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Erfahrung gebracht, daß Herr Fuchs, ſo hieß der Gatte der rummeliſchen Flamme, ſein junges Weibchen nach
gens in die weite Welt, ſeinem Vater Philipp die Beute überlaſſend. Er ſchien von dem Liebeshandel ſeines Sohnes nichts zu wiſſen, und blieb blind, wenn auch die ganze Nachbarſchaft geſehen hatte. In dieſes Opfer ſchadhafter Finanzen verliebte ſich nun Herr Rummel, ohne daß es ihm gelungen wäre, ſeiner Flamme ſeine brennende Liebe zu geſtehen. Aber Hinderniſſe haben noch niemals einen recht Verliebten von ſeiner Liebe geheilt, ſo auch nicht unſern Rummel. Er hatte in
London zur Ausſtellung führen werde, und baute da⸗ rauf einen teufliſchen Verführungsplan. Daß er eben⸗ falls nach London müſſe, ſtand feſt. Er meldete Tuch⸗ waaren zur Ausſtellung an und erhielt nach vielen Bit⸗ ten und wiederholten Verſicherungen ſeiner Treue die Erlaubniß, der Ausſtellung ſelbſt beiwohnen zu dürfen. Seine Freude über dieſe Erlaubniß ließ ihn das Auf⸗ fallende des kaum gehofften Erfolges ſeiner Bitten über⸗ ſehen und er traf, ſchwelgend im Vorgenuſſe kommender Glückſeligkeit, die Anſtalten zur Abreiſe.
Herr Rummel hatte einen Neffen, einen tüch· tigen Geſchäftsmann, der zunächſt das ganze Geſchäft leitete und unſerem Helden um ſo lieber war, als er auf keinen beſtimmten Gehalt Anſpruch machte. Solche Verwandtſchaft iſt immer erwünſcht und es wurde denn auch Karl Lang, ſo hieß der Neffe, wie ein Kind des Hauſes behandelt. So behandelte ihn aber nicht nur der Onkel, ſondern auch das 17jährige Couſinchen, und das ſchien dem jungen Manne gar nicht unangenehm zu ſein. Papa Rummel nahm Abſchied. Wir wollen den Leſer mit der unendlichen Reihe Ermahnungen und guter Lehren verſchonen, welche er von ſeiner theuren Chehälfte erhielt, wir wollen ſo wie er, ihre oft wieder⸗ holte Phraſe: handle immer ſo, als ob ich dabei wäre, vergeſſen und erwähnen nur, daß der Neffe beim Ab⸗ ſchiede mit ſeiner Neigung, Sohn des Hauſes zu werden, herausrückte und von dem überſeligen Rummel die Hoffnung entgegennahm, nach deſſen Rückkehr ſeine Wünſche gekrönt zu ſehen. Ein vieljähriger Diener, Hans Kluge genannt, begleitete ſeinen Herrn nach London mit dem feſten Vorſatze, die ihm von ſeiner Herrin auferlegte Pflicht, ihren Gatten zu überwachen und ihr über ſein Betragen zu referiren, nicht zu erfüllen.
Die Reiſe ging über Paris und Calais, wo er Herrn Fuchs und deſſen reizendes Weibchen anzutreffen hoffte. Dieſe waren aber ſchon fort und ſo fuhr den Rummel nach London und ſtieg im deutſchen Höôtel ab, vorausſetzend, ſeine Geliebte daſelbſt anzutreffen. Wie ſollte er aber erfahren, ob ſie da ſei, und wie ſollte er ſich ihr nähern? Fragen durfte er nicht, der Gatte hätte Argwohn ſchöpfen können, im Fremdenbuch fand er keine Auskunft, denn die Londoner Polizei ſchien nicht viel Gewicht auf die Fremdenbücher zu legen. Stunden⸗ lang ſtand er demnach im Vorſaale und wartete ver⸗ gebens. Seinem treuen Diener ging dieſer troſtloſe Zu⸗ ſtand ſeines Herrn nahe. Er näherte ſich dieſem, hielt ihm die biedere Rechte hin und ſprach:„Vertrauen Sie mir, Herr Rummel!“
Julius Roſen: Eine Vergnügungsreiſe. 365
„Du biſt ein dummer Kerl,“ fuhr ihn dieſer an.
