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Sonnabend, den 19. Dezember 1925.
freulichen Stand weisen die lebendigen selbständigen Gemeinden auf, wie sie uns durch Berichte besonders von Missionar Keyser bekannt und lieb geworden sind. Im Tauf⸗Unterrichtet standen am Jahresschluß allein 90 23 Eingeborene. Dieses Missionsge⸗ biet sollte der deutschen Mission genommen werden und war be⸗ reits an australische und amerikanische Gesellschaften überge⸗ gangen, die deutschen Missionare sollten bis Mitte 1928 durch amerikanische oder australische Missionen ersetzt sein. Diese Be⸗ stimmung hat jetzt die australische Regierung aufgehoben.
Wenden wir unsere Schritte westwärts, so treffen wir in Mittel⸗Java, die Neukirchner, die sogenannte Salatiga⸗Mission an, die dort mit 35 Missionskräften auf 12 Hauptstationen seit dem Jahre 1884 unter den 35 Millionen zählenden Javanen ar⸗ beitet. Die Zahl der Christen beläuft sich auf 2766. Auf einer Station machte sich etwas wie eine Erweckungsbewegung unter Chinesen und Japanen spürbar. Inspektor Nitsch durfte anläß⸗ lich seiner Inspektionsreise, die der Regelung verschiedener bren⸗ mender Frage galt, 29 erwachsene Javanen und 3 Chinesen taufen.
Auf Sumatra finden wir die Rheinische Mission seit Anfang ö der öbiger Jahre unter den Babaks in heißer, schwerer Arbeit.
Dieses Missionsgebiet hat der Rheinischen Mission in den letzten Jahren viel Mühe verursacht, besonders durch ein gesteigertes Streben nach Selbständigkeit, durch zunehmende Verweltlichung in christlichen Kreisen, durch Rückwirkungen des Heidentums und nicht zuletzt durch die islamische und bolschewistische Bewegung. Seit dem Jahre 1921 liegt die Leitung dere Mission draußen in den Händen des Inspektors D. Johs. Warneck.— Die neue Ge⸗ meinde⸗Organisation macht sich günstig bemerkbar in der Zahl der Taufen. Dabei steht sich die Rheinische Mission genötigt, schmerzliche Einschränkungen vorzunehmen, da bis Ende 1925 der Kredit der holländischen Regierung wesentlich reduziert werden wird. Es waren Ende 1923 nur noch 25 Stationen mit Missio⸗ naren besetzt. 0
Besonders erfreulich sind die Berichte von Nias, worüber D. Johs. Warneck ebenfalls das Inspektorat erhalten hat. Im Jahre 1865 hat dort die Rhein. Mission eingesetzt. Nur langsam ging es mit der Arbeit voran. Krasses Heidentum, Ahnendienst verbunden mit Menschenopfern, die niedere Sittlichkeit der Niasser erschwerten das Eindringen des Evangeliums, bis im Jahre 1916 die große Erweckungs bewegung einsetzte, durch die weite Kreise der Insel ergriffen wurden. Von den 140 000 Ein⸗ wohnern sind 58 468 Christen und noch 26 011 Taufbewerber. Es wird von manchen Stationen berichtet, daß die Erweckungs⸗ bewegung neu auflebe, die sich besoders unter den Christen in einem großen Verlangen nach dem Worte Gottes äußere. So⸗ mit ist die niassische Kirche auf dem Wege eine Volkskirche zu werden.
Auf Süd⸗Borneo, dem letzten deutschen Missionsgebiet in Niederländisch⸗Indien ist seit dem Jahre 1836 ebenfalls die theinische Mission tätig gewesen. Eine schwere Katastrophe brach über die Mission mit dem furchtbaren Eingeborenen-Auf⸗ stand herein im Jahre 1859, dem 4 Missionare, 3 Frauen und 2 Kinder zum Opfer fielen. Mangel an Mitteln haben die rheinische Mission veranlaßt, dieses Missionsgebiet schrittweise an die Bafler Mission abzutreten. Seit dem 1. April 1925 ist die gesamte Arbeit an Basel übergegangen, das nun 26 Mis⸗ sionskräfte unter den Dajako in Arbeit stehen hat. Daneben hat die Basler Mission noch einen Posten unter chinesischen Kolonisten auf Britisch⸗Nordborneo. Dem dortigen Missionar liegt es nach gjähriger gewaltsamer Entfernung ob, das Gemeindeleben, das 3. T. in der Zzit der Trennung not gelitten hatte, wieder in Ordnung zu bringen und die Gemeinden der Selbständigkeit entgegenzuführen.
