Sonnabend, den 5. Tezem PP 2
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n Nite lhaltn. So dürfte es wohl Naivpsten klar sein, welch enge. ischen der sozialistischen Parxleileitung und den
igeistigen Verbänden und der Kinchenansteilispra⸗ paganda bestehen. Das„Evang. Deutschland gibt
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einen für die Vorwärtsleute beschämenden Hinweis auf das Verhalten des Führers der evangelischen Soziol⸗ demokratie, wenn es schreibt: f
Wie sticht davon die Haltung ab, wie sie soeben wieder der englische sozialistische Arbetterführer und vormali ige Ministerpräsident RNamsay Macdonald in u geradezu herzlich gehaltenen Begrüßung⸗⸗ ö ibe en an den christlichen Weltkongreß in Stock⸗ t hat:
Wunsch, nicht nur an dieser Konferenz
Moi Wein
teilzunehmen, sondern auch gleichzeitig selbst meinen
but beizutragen an dem unsterolichen Werk, den Ruhm der Kirche als einer ungeschränkten und dauernden Macht des Friedens zu fest hätte mich nach Stockholm ge führt, wenn es men⸗ schenmöglich gewesen wäre. Große Volksmengen haben immer wieder und wieder tiefe Trauer emp⸗ finden müssen, wenn ein Bekenntnis der Treue zum christlichen Geist gefordert wurde, um die Lei⸗ denschaften und Torheiten blinder Menschen zu zügeln und in die Schranken zu weisen, und wenn an Stelle dieses Bekenntnisses ein schwächliches und entstelltes Zeugnis abgelegt wurde. Der Zu⸗ stand der heutigen Welt ruft aufs neue den christ⸗ lichen Geist nicht nur, um zu ri ichten und zu ver⸗ ö dammen, sondern um zu führen. Mährend Menschen und Nationen in Furcht 1 8 und Elend dort nach Sicherheit suchen, wo jahr⸗ hundertlange Erfahrung lehren müßte, daß keine zu finden ist, ist es die Pflicht der Kirche, diese irrenden Meuschen zusammenzuführen, ihnen Ver⸗ trauen zum inneren Licht zu schenk n und ihre schwachen Seelen so zu stützen, daß sie mit festem Vertrauen die Wege des göttlichen Geistes wan⸗ deln, die Wege der Lehre und des Lebens. 1
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Die Bessezung Michthofens.
Der im Welttriege gefallene erfolgreiche Flieger⸗ 5 Ni 17 00 ister Freiherr von Richthofen, hat am r sein e Ruhestätte in Berlin, seiner Hei⸗ 75 gefunden Der Beisetzung ging eine erhebende
rauerfeier in der Gnadenkirche in Anwe senheit des Reichs äsidenten, des Reichskanzler und des R zeichs⸗ wehrm ünisters voraus. Inmitten eines Haines von Lorbeerbäumen dicht vor dem Altar stand der schlichte braune Sarg über und über bedeckt mit kostbaren. men und geschmückt mit Helm, Degen und Ordenkisse darunter ein Blumengebinde von englischen und amer kanischen Kameraden. Zu der Feier waren mit den An⸗
t, viele hohe Offiziere der alten Armee, Ver⸗ saatlihen! und städtischen Behörden, des Po⸗ ans und zahlreichen Organisationen erschi lerparade der Reichswehr, bestehend aus mpagnie mit Musik nahm vor dem stellung. Abordnungen der Reichs⸗ 5 ners, der Kriegervereine und ande⸗
Verbände bildeten auf der en- 5 Kurz vor Beginn der J
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machten eine Heine Schwentung einzelt stehende Felsen zu.
Immer mehr f ausen de
Windes an, und meyr und meyr regre sich die tote Wuste. Der Sand hob sich vom Boden auf, erst stellenweise, dann in gon⸗
wir in fliegendem Sand und Staub
in undurchdringlichem Nebel. Tot⸗ vi bei den Klippen an. Die Pferde Aucst und wollten durchgehen. Mit größter endlich die Spannfesseln angelegt und FJelsen geborgen, uns selbst hinter den uernd. Es war höchste Zeit gewesen, denn dsturm über uns hinweg, daß man das mehr verstehen konnte. Der Staub legte sich, 0 5 im Schweiße, wie eine dicke Schmutzschicht über uns und die erde. Das Atmen tat weh, selbst wenn man ein Tuch vor das Gesicht hielt, denn Augen, Ohren, Nasenlöcher, alles war fein zugedeckt mit Staub, die Zähne knirschten bei jeder Bewegung des Mundes, dazu der brennende Durst, Dante te kaum eine größere Qual für seine Hölle erfinden können.