„Eben deshalb vertrauen Sie mir,“ fuhr dieſer, durchaus nicht aus der Faſſung gebracht, fort.„Ich will Ihnen das Geſtändniß erleichtern. Sie ſind gewiß nicht Ihrer Frau wegen nach London gegangen.“
„Du irrſt,“ antwortete Rummel.„Gerade mei⸗ ner Frau wegen bin ich da. Wie wäre ich ſie denn los geworden?“
Hans lächelte obligat über dieſen dienſtherrlichen Witz und der erheiterte Kummel ſprach weiter:„Wie erfahre ich nun, Hans, ob und wo Frau Fuchs ab⸗ geſtiegen iſt?“
„Aha,“ lachte Hans,„alſo dieſe iſt es! Bravo, Herr Rummel, Ihr Geſchmack iſt veredelt, wie ich merke, und wäre ich nicht Kluge, ich möchte Rummel ſein!“
„Laß das Reden, alter Narr, damit iſt mir nicht geholfen.“
Nur Geduld, ich werde ſchon helfen“ entgeg nete Hans, pollte ein Fauteuil in die Mitte des Salons und forderte ſeinen Herrn auf, Platz zu nehmen.
„Was haſt Du vor?“ fragte dieſer, ſich nieder⸗ laſſend.
„Das werden Sie gleich erfahren,“ entgegnete dieſer, fing an im Zimmer herumzulaufen und ſchrie: „Hilfe, Hilfe, er ſtirbt, er iſt verloren!“
„Biſt Du des Teufels? rief aufſpringend Rum⸗ mel.
Hans drückte ihn wieder in's Fauteuil und rief nun noch lauter, ſo daß die Paſſagiere aus ihren Zim⸗ mern herauskamen, um den Grund dieſes Jammers zu erfahren. Unter dieſen befanden ſich nun nachſtehende, für uns wichtige Perſonen: Herr Fuchs und ſeine Frau, welche letztere theilnehmend auf Rummel zuſtürzte und ängſtlich fragte, was es gebe. Ferner befand ſich auch darunter ein kleiner unterſetzter, übel ausſehender Herr, deſſen Geſicht nur ſtellenweiſe aus einem rieſigen Vollbart herausguckte und der Wühler hieß. Seine Beſchäftigung wollen wir ſpäter kennen lernen.
„Was gibt es hier?“ fragten die Paſſagiere?“
„Einen Hausherrn mit ſchwachen Nerven,“ entgeg⸗ nete Hans.„Der Zins muß ihm zu Kopfe geſtiegen ſein, denn plötzlich iſt er umgefallen und rührt ſich nicht. Helfen Sie, meine Herrſchaften.“
Der Kellner entfernte ſich, um einen Arzt zu holen.
Marie war, die Situation ſchnell überſehend, auf ihr Zimmer zurückgeeilt, kehrte, einen Flacon in der Hand haltend, wieder und hielt ihn dem ſcheinbaren Patienten unter die Naſe.„Hier iſt etwas Geiſtiges,“ ſagte ſie.
„Wenn es ein guter Geiſt iſt, wird ihm ſchon beſſer,“ entgegnete Hans.
„Es iſt von meinem,“ ſagte der Kaufmann.„Ich habe immer Vorrath.“
„Das merkt man,“ erwiederte mit einem höchſt zweideutigen Seitenblicke der Diener.„Richtig, es wird ihm ſchon beſſer,“ fuhr er fort,„er ſchlägt ein Auge auf.“