8(Schl
uß folgt.)
Was jeder Evangelische wissen muß! „Der Christbaum für alle.“
Dem(im Vorjahr zur Nachahmung empfohlene) Vorgang der Heilbronner, die zu Weihnachten auf der großen Freitreppe ihres Rathauses einen Christbaum aufstellten und darunter an den Weihnachtstagen bis zur Silvesternacht hin allabendlich im Wechsel durch örtliche Gesangvereine die schönen Weihnachtsweisen anstimmen ließen, mit dem Erfolg, daß ob der sinnigen Neusitte der üble Neujahrslärm nicht mehr aufkam, ist man in diesem Jahr in Weimar gefolgt. Auf der Frei⸗
treppe des Museums fand in den Weihnachtstagen eine
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Allerhand Wetterpropheten. Von Viktor Schmitt.
Wetterpropheten sind sicherlich ein altes Geschlecht, aber benso verrufen seit alter Zeit als ganz unsichere Kantonisten. Ber seinen Satz mit„vielleicht“ anfangen muß, begibt sich hon auf die schiefe Ebene der Konzessionen. Das hat der Dorf— arbier vom Hinterwalddorf auch getan: hatte er schönes Zetter prophezeit, so ging er ins Oberdorf, wo er's Tag zuvor erkündete; gab es Regen, so schritt er mit seinem Regenschirm urchs Unterdorf, denen er es vorhersagte. Auf die Dauer geht os nun allerdings nicht; aber er hat viele Kollegen, die es uch nicht besser können. Ungefähr so wie es der Haushahn ich macht: Kräht er auf dem Mist, so ändert sich das Wetter, der es bleibt wie es ist. Die wissenschaftlichen Wetterpropheten id die Meteorologen vom Fach. Selbst denen gelingt's oft ct von einem Tag zum andern. Aber man darf ihnen keinen orwurf daraus machen, zudem die meisten Menschen mehr nach n Nieten als nach den Treffern urteilen. Die Meteorologen aben internationalen Dienst und stehen mit der ganzen Welt : ständiger telagraphischer Verbindung. Während des Krieges
rte der auf, und das Wetter blieb national und lokal.
Die Wetterkarten, auf Grund deren das Wetter prophezeit ird, sind manchen Zeitungen täglich beigegeben. Helle Ringe deuten für die Gegend heiteres Wetter, dunkle Regen. Auch
Windrichtung darauf ist je nach Richtung angegeben. Die
gen Linien, die oft durch weite Gebiete Europas gehen, zei den Hochdruck, das Maximum, in offenen Kurven an, das ion geben die geschlossenen Kurpen
nimum oder die Depress
nach urteilt der Meteorologe und nach seiner Prophezes hung
hten sich die Ausflügler, die Ackerbauern, Tennisspielerin
„Evangelische Warte“
10 Meter hohe herrliche Tanne aus dem Ettersburger Forst ihren Platz, erstrahlend in reichstem Kerzenglanz, an ihrer Krone ein weithin leuchtendes Kreuz, und lockte an jenem Abend Tausende zu einer eigenartigen Weih⸗ nachtsfeier unter freiem Himmel. Gemeinsame Gesänge wechselten mit Darbietungen der Gesangvereine und der packenden Ansprache eines Pfarrers.
Ein Aehnliches hat die Himmelfahrtsgemeinde in Berlin vor dem Portal ihres Gottes hauses veranstaltet. Von beiden Orten wird berichtet:„Wenn nicht alle trügt, wird der„Christbaum für Alle“ als Sitte hier feste Wurzel fassen.“ 8
Schundbuch und Schundfilm. Der Jugendrichter einer deutschen Großstadt hat festgestellt, daß in einem Jahre 85 Prozent aller Ju⸗ gendgerichtsfälle auf die Verführung durch die Schund⸗ literatur zurückzuführen waren.
Die Zahl der Kinobesucher hat im Laufe dieses Jahres ständig zugenommen. Während am Anfang dieses Jahres die Summe der Eintrittsgelder in Berlin allein für einen vierwöchentlichen Zeitraum auf 3,1 Million Mark berechnet wurde, stieg der Betrag im Herbst um 400 000 Mark. Die Eintrittsgelder, die jähr⸗ lich bei den Lichtspieltheatern im ganzen Deutschen Reiche(Gesamtzahl 3 580) einkommen, können auf Hun⸗ derte von Millionen Mark veranschlagt werden. Von 250 Filmen, die der Oberprüfstelle in Berlin vor⸗ lagen enthielten u. a. 97 Morde, 69 Ehebrüche, 46 Ver⸗ führungen.