zen Wolken. Zuletzt waren eingehüllt, wie Schiff müde langten endlich
215 licht
* So kam der Abend. Die Sonne schien rot durch den wogenden
es aus sah, als ob ein Feuermeer über un⸗ Langsam färbte die Dämmerung alles grau und die Dämmerung versank in der rabenschwarzen
Eine furchtbare Nacht war das. Von Stunde zu Stunde ob das Sturmesheulen nicht endlich sanfter wer⸗ Mensch und Tier waren an der äußersten Grenze jpfung angelangt und doch tat keiner ein Auge zu. Mir hatten die Decken aufgerollt und die Zeltplanen aneinander geknüpft, um so einen notdürftigen Schutz gegen den rasenden Sandsturm zu haben. Wenn uns der heiße Ostwind am Tage sast verbrannt hatte, so rauschte er nun in der dichten Finsternis wie mit eiskalten chen über uns dahin. Die Tempe⸗ ratur war von Grad zu Grad gefallen, sodaß uns die Glieder rten und die Zähne schlotterten. Endlich bleichte den Horizont. Ganz allmählich legte sich der Sturm, und als der Tag voll aufgegangen war, blieb nur noch ein schwaches Säuseln von den Schrecken der Nacht übrig.
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en des toten Fliegers die in Berlin anwesende
den Seiten des Karasaltes aufstellung. ident Marschaustab in der
Der Reichspra⸗ f deln hanunisoenm und uit dem Hand verrat mit einein zahlreichen
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Gefolge von hohen Offizieren aus Heer und Maxine das Gotteshaus, von der stehenden Menge schweigend
Als der Reichspräsident Platz genommen
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e Musik und die Andächtigen sang „Ich weiß, an wen ich glaube, denn n Nach dem 0 ebet des Geist chen spiel eine ieraden“. Dann
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Als vor 400 Jah erschien, ging ein Zug der Erleuchtung durch se der Be 1 9 0 Der Bürger, Bauer und f en neu erstandenen O Quell Lebensschatz, de Lebens hüteten Bx e aus dem Elsaß und der 0 mu len, hre und deulf hes Rech Zeiten A G1
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eisten Leid ihn an seiner Sen⸗ Let von Haus und Hof per⸗ Rott, der seines Glaubens neue Heimat zu su⸗ un größten Feinde, gegen mit den Worten:„Christi
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hen, streckt dem wilden Reiter,
Gebot geht nicht nach Blut“. Dieses ermahnende Wort bringt den Reiter plöglich zur Einkehr. Alles, was er im U eifer des guten Glaubens getan, erscheint ihm nun als U ht und Frevel. Mit der Gnade der Erx⸗ leuchtung überkommt ihn auch die Reue und verzwei⸗ felt zerbricht et vor dem Madonnenbilde mit eigner Ha id sein Schwert, das er 125 he iligen Jungfrau ge
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zwar mit feiner en Mitt elbe. Wo ist heute bens? Redner en
Bund als treuen Wach⸗ Aber auch in den Par⸗
werden, daß die Gesetzgebung rieil Noms gestaltet werde.
E Milleilung der e Schrislelkung. Um unseren Mitarbeitern und Beziehern 3 5 mit unserer Woch alle Reflamati Nummer, N 4 1 enten esel ellungen auf Massenbezu ug, icht, wie seither vielfach ge . zu richten, e er Evangelischen Warte
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d kleineren Beiträge, auch Berichte aus unserer Bewegung, sowie Orts⸗ und Vereinsnachrichten bitte ich, an mich nach Staden sen) zu senden.
hamburger, Schriftleiter.
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an einer will. baber w
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die Beiträge
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ten die Gliede mußte ja bato aue?
schweigend Wasser und
es lam nicht viel auf einen Mann.
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Den r mehr als uns⸗und klopfte ihnen ermunternd auf den Hals. ritlen wir wieder. Von irgend welcher Spur war keine Red Die Wüste lag vor uns wie eine
noch die sein müssen, ste 3 unverändert vor uns, Rivier.
