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Julius Roſen: Eine Vergnügungsreiſe.
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den Arm zu reichen, aber ſeine Gattin ließ nicht ab, es zu verlangen und ſo mußte er denn nolens volens glücklich ſein. Karl und Julie wurden dazu ge⸗ rufen und der Zug begab ſich nach, dem Induſtriepalaſte.
Rummel hatte auf dem Wege nach dem In⸗
duſtriepalaſte Gelegenheit gehabt, den Sohn des Herrn
Fuchs aviſiren zu laſſen, er möge ebenfalls dahin kommen. Der treue Hans hatte ihm dieſe Botſchaft überbracht und Eduard, ſo hieß der junge Mann, eilte auf den Flügeln der Liebe an den beſtimmten Ort.
Im Gedränge wurde es Herrn Rummel ſehr leicht möglich, ſich von der Geſellſchaft zu trennen und an dem zum Rendezvous beſtimmten Orte zu erſcheinen. Eduard war bereits da, und kaum hatte er ſeine Mutter erblickt, als er auf ſie zuſtürzte und ſie mit feu⸗ rigen Worten verſicherte, wie glücklich er ſei, ſie wieder zu ſehen.
„Auch ich freue mich darüber, lieber Sohn,“ antwortete Marie.
„O nicht dieſen Namen,“ rief er,„ich trage eine andere Liebe in mir, als die des Sohnes zu ſeiner Mutter.“
Sie bat ihn, ſich und ſie nicht unglücklich zu machen und die Briefe aus jener Zeit, wo ſie einander noch anders gegenüber ſtanden, herauszugeben. Er wollte nichts davon wiſſen.„Nur wenn ich Sie nicht mehr liebe oder todt bin,“ deklamirte er,„erhalten Sie dieſelben zurück, bis dahin ruhen ſie an meinem Herzen.“
„Iſt denn Ihr Herz ein Briefkaſten, junger Mann?“ warf Rummel unwillig hin und gab ſich alle Mühe, Eduard zur Herausgabe der Briefe zu bewegen. Dieſer aber gab nicht nach, er wollte die Briefe be⸗ halten, bis ihn der mitleidige Gram getödtet!
Man mußte ſich trennen, Eduard ging und Marie ſah ihm mit Thränen in den Augen nach, denn, ſo dachte ſie, er liebte ſie gar zu ſehr!
Eduard war nicht weit gegangen, als ihm ein liebliches Mädchen begegnete. Es war Julie, das Töchterchen Rummels, welches ihren Bräutigam und die Geſellſchaft verloren hatte und nun ängſtlich hin und her lief, um die Spur der Verlornen zu finden.
Eduard ſah ſich um und da er die hinter einem
Pfeiler ſtehende Marie nicht erblickte, ging er auf
Julien zu und erbot ſich, ſie zu ihren Freunden zu geleiten. Sie deprecirte, er aber ließ nicht ab von ihr und ſo kamen ſie denn bis an die Stelle, wo von der Säule gedeckt, Marie und Rummel ihnen zuſehen konnten, ohne ſelbſt geſehen zu werden.
„Aber mein Herr, ich danke Ihnen für Ihre Ge⸗ fälligkeit, ich bedarf ihrer nicht, ich werde mich ſchon allein zurecht finden,“ ſprach das Mädchen.
„Das werden Sie nicht,“ entgegnete Eduard. „auch iſt es auffallend, ein ſo hübſches Mädchen allein herumgehen zu ſehen. Laſſen Sie mich gewähren⸗ und wenn ich Sie zu den Ihren gebracht, geben Sie mir als Belohnung einen Kuß!“
„Abſcheulich,“ murmelten Marie und Rum⸗ mel, verhielten ſich aber ſtill.
„Was fällt Ihnen bei,“ entgegnete Julie,„ich
werde Sie küſſen. Ich kenne Sie ja gar nicht und küſſe nur den, den ich liebe.“
„Können Sie mich denn nicht lieben?“ fragte Eduard und wollte mit ihrer Taille in Berührung kommen. IJulie aber ſchien keine Luſt zu haben, ſich ſo mir nichts Dir nichts, umarmen zu laſſen, und ſchlug ihn derb auf die Hand.
„Laſſen Sie mich in Ruhe,“ rief ſie ihm zu,„oder ich werde die Vorübergehenden um Schutz anſprechen.“
„Sie wollen, daß ich Sie mit Gewalt küſſe, Sie eigenſinnige Kleine,“ antwortete er und wollte ſein Attentat wiederholen, da jedoch traten Marie und Rummel hervor und er glaubte in die Erde ſinken zu müſſen, als Marie parodirend deklamirte:„Der mitleidige Gram wird mich tödten!“
„Ma— Gnädige Frau.“ ſtotterte er,„ich— ich— ich empfehle mich!“ und fort war er im Gewühle der Menſchen.
„Folgen Sie ihm, mein Herr,“ flüſterte Marie, „und verlangen Sie meine Briefe zurück, nun muß er ſie Ihnen geben, denn er liebt mich nicht mehr. Ich erwarte Sie hier.“
Inzwiſchen hatte Karl ſeine Julie aufgefunden und bald geſellten ſich Fuchs und Lukretia zu ihnen.
Trotz aller Entſchlüſſe konnten die beiden Letztern ihre Eiferſucht nicht gänzlich unterdrücken und erkundigten ſich demnach augenhlicklich nach ihren Ehehälften.
„Ich habe ſie gerade verlaſſen,“ entgegnete Julie, und die ganze Geſellſchaft machte ſich auf, ſie zu ſuchen.
Sie bekamen ſie gerade zu Geſicht, als Kummel, welcher endlich die verhängnißvollen Briefe erhalten und ſich vorgenommen hatte, ſie gehörig auszubeuten, mit Marien unterhandelte.
„Machen Sie keinen Scherz, Herr Rummel, geben Sie mir's heraus,“ ſagte ſie.
„Nicht doch,“ entgegnete er,„das behalte ich zum Andenken an dieſe ſchöne Stunde.“
„Das dürfen Sie nicht, mein Herr, das iſt wider die Abrede,“ antwortete ſie.
„Da gilt keine Abrede, ſchöne Frau,“ ſprach er, „und nur wenn Sie mir ein Dutzend Küſſe geben, will ich“—
Das war der ſanften Lukretia zu viel.„Was willſt Du?“ donnerte ſie und ſtürzte hervor,„habe ich Dich ertappt, Elender!“
„Aber Gattin!“ ſtotterte er.
„Was verweigert Dir denn der graue Verführer?“ fragte Fuchs ſeine Frau.
„Es war ein Spaß,“ entgegnete dieſe,„es war nichts.“
„Nichts?“ rief Lukretia. Ich will dieſes Nichts ſehen.“
„Aber Gattin, Mutter,“ ſtotterte Rummel.
„Sie vergeſſen den Plan, Tante,“ flüſterte Karl.
„Ich traue Niemand mehr,“ entgegnete dieſe.„Die Sache kömmt mir verdächtig vor. Heraus damit, oder ich durchſuche Deine Taſchen.“
Rummel wußte nicht ein noch aus. In dieſer


