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Sonnabend, den 12. Dezember 1025.

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Art mag manchem gar zu handgreiflich sein. Lacht mir dennoch nicht darüber! Diese Frage birgt viel Antwort in sich. Wer der Rede Jesu lauschte, der hat von dem Baum der Erkenntnis gegessen, nach dessen süßer Frucht die Menschheit verlangte seit den Tagen der Schöpfung. Wären wir dochlanter Empfänglichleit, auf die Stimme dieses Führers Jesus Christus zu lauschen. König, gib uns Mut und Klarheit,

Einen willgen, einen muntern Jüngersinn,

Helle Augen in die Wahrheit

Und ein leichtes, lichtes Herze zum Gewinn⸗

Das einmütig, ehrerbietig

Vor dem Gnadenthrone stehe,

Bis dein Leben unsern Geist

Mit Kraft durchgehe

Glaf Zinsendor f

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Wir sind der Sagt. Aug einer kotgeschwiegenen Nede des Herrn Dr. Marx. Am 28. Juni 1925 vereinigte eine Pilgerfahrt au⸗ ö dem Rheingau und den angrenzenden Gebieten über 10 000 Männer zu Marienthal im Taunus. Zu den Wallern gehörte auch Dr. Milhelm Marr, der bei die⸗ 1

ser Gelegenheit eine große Nede hielt, die, wohl dank einer geschickten Negie, von keiner großen Zeitung be⸗ achtet wurde. Es wäre aber schade, wenn sie unterginge. Nach demOeffentlichen Anzeiger für den Kreis Kreuz⸗ nach Nr. 150 führte Herr Marx aus: Es ist ein großes Glück, katholisch zu sein, ein

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cßlück, das man in seiner ganzen Größe erst dann er⸗ ennt, wenn man auf dem Sterbelager liegt! Es genügt jedoch nicht allein, die Gebote Gottes zu halten und d Sakramente zu empfangen; der katholische Geist ist mehr: Er ist etwas Aniversales, er ist bestimmt für die ganze Welt. Gott sagte ja: und lehret alle Völker, bis ans Ende der Zeiten. So ist für den Katholiken die Pflicht nicht aus mit der Erfüllung der kirchliche Pflichten. Er soll durch seine Handlungen da pred gen, wo keine Priester mehr sind. Da soll der Katholik wirken durch sein Beispiel, durch sein Wort und sein Werk. Alles umfaßt der Katholizismus; er hat die Macht alles zu umfassen; auch die ihn nicht wollen, müssen seine Macht anerkennen. Auf die Revolution eingehenchd fuhr er fort:

Dann kam der furchtbare Amsturz. And wo war die erste Aenderung? Im katholischen Lager! Es ist sol Die Katholiken haben gewußt, was sie wollten, sie haben nur nicht das richtige Perständnis gefunden ... Dau hast nach der Verfassung das Necht bekommen, deine Stimme abzugeben und sie gilt soviel, wie die Stimme des Millionärs, des Mannes von Adel und Fürstengeschlecht. Du bist für deine Stimme ver⸗

antwortlich! Wo ist der Staat, wo die Re⸗ gierung? Du bist jetzt die Verfassu selbst und hast die Volksvertretung. Du hast die 9 rung, wo du sie willt. Da möcht) jeme sehen, der be⸗ hauptet, es wäre nicht die ht des Katholiken, hierin Ausschlag zu geben. Wir der Staat! Viele Kreise können nicht wieder gut machen, was sie gesün⸗ digt haben an der Autorität des Staat Der Obr

zeit, die uns von Gottes Gnade gege horsam schuldig. Das ist unsere k (Und 1918 2 22) Vom ka

aus ist die

der seit einigen Monaten im Entstehen begriffen ist, ist

katholische Vater oder die katholische Mutter nicht um

in den letzten Jahren haben wir erfahren, daß eine

gehe ich nicht zu diesen Herren, die den Zeigefinger er⸗ heben, sie haben garnicht die Fakultät. Ich wende mich in diesen Dingen an die Bischöfe selbst!