Es darf nicht still werden von diesen Dingen, bis endlich der Reichstag die längst fälligen Gesetze zum Schutz der sittlichen Volksgesundheit(Gesetz zur Be⸗ kämpfung der Schundschriften, Ergänzung zum Lichtspiel⸗ soaf Schutz der Jugend vor schädlichen Schaustellungen)
afft. *
Kampf gegen Schmutz und Schund.
Der von dem Reichsminister des Innern dem Reichstag zugegangene Entwurf eines Gesetzes zur Be⸗ wahrung der Jugend vor Schund⸗ und Schmutzschriften war vom Parlament dem Ausschuß für Bildungswesen zur Vorberatung überwiesen worden. An diesen sowie die übrigen in Betracht kommenden Stellen des Reichs und die interessierten Organisationen sind nunmehr Ausführungen gesandt worden, die die Stellung des D. Evangelischen Kirchenausschusses zu jenen Gesetzent⸗ würfen zum Ausdruck bringen. Es wird darin auf die geringe Wirkung hingewiesen, die das Gesetz in seinem gegenwärtigen Entwurf haben würde. Notwendig wäre eine Erweiterung sowohl in dem Sinne, daß das ganze Volk, nicht nur die Jugend, vor Schund und Schmutz bewahrt wird, und daß durch das Gesetz nicht nur Schund⸗ und Schmutzschriften,. die gesamte Schund⸗ und Schmutzliteratur(ogl. Reichsverfassung § 118 Abs. 2) getroffen wird. An dem in dem Ent⸗ wurf vorgesehenen Verfahren, das dem Lichtspielgesetz nachgebildet ist, wird hinsichtlich der Zusammensetzung der Prüfstellen und der Art ihrer Betätigung Kritik ge⸗ übt. Auch wird auf die Geringfügigkeit der vorgese⸗ henen Strafe hingewiesen, die zur Bedeutungslosigkeit herabsinken, wenn nicht auf die umfassende Einziehung der anstößigen Literatur erkannt werden darf. Jeden⸗ falls kann der Kampf gegen Schund und Schmutz durch dieses Gesetz nicht als erledigt angesehen werden. Eine Novelle zu§ 184a des Reichsstrafgesetzbuches, wie sie die Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung in Berlin unter dem Vorsitz von Geheimrat D. Dr. Kahl vor⸗ schlägt, wird empfohlen.
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. Aus Naß und Fern.
— Der Hessische Landesverein für Innere Mission⸗Darm⸗ stadt bezw. der Landesverband der Inneren Mission in Hessen als Spitzenorganisation der Evangelischen Wohlfahrtspflege im Lande ruft in diesen Tagen seine Unterorganisatsonen, die Epangclischen Kreiswohlfahrtsdienste bezw. durch dieselben die im Landesverband der Inneren Mission zusammengeschlossenen Vorbände: Kirchliche Frauen,
— Wen
Markt
des Kalende
Zum Wettermachen braucht man ein Barometer, das den Luftdru anzeigt und mechanisch und ohne Verstand den Zeiger vom„Schön“ ois zum„Regen“ verrückt oder in der Röhre mit dem Quecksilber hinauf zum schönen Wetter oder herunter zum Regen geht. Aber manchmal ist das Wetter launisch und treibt das Quecksilber rauf und den Regen vom Himmel herunter. Das Barometer allein weiß es also auch nicht. Als ein Haupt⸗ macher des Wetters gilt der Wind. Er ist der Ausgleich der warmen und kalten Luftströmungen, die ständig bald gemächlich, bald stürmisch übereinander hinstreichen. Entsteht irgendwo ein Barometer⸗Tiefdruck, so stürzt sich dahinein der Wind in drehender Bewegung; bei einem Hochdruck zieht er oben ab. Die Meteorologen haben darüber genaue Wettergesetze abge⸗ leitet und konstruieren nach dem Barometerstand die Zugstraßen. Unser schlechtes Wetter kommt schon seit langer Zeit von Frank⸗ reich und England. Der Wolkenzug streicht mit dem Wind, und oft beobachtet man an den Wolken verschiedene Windrichtungen, wie bei den Windbeuteln auf Erden. Wer sich die Wolken⸗ formen merkt, auf Morgen- und Abendrot achtet, das Auftreten der Schäfchenwolken zu gewissen Tageszeiten beobachtet, wird aus ihnen für seine Wettervorhersagen manches lernen. Wärme und Feuchtigkeitsmesser vervollständigen des weiteren die Apparate des Meteorologen.
