Jahrgang 
1864
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Erinnerungen.

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Baud 88.

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Ein Fülſcher. Eine Kriminalgeſchichte von Emil Dietze. (Fortſetzung.)

s mochte im erſten Jahrzehent des gegenwär⸗ tigen Jahrhunderts ſein, daß zu Altdamen bei Stettin ein Paar getraut wurde, das mit allen

Ausſichten auf Glück und Wohlſtand in den Eheſtand trat. Es war der Kaufmann Fritze, den die Einnahme Stettins durch die Franzoſen

in ſeinem Geſchäft ruinirt und der ſich nun in das kleine

Städtchen zurückgezogen hatte, um dort ein neues Ge⸗ ſchäft zu begründen. Der Erfolg war bei ſeiner Intelli⸗ genz ein überaus günſtiger geweſen und die Verheira⸗ tung mit einer vermögenden Bürgerstochter verhieß ihm

eine ſorgenloſe Zukunft. Doch der Menſch denkt und

Erinnerungen. 88. Bd. 1864.

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ſuuse

Gott lenkt. Die Kämpfe, die damals ganz Deutſchland

Heft I.

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beunruhigten, blieben auch auf das junge Geſchäft nicht ohne Einwirkung; es ging mehr und mehr zurück und Krankheit in der Familie, die ſich inzwiſchen um drei Kinder vermehrte, trug ebenfalls dazu bei, das erhoffte Glück zu trüben. Die Kapitulation des Jahres 1813 befreite Stettin endlich von den Franzoſen und überall im Lande kehrten nun geordnetere Verhältniſſe zurück. Das bewog auch Fritze, mit ſeiner Habe und unter⸗ ſtützt durch den Kredit einiger Freunde noch einmal in

der pommeriſchen Hauptſtadt ſein Heil zu verſuchen.

Einige Jahre auch ging Alles vortrefflich, bis der leidige Hochmuthsteufel den Stettiner Kaufmann veranlaßte, ſeiner Heimat Valet zu ſagen und einen ihm in Berlin durch Erbſchaft zugefallenen Kramladen zu übernehmen. Doch wie wenig harmonivte die Wirklichke mit ſeinen

Vorſtellungen. Das Geſchäft nährte allerdings eine be⸗n

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