Für⸗ sorgestellen zahlen als einmalige Zuwendung der für Dezember 1925 zu gewährenden Zusatzrente möglichst noch vor Weihnachten an die Empfangsberechtigten aus; den Zahlungstag werden die Fürsorgestellen für ihren Bezirk bekannt geben. Die Kriegsbe⸗ schädigten werden nachdrücklich darauf hingewiesen, daß die Ob⸗ männer der uns in Hessen angeschlossenen 700 Vereine jederzeit bereit sind, den Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen unentgeltlich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

* Ueber die Tuberkulose und ihre Bekämpfung sprach in längeren lehrreichen Vorträgen Dr. med. Sell aus Winterkasten am letzten Montag in Grünberg und am Dienstag in Hungen.

Alsfeld. Der Stadtvorstand hat genehmigt, daß das Gießener Stadttheater⸗Personal allmonatlich einmal hier im Deutschen Haus spielt. Die Gießener Tehaterdeputation hat ihre Erlaubnis dazu gegeben.

Alsfeld. Die Stadtverordneten haben die Errichtung einer Freihadeanstalt beschlossen. Die Erbauung einer Badeanstalt ist ebenfalls besprochen worden. 5

Bensheim. In Begleitung des Direktors der Hessischen Staatsbank ist Bürgermeister Dr. Angermeier nach Amerika ab⸗ gereist, um dort mit einem Bankkonzern über eine größere Dollaranleihe für die hessischen Städte zu verhandeln.

Beuern. Der in unserer Gegend schon ziemlich selten gewor⸗ dene Eisvogel hat sich an dem hier vorbeifließenden Krebsbach wieder eingefunden. Dagegen ist die Haubenlerche in diesem Winter weniger zu sehen als früher.

Beuern. Der volle Schulbesuch konnte nunmehr, da dle Masern⸗Epidemie soweit zurückgegangen ist, wieder aufgenommen werden.

Büdingen.

Der Messing⸗Käser, ein für Baulichkeiten sehr gefährliches Insekt, tritt hier stark auf. Der Abg. Dr. Keller hat darum im Landtag angefragt, ob die Regierung nicht Mittel bewilligen will, für Vertilgung dieses Schädlings.

Daubringen. Unsere Kleinkinderschule erhielt von der Firma Scheidhauer und Gießing eine Unterstützung von 100 Mark.

Ein gefährlicher Verlust.

Darmstadt. Aus einem Auto der Chemischen Fabrik Merck⸗ Darmstadt ist während der Fahrt von Darmstadt nach Frankfurt 18 Kilogramm Cyankali, die in einer Büchse verschlossen waren, abhanden gelommen. Ob die Büchse unterwegs verloren wurde, oder ob sie gestohlen und verschoben wurde, wurde bisher nicht t man über den Verbleib dieser gewal⸗ Giftstoffes in allergrößter Sorge,

tigen Menge des furchtbaren

Nr. 8.

Sümtliche Orte an dem Autowege von Frankfurt nach Darmstadt sind alarmiert und gewarnt worden. Man ist der Auffassung, daß das Gift gestohlen wurde, sonst hätte irgend ein Finder Meldung von dem Fund gemacht

Limbach a. d. Lahn, 21. Dezember. In Hardt brach en einer Gastwirtschaft ein Brand aus, der das Wirtschaftsgebäude völlig zerstörte und zwei Nachbarhäuser schwer beschädigt. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann von einer eln⸗ stürzenden Mauer erschlagen.

Frankfurt. Nach Unterschlggung von 70 000 Mark Mündel⸗ gelder ist der Stadtsekretär Paul Dresde vom hiesigen Jugend amt flüchtig gegangen.

Frankfurt. Eine großzügige Siedlungspolitit soll hier vor sich gehen, wenn die Eingemeindung der Nachbarorte Fechen⸗ heim, Grie beim, Cewenheim und Sossenheim erreicht ist.

Vilbel. Der strenge Winter hat einen seltenen nordischen Gast in das Niddatal geführt, den prachtvoll gefärbten Eisvogel. Dieser ausgezeichnete Taucher bevölkert augenblicklich in ganz kleinen Trupps die vereisten Ufer der Nidda nahe Vilbel und holt sich hier aus den kalten Fluten seine Nahrung. Hoffentlich wird an dem seltenen Tier Gastrecht geübt.

Wieseck. Dem Vernehmen nach wird das Wiesecker Auto auch die Post von Gießen nach Wieseck befördern, wodurch die Pakete schon um 2 Uhr in Wieseck sind.