altehrwürdige
Und dazu gesellen sich ganz merk: f man so zu sa
Wetterpropheten, die besonders beim Volk
große Achtung genießen und dy das Wetter ohne aon prophezeihen, auch manchmal recht oder schlecht, So ein alter Wettermacher ist der Mond, der Voll
gen pflagt
junge Männer, junge
tagen
wie ich höre, in kurzer Zeit 30 000 Leser gefunden.
Mädchen, Hessischer Verband für ev. leinkinderschulen, Anstal⸗ ten der Inneren Mission, Dekanatserziehungsvereine usw. ernst⸗
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lich und dringlich auf, sich im weitesten Umfang dem Vertrieb der lfahrtsbriefmarken 1925 anzunehmen, die von der Deut⸗
schen Nothilfe herausgegeben werden. Es handelt sich hierbei um eine Arbeit zu Gunsten der ganzen Deutschen Wohlfahrts⸗ pflege. Wenn irgend jemand in unserem Volke sich der Not der Gesamtheit erbarmen muß, dann geziemt es der Ev. Wohl⸗ fahrtspflege, daß sie in vorderster Reihe steht. Der Vertrieb der Wohlfahrtsbriefmarken ist ein ausgezeichnetes Mittel, um der gesamten Wohlfahrtspflege neue Lebensmöglichkeiten für Arme, Elende und Kranke, Große und Kleine zu schaffen, und ist ein ebenso feines Mittel, die Kräfte der Liebe neu zu beleben. Die dem Landesverband der Inneren Mission angeschlossenen Anter⸗ organisationen bezw. seine tätigen Arbeitsglieder draußen im Lande werden aufgefordert, die Wohlfahrtsbriefmarken nur durch die Zentrale Darmstadt, Bismarckstraße 58, zu beziehen. Das hat den Vorteil, daß den vertreibenden Stellen ungekürzt ein großer Prozentsatz vom Reingewinn des Absatzes wieder für eigene Wohlfahrtspflege zufließt. Und eine rührige Vertriebs⸗ arbeit wird auch der Zentralstelle Mittel schaffen, um ihre be⸗ deutsamen Wohlfahrtsaufgaben in erhöhtem Maße ausrichten zu können: So mögen denn die ev. Kreise, Männer, Frauen, Jung männer, Jungfrauen, Große und Kleine, mit aller Freudigkeit und Hingabe an das soziale Werk gehen, und nicht eher ruhen, bis ein großer Teil der Wohlfahrtsbriefmarken abgesetzt ist. Die Zeit läuft vom 15. Dezember bis zum 30. März. Alle wei⸗ tere Auskunft in dieser Angelegenheit gibt die Geschäftsstelle des Hessischen Landesvereins für Innere Mission, Darmstadt, Bis⸗ marckstr. 58.
„Der Verein Heilstätte„Haus Burgwald“ hielt am 15. Dezember in der Freimaurerloge in Darmstadt seine Mitglie⸗ derversammlung ab. Wo liegt Haus Burgwald und was will der Verein? Haus Burgwald liegt in dem freundlichen Täl⸗ chen, das vom Mühltal nach Nieder⸗Beerbach führt, einsam und abseits der Verkehrsstraße. Es ist ein herrliches Fleckchen. Laub⸗ und Nadelwälder mit grünen saftigen Wiesen bilden die Umgebung. Das Frühjahr mit seinem frischen, jungen Grün, der Herbst mit seiner Farbenpracht machen den Aufenthalt hier oben so angenehm wie der Sommer, dessen Sitze durch die schat⸗ tigen Waldungen und das munter fließende Bächlein leicht er⸗ träglich wird. Und wie schön ist erst der Anblick im Winter, wenn Berg und Tal mit hohem Schnee bedeckt sind oder die Bäume im Rauhreif stehen. So ist Haus Burgwald, wie wenige derartige Häuser, schon durch seine Lage geeignet, den hier Er⸗ holung und Genesung Suchenden zu helfen.— Aufgenommen in das Haus werden nur Alkoholkranke. Unter der Leitung eines Arztes und sachverständigen Hausvaters sollen diese Un— glücklichen wieder zu nützlichen Gliedern der menschlichen Ge⸗ sellschaft gemacht werden. Wie groß das Elend einer Familie ist, wenn ein Glied an dieser menschenentwürdigenden Krank⸗ heit leidet, ist nur allzu bekannt. Gar mancher Kranke, der in Haus Burgwald geheilt wurde, denkt dankbar zurück an seinen Aufenthalt in diesem Haus, in dem seine zerrütteten Nerven und erschlafften Muskeln wieder die nötige Spannkraft erhielten, wodurch auch der geschwächte Wille wieder gestärkt wurde.