Hörern, ist zu verstehen.

heren Verfassungen nicht gegeben waren. Früher hat man jedem Katholiken ein verletzendes Mißtrauen ent⸗ gegengebracht, die Katholiken wurden bei der Verge⸗ bung wichtiger Aemter übergangen, sie waren Staats⸗ bürger 2. Klasse, denen man nicht traute. Die Kirche kann ihre Beamten, Bischöfe, Priester usw. anstellen, ganz frei vom Staate. Das ist sa, was wir immer ver⸗ langt und gewünscht haben Erst die Verfassung von Weimar hat den katholischen Orden und Nieder⸗ lassungen endlich die Freiheit gebracht, die sie von Got⸗ tes wegen zu beanspruchen haben. Meine Verehrten! Es steht viel Gutes in der Verfaffung von Weimar

Wir wollen uns bemühen, daß die Verfassung so aus⸗ gebaut wird, wie es für den katholischen Glauben not⸗ wendig ist. Ansere Zeit ist nicht dazu an⸗ getan, daß wir uns bekämpfen. Dieser unselige Kampf,

im Wachsen. Und da müssen wir warnen% Wir ssen unseren ganzen Einfluß auf die Negierung ge⸗ innen In früheren Jahren brauchte sich der

die Schule zu kümmern(11) Aber gerade gute Schule das Gebot ist, um zum Ziele zu gelangen ...In echt katholischer Demokratie sind wir zur felben Kommunionbank gegangen, wir haben alle im selben Beichtstuhl gekniet, das ist die ewige Demo⸗ kratie der katholischen Kirche. Die Rede schloß:Auf die Warner aus dem Lager der nationalistischen Katho⸗ liken ist nichts zu geben. Wenn ich mich erkundigen will, ob ich auf katholischen Boden stehe oder nicht, oder ob ich meine Pflicht als katholischer Mann erfülle, dann

Solange die meinem Vorgehen einverstanden sind, solange ssen die übrigen schweigen! Sie wollen ja nicht das Gute, sie wollen Haß und Zwietracht in das katholische Volk hineintragen. Ich verbitte mir, von diesen Her⸗ ren irgend welche Belehrung in Empfang zu enhmen. Der lebhafte Beifall auf diese Rede von diesen Wer von uns Evangelischen ist nun noch im Zweifel, daß wir uns wehren müssen.

Mie man eimfjch Lathollfch⸗ Kirchen baus.

Es geht uns folgende Mitteilung zu:

In Cassel wird jetzt die fünfte große katholische Kirche in der östlichen Vorstadt Bettenhausen gebaut. Um 1900 hatte Cassel nur eine katholische Kirche. Zu diesem Zweck ist eine erste Wertlotterie des Kirchbau⸗ vereins St. Kunigundis in Cassel⸗Bettenhausen ausge⸗ schrieben über 5000 Gewinne, darunter eine Wohnungs⸗ einrichtung, Wert 4000 Mark; ein Kleinauto, Wert 2000 Mark; ein Schlafzimmer für 1 600 Mark; 2 Mo⸗ torräder für 2000 Mark, Küchen, Fahrräder, Näh⸗ maschinen, Standuhren; im übrigen nur praktische

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Wi schaftsgegenstände. Lose à 1. Mark überall zu haben. Ziehung am 20. November 1925. Lose

mit großen Plakaten sind nicht nur in Cassel, sondern in den meisten oft rein evangelischen Orten bei den uten und in den Friseurgeschäften untergebracht. tömisch⸗katholischen Charakter des Unternehmens t man überall sorgfältig verschwiegen! Ja, als man dieser Tage zum zweiten Male bei den Losvertreibern

sei ja für eine atholi 5 dieerste Wertlotterie, die lische Kirche. Kirche durch ih, Pfarrer von den Kanzeln dagegen einschreiten konnte, war der halbe Kirchneubau St. Kunigundis von den

Evangelischen bezahlt.

