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Julius Roſen: Eine Vergnügungsreiſe. 367
Zimmer und unterſtehe Dich nicht herauszukommen. Ich habe einen wichtigen Gang.“
„Suchſt Du vielleicht Deinen Sohn auf?“ fragte die Frau.—
„Fragſt Du nach dem?“ fing er abermals zu zan⸗ ken an.„Mir kommt es vor, als ob es Dir gar nicht unangenehm wäre, daß Eduard Dein Sohn iſt. Du beſchäftigſt Dich ja ſehr viel mit ihm und ſehnſt Dich darnach, Deine mütterlichen Pflichten zu erfüllen. Aber dazu ſoll es nicht kommen. Es war ſein Wille, uns zu verlaſſen, mit meinem Willen ſoll er nicht wieder zurück⸗ kehren.“
„Was haſt Du gegen den armen jungen Mann?“ fragte, die Unbefangene ſpielend, die junge Frau.
„Was ich gegen ihn habe? Er iſt mir zu jung. Wenn er älter wäre wie ich, könnte er ohne Anſtand mein Sohn ſein.“
Unwillig kehrte ihm die junge Frau den Rücken zu und ging auf ihr Zimmer. Brummend entfernte er ſich und verließ das Hötel.
2. Kapitel. Herrn Rummel geht nicht Alles nach Wunſch.
Kaum hatte Fuchs das Haus verlaſſen, als Rum⸗ mel, von Hans geleitet, ſein Zimmer verließ und an Mariens Chür klopfte.
„Machen Sie auf, gnädige Frau,“ bat er flehentlich.
„Ich darf nicht,“ rief ſie von innen,„ich habe meinem Gatten verſprochen, das Zimmer nicht zu ver⸗ laſſen.“
„Das müſſen Sie auch nicht,“ flötete unſer Ide⸗ aliſt.„Oeffnen Sie nur und reichen Sie mir die Hand zum Kuſſe. Ich will Ihren Stiefſohn aufſuchen, will kühn ſein und dazu brauche ich Stärkung.“
Um ihn zum ſchnelleren Fortgehen zu bewegen, öffnete ſie die Thür und reichte ihm ihre Hand. Er er⸗ faßte ſie mit fabrikantiſcher Gluth, ließ ſich auf ein Knie nieder und rief entzückt:„O Königin, das Leben iſt doch ſchön!“—.
„Bravo, Onkel!“ ſcholl es plötzlich hinter ihm, die Thüre wurde zugeſchlagen und mit zerquetſchtem Finger ſprang Rummel⸗Poſa auf ſeine Beine empor.
„Unſer Neffe,“ jammerte Hans im Hintergrunde, „der Reſpekt iſt pfutſch!“
„Was haben Sie da für einen hübſchen Arm ge⸗ küßt und dabei auf den Knien gelegen?“ fragte ſpöt⸗ tiſch Neffe Karl.
Rummel konnte noch immer ſeine Sprache nicht finden, den gequetſchten Finger im Munde hal⸗ tend, ſtotterte er:„Ich— ich—“
Hans beſchloß ſeinen Herrn aus der Verlegen⸗ heit zu retten.„Drinnen wohnt ein Gypsfigurenhänd⸗ ler,“ erklärte er,„der hat eine Venus zur Ausſtellung gebracht, die hat er uns theilweiſe gezeigt und da iſt der gnädige Herr ſo begeiſtert davon. Sehen Sie nur, die Begeiſterung iſt ihm in die Finger gefahren.“ Rummel hatte endlich ſeine Verlegenheit be⸗
meiſtert und rief nun, einen heftigen Zorn affektirend: „Warum gibſt Du dem kecken Frager Auskunft?“ Und ſeinen Neffen fuhr er an:„Waſt haſt Du zu fragen und was willſt Du überhaupt hier? Habe ich Dir nicht ver⸗ boten nachzukommen? haſt Du nicht die heiligſte Pflicht, während meiner Abweſenheit dem Geſchäfte vorzuſtehen? Warum biſt Du pudelflüchtig geworden?“
„Lieber Onkel,“ ſtotterte Karl, hielt jedoch mit Mühe das Lachen zurück.
„Ich entonkle Dich,“ rief der erboßte Tuchmacher, „Du haſt die Treue gebrochen.“—
„Das haben ja Sie gethan,“ fiel ihm Karl in's Wort und machte ihn dadurch nur um ſo gereizter, ſo zwar, das Rumme l erklärte, ihm ſeine Tochter unter keiner Bedingung zur Frau geben zu wollen.
„Ereifern Sie ſich nicht, Onkel,“ entgegnete Karl, „ich bin ja über Auftrag hier. Die Tante ſchickte mich nach London, ſie ſcheint Ihnen nicht zu trauen und ſo viel ich geſehen habe, hat ſie recht.“
Dieſe Eröffnung kühlte unſer RKummelchen ein wenig ab. Er verlegte ſich auf das Streiten.„Was haſt Du denn geſehen,“ fragte er„wie viel haſt Du denn geſehen?“ 8
„Vorläufig nur den Arm,“ entgegnete Karl,„aber ich will ſchon mehr ſehen.“ Er ging auf Mariens Thüre zu, pochte daran und rief:„Ich bitte herauszu⸗ kommen, ich möchte den Körper ſehen, zu welchem der Arm paßt.“
Das war Rummel zu viel, der Kavalier ſiegte über den Ehemann, er ſchnaubte vor Zorn.„Menſch, Du wirſt unverſchämt!“ rief er Karl zu.
Aber Karl blieb feſt.„Ich muß auf meiner For⸗ derung beſtehen, damit der Onkel ſieht, wie gewiſſen⸗ haft ich meine Pflicht erfülle. Kommen Sie heraus, Frau oder Fräulein, ſonſt mache ich Lärm und frage im Hauſe herum, wer da drinnen wohnt.“
„Unverſchämter,“ ſchrie Rummel,„ich vergreife mich an Dir.“
„Sie haben ſich ſchon vergriffen, Onkel,“ antwor⸗ tete Karl lachend.
Was blieb Marie übrig. Wollte ſie keinen Skan⸗ dal erleben, mußte ſie aus ihrem Zimmer herauskommen, was ſie denn auch ſogleich that.„Hier bin ich, mein Herr,“ ſprach ſie zitternd,„was wollen Sie von mir?“
Mit einer galanten Verbeugung antwortete der junge Mann:„Ich wollte die junge Dame nur ſehen, welche meine Tante um ihres Gatten Liebe gebracht hat.“
„Ich verſichere Sie, mein Herr, ich bin unſchul⸗ dig,“ ſtammelte ſie,„und wenn mein Gatte—“
„Sie haben auch einen Gatten?“ fiel ihr Karl in's Wort,„o das kommt ja immer beſſer.“
Marie weinte, Rummel aber konnte ſich nicht mehr halten. Einem wilden Thiere gleich war er im Zimmer auf und ab gelaufen, blieb ſchäumend und zähne⸗ knirſchend vor Karl ſtehen und rief:„Ihre Unver⸗ ſchämtheit geht zu weit. Sie haben alle verwandtſchaft⸗ lichen Bande, welche mich an Sie knüpften, zerriſſen. Sie werden mir mit den Waffen in der Hand Genug⸗ thuung geben und das ſogleich! Kommen Sie!“ Zu