Wiesbaden, 17. Dezember. Der Landwirt und Gastwirt Heinrich Merten in Erbenheim, eine in landwirtschaftlichen Kreisen Nassaus bekannte Persönlichkeit, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Merten hat sich besonders durch Ein⸗ führung der Kaltblutpferdezucht sehr verdient gemacht.

Die evangelisch⸗soziale Schule Spandau, Johannesstift, ladet für die Zeit vom 19. bis 26. Januar 1926 zum 3. Sozial⸗ lehrgang für Theologen ein, und bittet um recht baldige An⸗ meldung. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung während der ganzen Tagung betragen pro Person 36 Mark. Anmeldun⸗ gen, welche nicht sofort erfolgen, werden wegen großer Betei⸗ ligung erst zu einem Parallelkursus Anfang März berücksichtigt werden können.

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Neue Bücher.

Hessen⸗Darmstadt ein Heimatbuch.

Es gibt wenig deutsche Länder, deren geschichtliche Landkarte bunter ist als die des Staates Hessen, dessen heutige Gestaltung in letzter Linie auf den Wiener Kongreß zurückgeht. Die poli⸗ tische Einheit hat sich stärker erwiesen als die Stammesgemein⸗ schaft. Aus diesem Grunde ist auch die sich au⸗ mehreren Kul⸗ turmittelpunkten ergebende außerordentliche Fülle des Stoffes, die für ein hessisches Heimatbuch der Sammlung Fr. Brand⸗ stetters zu berücksichtigen war, den politischen Grenzen entspre⸗ chend eingeteilt worden. Das Heimatbuch für den Volksstaat Hes⸗ sen, herausgegeben von Professor Dr. jur. et. phil. Karl Essel⸗ born, ist das vorliegende. Einen Band Hessen⸗Kassel zu schaffen hat der bekannte Herausgeber der ZeitschriftHessenland, Paul Heidelbach, übernommen, Hessen⸗NRassau mit Frankfurt a. M. wird von Leo Sternberg bearbeitet. Die drei Bände zusammen werden das hessische Heimatbuch darstellen. Der BandHessen⸗ Darmstadt will in erster Linie den heutigen Zustand des Lan⸗ des wiederspiegeln und befaßt sich mit der Vergangenheit nur in soweit, als erforderlich ist, um die Gegenwart zu verstehen. Das konnte um so unbedenklicher geschehen, als in Heinrich Künzels und Friedrich Soldans Geschichte von Hessen ein auf Geschichte abgestimmtes hessisches Heimatbuch schon seit Jahren vorhanden ist. Trotz dieser Einschränkung wird und kann die Auswahl aus der Fülle des hessischen Schrifttums nicht alle Wünsche befriedigen. Der eine wird dies vermissen, der andere jenes entbehrlich finden. Ein Heimatbuch von dem Amfang des vorliegenden kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, das Beste, das es deten kann, ist Anregung zu weiterm Studium. Gleichwohl gibt die bunte und doch sinnvolle Zusammenstellung von 132 erlesenen Poesie- und Prosabeiträgen, darunter viele Originalbeiträge, in 4 Abschnitten. Der Volksstaat Hessen im Allgemeinen. Die Provinz Starkenburg, die Provinz Oberhessen, die Provinz Rheinhessen, und die Zusammenarbeit von 77 der besten Kenner des Landes, ein wohlabgerundetes Bild, das je⸗ den Heimatbuchfreund erfreuen wird, zumal stimmungsvolle Fe⸗ derzeichnungen von der Künstlerhand des Landschaftsmalers Walter Möller der Text aufs glücklichste ergänzen und dem gan⸗ zen Bande zum Schmucke dienen. Der Preis des geschmack⸗ voll in Ganzleinen gebundenen Buches ist mit Mk. 6.50 sehr billig zu nennen. Verlag von Friedrich Brandstetter in Leipzig.

DieEbangelische Warte

ist das Organ der evangelischen Gemein⸗

den, sie bringt zuverlässig alle wichtigen

Nachrichten aus dem christlichen Leben

und unterrichtet über alle großen Er

eignisse in Kirche, Schule, Aeußerer und

Innerer Mission.

Die Evangelische Warte gehört daher in jede evangelische Familie Bezugspreis monatlich 50 Pfg.

Bestellungen wolle man bis auf Weiteres nur an den Verlag in Gießen, Südanlage 21

richten.

Die Nummer, unter welcher dieEvan gelische Warte in die Postzeitungslis eingetragen ist, wird sobald wie mögli⸗ bekannt gegeben.