war, um sich nach den verkauften Losen zu erkundi Vorteile, indem er bewußt die Unkenntnis seiner bürger ausnutzt, so ist der dolus geg gesetzbuch tritt in die Erscheinung, vergl. Strafg § 263: 9 7

einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu ver das Vermögen eines Anderen dadurch beschädigt, er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellu oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, fängnis bestraft u. s. w. ist w. Gegen diese Fischzüge auf evangelische Geldbeutel aber, die die Unke dersgläubiger ausnutzen, scheint geben. Hier könnten sich die 9 gesetzbuches ein Verdienst erwerben.

f 59 Wen Sdedgdger at Ein katholischer Reithsznnenmimter Zur bevorstehenden Umbildung der Nei terung meldet das Zentrum, stets ein Meister in der Aus⸗ nützung politischer Konstellationen, seine Ansprüche an 0 ionspolitik

Nachdem ihm die Preußen durch seine Koalitio die Besetzung des wichtigen S 5 Kultusministerium gelung chendes im Reich angestrebt. Ein katholischen Kulturpolitikers Dr. mania(1925, 546) betont im an der Stelle im R Schul⸗ und Bildungs für müssen die pe schaffen werden. Neben e des mit§ 146,2 zusamm⸗ 70 eine freie Entwicklung des Privat

leistet werden. Angesichts vieler Hen wendig, diesen Satz mit stärkster sprechen. sterialdirektor gefordert. Auch der Ministerposten wird unter Hinweis auf politischeriesenhafte De wähnt. henden Kabinettswechsels mit aller 9 rungen bestehen müssen, die als unabwe

den werden. 2

Fünf Millionen selbständige landwirtschaftliche Besitzer kämpfen einen schweren Kampf um ihre Existenz bei gibt es keine Ausnahme und keinen Unterschied zwi⸗ schen Großbesitz, Mittel⸗ und Kleinbesitz. sind bei allen Besitzgrößen die gleichen:

zur Vorkriegszeit verminderte Einnahmen, auf der an⸗

deren Seite steigende Ausgaben, drei⸗ bis siebenfache Steuerlast gegenüber Friedenszeit, höhere Preise für alle menschlichen und wirtschaftlichen Bedarf im Frieden. Die Lage wird wesentlich versch

e.

N 2 der Sitten dem Hinter⸗

In Ansehung der Anverdorbenheit

lande am nächsten kommt noch immer der Vogelsberg, ob es zergarde abgeben würde.

gleich eine allgemeine, leider nur zu sehr begründete Klage ist, daß gerade er durch den neulichen Krieg davon weit mehr ein⸗ gebüßt habe als jeder andere Distrikt unseres Landes. Was der Vogelsberger im Vergleich gegen den Hinterländer an Einfach⸗ heit verliert, das ersetzt er wenigstens größtenteils dadurch, daß diese Einfe it in ihm nicht mit einer gleichen Roheit gepaart ist. Denkt man sich in die Zeit vor dem Krieg zurück und ernnert zich dann so mancher Züge von Biedersinn und Gutmütigkeit, die man dort fast überall bald selbst entdeckte, ohne sie gesucht zu

haben, und bald von glaubhaften Männern erzählen hörte, so

zommt gewiß niemand diesem gutartigen Völlchen seinen vorzüg⸗

germaßen genügen sollte, den kann er aufrichtig versichern, daß er in wenigstens zwei Dritteln von Deulschland lein anderes Volk sah, welches fast von all en Seiten in dem Grad seinen Bei⸗ fall hatte. Arbeitsamkeit und Häuslichkeit ohne Habsucht und Geiz; Offenheit ohne Zudringlichkeit und fern von der sonst da⸗ mit so häufig verbundenen Plumpheit; Religiosität ohne Bigot⸗ terie und mit weniger Scheinheiligkeit, als man sie z. B. häufig gei dem Hinterländer damit verbunden sieht; das waren Haupt⸗ züge in dem schönen Gemälde, wozu ich in den meisten Bauern⸗ hütten Originale fand. Hätte die Gegend nur weniger Schnee, und hätten die dortigen Pfarreien nur weniger beschwerliche Filialen, ich wüßte einen Mann, der daselbst aus alter Vorliebe, solkte es auch ohne Gewinn an Besoldung und mit mancher an⸗ deren Aufopferung geschehen müssen, Religionslehrer sein möchte, und der wenigstens nicht zu stolz wäre, sein jetzigesEx gegen das traulichereIhr umzutauschen, welches der Höchste ist, wo⸗ mit sonst wenigstens diese schr ldlosen Bewohner ehrten. Wie

