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Anredeweiſe an. Es wurde daher Ihr bald darauf auch von Eheleuten untereinander, ſo wie zur Anrede von Frauen, Geiſtlichen, Fremden, ferner des Vaters und der Mutter von Seite der Söhne gebraucht, während die Eltern die Kinder mit dem vertraulicheren Du anredeten, das auch unter Verwandten und Freunden gegolten hat. Ebenſo wurden Untergebene von Höheren geduzt, was auch unter dem Volke bis zum ſechzehnten Jahrhundert der
Die deutſche Höflichkeitsſprache. 373
Hugen, Stadtſchreiber zu Baſel in ſeinem Werke Rhetorica und Formulare.„Der Kaiſer und Römiſch König duzen alle Geiſtlichen bis auf den Papſt. Die Herren von Oeſter⸗ reich duzen von alters her alle Geiſtlichen bis an die Kardinäle, es wären denn geborne Fürſten. Die höhere Geiſtlichkeit ihrzt ſich in ihren Schriften, ebenſo ihrzen ſich weltliche Fürſten gleichen Ranges. Edelleute duzen einander; wen ſie nicht für edel halten, den ihrzen ſie; der Geiſt⸗
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all war, in dem endlich allmälig das Ihr auch in d unteren Stände eindrang. Sonſt blieb im ſechzehnten Jahrhundert hinſichtlich des Duzens und Ihrzens durch⸗ weg der Gebrauch feſtſtehen, welcher ſich in früheren Jahrhunderten ausgebildet hatte. Ihr war noch immer die gewähltere, auszeichnendere, Du die vertrautere und für Untergebene gebrauchte Anrede.„Der Papſt ihrzt daher Niemanden als ſich ſelbſt,“ ſagt 1554 Alexander
liche duzt alle mit Ausnahme eines anderen Geiſtlichen, eines Juriſten oder Meiſters der freien Künſte und der Rathsleute, ſowie Kanzler der Fürſten. Keinem unedlen Manne, wie hoch verdient und verfreit er auch ſein mag, iſt es erlaubt, einen Edelmann zu duzen, er ſei ihm denn nahe verwandt. Der Bürgermeiſter und andere Obrigkeit kann alle Bürger, wenn ſie nicht Edelleute, Fürſten oder Gottesgelehrte ſind, duzen; Kinder ihrzen die Eltern, doch
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