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Umſonſt verſuchten Neffe und Tochter die Mutter zu beſänftigen.
„Der Drache bin ich,“ rief ſie ein über das andere Mal aus und machte Miene, ihrem Gatten zu folgen.
Nur mit Mühe konnten die beiden ſie zurückhalten und ihr begreiflich machen, daß ſie doch zuerſt die Reiſekleider ablegen und Toilette machen müſſe, ehe ſie ihren Gatten in der Stadt aufſuchen könne.
„Ihr habt Recht,“ ſprach ſie endlich,„kommt und kleiden wir uns zur Exekution um. Wehe Dir, Gatte, ich kann auch fürchterlich ſein!“—
3. Kapitel. Herr Rummel weiß nicht, woran er iſt.
Die ſanfte Lukretia war in einen äußerſt wenig gelinden Zorn gerathen, ſo daß bei dem nächſten Zu⸗ ſammentreffen mit dem Gatten nicht nur eine ſehr hef⸗ tige Scene, ſondern ein ganzer Akt u. z. ein ſehr gewalt⸗ ſamer Akt vorauszuſehen war. Dies ging Julien, der Tochter Rummels, nahe und ſie bat ihren Geliebten, ein Mittel auszuſinnen, wodurch ſich dieſes Gewitter gefahrlos über den Häuptern der Betheiligten vorüber⸗ führen ließe. Auch Hans, der treue Knappe, war in's Gebet genommen worden und hatte gebeichtet, ſo daß die Liebenden vermuthen konnten, mit der Liebe des Vaters, reſpektive Onkels, habe es von Seiten der armen Frau Fuchs keine Gefahr. Karl hatte zwar Freude, wenn ſein liebenswürdiger Schwiegerpapa in spe ein wenig zappelte und vor Verlegenheit nicht ein und aus wußte, aber er opferte ſein Vergnügen der Pflicht, ver⸗ ſprach ſeiner Braut zu gehorchen und machte Anſtalten zur Rettung Rummels.
Als er die ſanfte Lukretia, welche ihre Toilette beendet hatte, daherſauſen hörte, hub er an:„Du haſt Unrecht, liebe Julie, Dein Vater iſt ein guter Ehe⸗ mann und nur der Schein iſt gegen ihn.“
Lukretia ſtutzte und blieb lauſchend in der Thüre ſtehen.
Karl fuhr fort:„SIch ſelbſt habe die ganze Unterredung mit angehört, und kann demnach beur⸗ theilen—“
„Was haſt Du gehört? heraus damit,“ donnerte die Rummelſſche Ehehälfe, auf Karl, wie ein Adler auf ſeine Beute ſtürzend.
Dieſer ſtellte ſich verlegen, wollte nichts wiſſen, bat, ihn mit Zumuthungen des Verrathes u. ſ. w. zu verſchonen, ſo daß Lukretia ihm mit ihrem ſchwieger⸗ mütterlichen Zorne drohen mußte, um ihn zu bewegen, ihr, jedoch nur unter vier Augen, ein Geheimniß an⸗ zuvertrauen.
Julie wurde fortgeſchickt und Lukretia be⸗ gann:„Nun ſprich Was war das für eine Unterredung?“
„Zwiſchen Onkel Rummel und Frau Fuchs,“
antwortete Karl.
„Alſo doch,“ ſchnaubte ſie. einen Drachen genannt?“
„Sie irren ſich, Tante,“ entgegnete er,„der Drache
Erinnerungen. 88. Bd. 1864.
„Da hat er mich
Julius Roſen: Eine Vergnügungsreiſe. 369
war gewiß nicht dabei. Meine Gattin, ſo ſprach der Onkel, iſt eine gute, brave, liebenswürdige Frau, ein wahrer Engel—“
„Neffe, Du lügſt!“ ſprang ihm Lukretia in's Wort.
„Ich ſchwöre, Tante,“ entgegnete dieſer,„gewiß, er nannte Sie in Ihrer Abweſenheil einen Engel, der keinen Fehler habe, als eine entſetzliche Eiferſucht. Sie verbittert, ſo ſagte er, mir und was die Hauptſache iſt, ſie verbittert ſich das Leben und ich fürchte, die ewige Aufregung wird ihr ſchaden.“
„Weiter, weiter,“ drängte Lukretia.
„Nun wurde der Plan berathen,“ fuhr Karl fort.„Der Onkel will ſeiner Liebe zu Ihnen Gewalt anthun, will ſich überwinden und der Frau Fuchs der Hof machen.“
„Er hat ſehr viel Ueberwindung, der gute Rum⸗ mel,“ zähneknirſchte die Alte.
„Man will es ſo einrichten,“ ſprach Karl weiter, „daß Sie Zeugin einer Zuſammenkunft werden, wobei der Onkel zärtlich werden ſoll.“
„Dann werde ich hinſtürzen,“ rief Lukretia, „und—“
„Blamirt ſein,“ ſetzte Karl hinzu,„denn dann werden Sie ſich überzeugen, daß man Sie zum Beſten gehabt hat, werden ſich ſchämen und Ihre Eiferſucht aufgeben.“
„Da ſollte ich alſo nicht ſtürzen,“ ſprach nach⸗ denkend die Alte.„Wenn Ihr mich nur nicht belügt.“
„Aber ich verſichere Sie, Tante—“
„Und was ſagt Herr Fuchs dazu?“ fragte Lukretia.
„Der iſt ja einverſtanden.“
„Und der Flegel, der Wühler mit ſeinem Drachen?“
„Iſt mit im Komplott.“
Die Alte bequemte ſich nach und nach an den Plan zu glauben. Darüber wurde ſie ausnehmend luſtig und freute ſich, den Verſchwornen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Karl jubelte über die Leichtgläubigkeit Lukretia's, denn er konnte hoffen, ſeinem Onkel und auch der jungen Frau viele Unan⸗ nehmlichkeiten erſpart zu haben.
„Na wartet, ich werde Euch lehren, mit mir Ko⸗ mödie zu ſpielen,“ ſprach lachend die Alte und wendete ſich zum Fortgehen, da kam der unglückſelige Wühler aus ſeinem Zimmer und über ihn entlud ſich die erſte Heiterkeitsſalve der Frau Lukretia.
Kar l hielt ſich für verloren.
„Hören Sie, Sie unbekannter Bekannter,“ ſprach ſie zu Wühler,„ich habe Ihnen alſo Unrecht gethan?“
„Sie wünſchen?“ fragte Wühler.
„Hätte ich gewußt, wie die Sachen ſtehen„* fuhr ſie fort, wäre ich weniger grob mit Ihnen geweſen, Sie armer Teufel! Aber das hat man davon, wenn man bei allen Komplotten dabei iſt.“
Wühler wurde verlegen.„Sie wiſſen?“ ſtam⸗ melte er—
„Alles weiß ich,“ lachte Lukretia,„will jedoch
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