e diesen Menschen die Tugend werden, und wie emp⸗

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ges Lo in dessen Ausübung gar viele an⸗ dere Landleute jetzt sast mit Hauptstädtern auf eine höchsttraurige Art wetteifern.

Man kann es für die

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Menge und Güte hat, ansehen, daß der Vo

Dauerbalte Leute nälnt. Obwobl leine Jünglinge nich gau wohl Pefelliates. Io. wait HarabHüäkigendeg. Tuch Daß man es üend

U waren, so glaube ich doch, daß die Brigade, welcher der Vogels⸗ berg vielleicht später wieder zum Rekrutierungskanton ange⸗

dem Aufgelde bestritten werden müssen, das er alljährlich beim

sene Maschine von einigen Lißberger Drechslern nachmachen las⸗ sen, so würde sie bald im Vogelsberg verbreitet sein, der ihrer

üchternen Einwand hörte, die Lotterie

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leicht an den Solda endienst und das Exerzieren zu gewöhnen

wiesen wäre, in mehr als einer Rücksicht eine ehemalige Schwei⸗

Der Hausvater rechnet, daß die herrschaftlichen Abgaben von

Vertauschen seines Zugviehes erübrigt. Anzucht, Mastvieh, sowie der Erlös aus der Butter, die von hier in ganzen Frachten, mei⸗ stens nach Frankfurt, verfahren wird, dienen zur Bestreitung des größten Teils der übrigen Bedürfnisse. Auch der Handel mit Leinwand ist hin und wieder nicht unbeträchtlich, und die Har itter samt ihren Töchtern kann dem Spinnrad um so mehr obliegen, da die Mannspersonen gleich nach geeidigter Feld⸗

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lichen Beifall versagen. Wem des Verfassers eignes Arteil eini⸗ arbeit fast ausschließlich alle Hausgeschäfte übernehmen. Ja es

ist sogar üblich, daß diese letzteren noch einen Teil der langen, an

vielen anderen Orten unnütz verschwendeten Winterabende dem

Spinnen widmen. Kurz, das Spinnen wird hier mit dem anhaltenden Fleiß betrieben, den man in manchen Dörfern des Hinterlandes auf das Stricken verwendet. Unser würdiger Pro⸗ fessor Walther, der schon gar manches Gute im Stillen wirkte, hat sich das Modell eines Spinnrades verschrieben, welches zwei Fäden zugleicht spinnt. Möchte er diese al vortrefflich geprie⸗

vor allen Gegenden unseres Landes bedarf. Von manchem an⸗ deren Handelszweig des Vogelsbergs macht man in vielen Bü⸗ chern weit mehr Aufsehen, als er es verdient. So ist die dort ein⸗ heimische Wolle fast durchgehend schlecht, wie die verkrüppelte Nasse der Schafe sie trägt. Die Tuchwebereien ich nehme Anstand, sie Manufakturen zu nennen entsprechen bei weitem nicht der starken Auflage, mit welcher man die ins Ausland ge⸗ hende Wolle ihnen zum Besten belegt hat. Man zählt in allen

en sie für ihre Empfehlung sein, da sie noch immer

Zünften eine Menge von Meistern, denen es zwar oft an ge⸗ hörigem Geschick, aber noch öfter ganz an dem Geist fehlt, welcher Fabriken emporbringt.