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eben gewalzte Fläch Sonne. Längst hätte da
gen, keine Spur von
brannten uns wie Feuer, denn Unsere
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Fußsohlen, Händ
sprühte nadelspitze Hitzstrahlen aus. Zungen klebten am Gaumen vor Durst. Da machte der Wacht⸗ meister kurzen Halt und gab uns einen Trinkbecher W isser für fünf Reiter, er selbst trank nicht. Wir aber, wir wollten mehr Wasser haben, aber er gab uns nichts mehr. Da hob ein Murren an im Gliede, erst klang es noch bittend, dann wurde der Ton drohend. Unser Wachtmeister drehte sein Pferd und sah uns der Reihe nach durchdringend an, da schwiegen wir still und folgten ihm.
Wieder versank die Sonne blutrot hinter den Dünen. Beim hereinbrechenden Abend frischte uns die Kühle ein wenig auf. Wenn möglich, sollte die ganze Nacht geritten werden, nur mußten wir den Mond abwarten. Noch ein Tag weiteren Um⸗ herirrens in der Wüste, dann würde unser Wasser aufgebraucht sein, und wir würden dem Dursttode anheimfallen. Die Wa säcke klapperten wie hohle r an die Schenkel der Pferde. Went wir nur den geringsten Anhalt gehabt hätten, wo wir uns befanden, ober die Dünen starrten uns in der fahlen Dämmerung an, wie wesenlose Gespenster, eine sah genau so aus wie die Unsere armen Tiere konnten es wahrhaftig auch nicht
machen. 8 ingen ihnen stoßend vom Atmen. Unterdessen war es stockdunkel geworden, wohl oder übel mußte abgesattelt werden. Aber Spannfesseln waren heute nicht mehr die Tiere sackten zusammen, io, wir ihnen die Sättel abnahmen, und uns ging es nicht bes⸗
jedes Sandkorn
andere. mehr lange mühsamen
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lksgemeinschaft
Warte“ bestellen und in ihren en, A n weitesten Kreisen
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stelle nech Bezirksvertreter ein. degewandte Herren, auch abgebaute 2 antie, fin den Zabei interessante Neben⸗ 0 tigung. äheres unter„Weg“ dition dieses—.—
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ic gen, wo man gerabe war. Reimer a ein 5„denn schugen, viel weniger zu sprechen. Als nach 8 e schwaches Mondlicht ein wenig Helle verbrei⸗ tete, hobe 5 wir uns lustlos und mude aus dem Sand. Von ern Jsferden aber blieben viere einfach liegen, da half weder freundliches Zureden, noch Gewalt, sie blieben liegen und fielen endlich auf die Seite.
Das hatte gerade noch gefehlt. Wir berieten hin und her was nun geschehen sollte. Da entschied unser Wachtmeister. Er ließ fünf Lose von Streichhölzern machen, zwei mit schwarzen Köpfen und drei ohne Köpfe. Dann ließ er uns ziehen, ohne uns den Zweck zu sagen, er selbst hatte sich von der Losung aus⸗ geschlossen. Von den schwarzen Köpfen blieben der eine in meiner Hand, das andere Los traf einen ganz blutjungen Kame⸗ raden. Dann gab er uns kurz und bündig seine Befehle. Wir sollten mit den beiden Pferden, die übrig geblieben waren, ver suchen, die Kompagnie zu erreichen, um Hilfe zu holen, ex selbst wollte mit den andern drei zurückbleiben und den Enisotz er⸗ warten.
Das eine war so schwer wie das andere. Wir brientiexten noch einmal nach dem geringsten Anhalt. Dann ritten wir im langsamen Schritt ab. Wir konnten uns kaum noch aufrecht halten und obendrein hatten wir den Kameraden den spärlichen Rest Wasser zurückgelassen, hoffend, daß wir das Revier wieder⸗ finden würden. Hell funkelte das Kreuz des Südens am Him⸗ mel. Das war unsere einzige Wegmarke Wir hielten einen gewissen Winkel rechts davon ab, so mußten wir irgend wieder aus der Namib herauskommen. Im übrigen trotteten die Pferde vor sich hin. Was uns beiden Reitern die Lebensgeister on⸗ fachte, war ein bißchen Plattentabak, auf dem wir lauten, so täuschten wir uns über das brennende Durstgefühl hinweg.
Endlich wurde es wieder Morgen, da merkten wir, daß un⸗ sere Pferde rascher ausschritten, ja sie setzten sich sogar ab und zu in Trab und hoben den Kopf. Da schauten auch wir schärfer
Wir hätten Hurra schreien mögen, wenn es unsere wunden en zugelassen hätten, denn vor ens lag das Revier.
Aus. Keh
Gorisetzung folgt.)