Um aber solch segensreiche Tätigkeit ausüben zu können, braucht man Mittel. Die Verhandlungen der Mitgliederver⸗ sammlung des Vereins zeigten, daß der Verein seinen schönen, idealen Zweck ferner nur erreichen kann, wenn er von Behörden Körperschaften und der breitesten Oeffentlichkeit in weitgehendem Maße unterstützt wird. An alle Menschenfreunde ergeht deshalb der Ruf: Helft mit! Anmeldungen zum Verein, sowie frei— willige Gaben nimmt jederzeit entgegen: Geh. Obermedizinal⸗ rat Dr. Balser, Darmstadt, Klappacherstraße 9.
Offenbach a. M., 9. Dezember. Am vergangenen Sonn⸗ tag fand in unserer Stadt die Tagung der Leiter und Helfer der Kindergottesdienste aus allen Teilen Hessens statt. Pfarrer Glocke⸗Mainz hatte unter Zuziehung eines vorbereitenden Aus⸗ schusses die Sache wohl vorbereitet, so daß zahlreiche Vertreter und Vertreterinnen aus sämtlichen Provinzen von Stadt und Land anwesend waren. Am Vormittag wurde die Tagung durch Festgottesdienst für Gemeinde und Kinder in der Schloßkirche eingeleitet. In der eigentlichen Vertreterversammlung am Mittag, die unter Leitung von Pfarrer Glocke stand, berichtete Missionsinspektor Mundle⸗Barmen von seinem reichen Arbeits⸗ feld langjähriger Erfahrung in der Kindergottesdienstsache. Danach wurde die Gründung eines Sessischen Kindergottes⸗ gegenseitige Be⸗
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Seine Aufgabe ist
mond, bringt.
Dieser Glaube an ihn ist durch die Jahrhunderte ge⸗ gangen und ist trotz statistischen Materials, das das Gegenteil
boweist, nicht umzubringen. Sein Vollmondsgesicht allerding⸗ lacht uns so freundlich an, daß wir gern an sein Prophetentum glauben; wenn Sturm und Wolken darüber ziehen, verhüllt er seine Prophetengabe. Auf ihn und Fluttheorie der Lufthülle hat' vor dreißig Jahren Rudolf Falb seine kritischen Tage berechnet.
Weitere Wetterpropheten sind manche Pflanzen und Tiere und selbst leblose Steine. And mit ihnen gehen manche Tage des Jahres als ganz besonders vereigenschaftet zur Prophetie des Wetters in den bekannten Bauernregel einher: auch noch viele Heilige des Kalenders reden mit. Diese Art Wettermacher sind aus alten Wetter⸗Ueberlieferungen übernommen und oft gut fundiert und nicht ganz von der Hand zu weisen. Daß der Jahresregent, der dem ganzen Jahr gleich den Stempel der Wit⸗ terung aufdrängt, ein gar zweifelhafter Prophet wird, ist nicht zu verwundern; alle die so weit droben am Himmel stehen, verlieren den Kontakt mit der Erde und verlassen sich zu viel auf die Sterndeuter.
Aber eine ansehnliche Gesellschaft der Wetterpropheten sind heimtückische Inkarnat⸗Plagegeister: Gicht, Rheuma, Asthma, Frostbeulen, Hühneraugen, Wunden, die sich beim„Wetterwech⸗ sel“ anmelden, manchmal richtig, immer aber unnötigerweise.
Ueber alle diese Wetterdinge und noch vieles andere der ge— samten Kalenderwissenschaft unterhält und belehrt in angenehm⸗ ser Weise der im Verlag von Moritz Schauburg, Lahr er⸗ schienene Hundertjährige Kalender des Lahr Hinkenden Voten, der fürs ganze 20. Jahrhundert Geltung hat. Er hat,
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