Hin und wieder sah ich eine einfache und doch ziemlich sun⸗ reiche Erfindung, durch welche das Spinnen und das Wiegen eines Kindes, welch letzteres der Landman leider fast noch über⸗

all für unentbehrlich hält, so miteinander verbunden wurden,

daß 1

dieser Beschäftigungen die andere hinderte. Nach ihr lege ein mit vier starken Stricken an die Stubendecke

ist die W

die Mindererträge gegenüber der Vorkriegszeit. 5

bequem erreichen kann. benetzt, so weiß sie von Zeit zu Zeit den Augenblick für den die Bewegung der Wiege unterhaltendes Stoß daß es hier die mindeste Unterbrechung verr sieht wirklich gefährlicher aus als sie ist, gehörig achtsame Person dem doppelten Gef geringen damit verbundenen Erschütterung wegen scheint sie mir Vorzüge vor dem Wiegen auf den meistens sehr holperigen Fuß⸗ boden der Bauernhütte zu haben.

Winterunterhaltungen des Vogelsberges aus. Ehre genießen will, dieselben zu verstehen, mu

Kenntnis einer Menge von Merkmalen, die als Zeichen der guten

ständen zu dem Gebrauch fi

sche Kirche, sagte man kühn: zweite ist für eine evange⸗

Bis die evangelische Kirche durch

Verschafft sichLehmann vermögensrechtliche C

egeben und das Straf⸗

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r einem Dritten

zu verschaffen,

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wird wegen Betruges mit Ge⸗ Der Versuch ist strafbar u. s. untnis bezw. Gedankenlosigkeit An⸗ Rechtsmittel nicht zu

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Buluer in Nol. Wir stehen inmitten einer schweren Agrarkrise.

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Die Ursachen im Vergleich

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Wenn nun die rin den Faden u gewinnen, ohne Die Anstalt h nur eine sonst unterzieht. Der

Ich erwähnte oben des häufigen Tausches, der hier mit dem Zugvieh getrieben wird. Die Tauschhändel machen die Seele der Wer dabei die jedes Stück so⸗ Er muß reich sein an

gleich auf das Pfund zu taxieren wissen.

Anlagen des tierischen Zöglings gelten. Er muß überdem einen gewissen besonderen Sinn für dessen Schönheiten haben, die, aus dem Gesichtspunkte der bloßen Nutzbarkeit betrachtet, leicht über⸗ sehen werden würden.

Sollte man glauben, daß die TyranninMode ihre Herr⸗ schaft sogar bis auf die Farbe des Ochsenpaares erstrecke, welches das Ansehen eines Vogelsberges Schultheißen oder Schöffen un⸗ terstützen hilft? Wenn sie auch hier oft das Nützlichere höchst willkürlich verdrängt, so wird uns das in der Welt, in der wir leben, nicht auffallen. Es ist darum auch verzeihlich, wenn das sonst so beliebte gelbfarbige Hornvieh, welchem erfahrene Land⸗ wirte hinsichtlich der Haltung wie des Milchertrages den Vor⸗ zug einräumen, gleichwohl fast im ganzen Vogelsberg dem hoch⸗ roten weichen mußte. Jetzt, sagt man, fordert der neueste Ge⸗ schmack Einfarbigkeit, und das Paar Stiere mit weißen Köpfen und ehemals so beliebten Spiegelaugen gelte unter diesen Um⸗ den Ackerbau mehrere Taler weni⸗ ger, als es früher gegolten haben würde.

Der Vogelsberg gewinnt kaum drei Viertel seines Getreide bedarfs. Die Ursache davon liegt zwar alle s hin und wie⸗ der, z. B. in der Gegend von Herchenhain, an der Unfruchtbar⸗ keit des Klimas, zum Teil aber auch an der zu großen Menge den Wiesen, von denen vielleicht noch ein Drittel, und zwar ohne den mindesten Verlust an Fütterung, urbar gemacht werden könnte wenn man nämlich die anderen weniger der bloß wilden Natul überließe. Eine andere Haupturs n den hier ganz bog sonders starken Gemein! lch istens auß

Lauter Wielen und Weiden. Seiner Zeit werde ic davon besol