—
Vie iſt abrüder derblu. Pforte, ei Roß⸗ — Die Jeder⸗ ſt. Die ſelbſt pagner, die Ro. Volk) beinahe Völker, tlands. erlands⸗ nz Eu. Staats⸗ Sklave, haben, jezige zut und er auch ilen ſich dt ihrer en!— he mit h ſolche a Ende üſſen ja verden? Schlacht⸗ nan vor kommt en ſind hhn auf och we⸗ iſraeli⸗ er ſelten m Ende rcellenz oturier genübet emalige oldenen Goldes ger und uch das gte.— Eiſen⸗ chüttelte therab⸗ tbeiden
chejenet ohne ſo otiniten. Neuſeit gektunte
Politiſche Ueberſicht. 363
Häupter beſtimmt und in Ausübung gebracht. Man! Miniſterium nur zur Umkehr, nicht aber zur Reſignation
ſpricht aber nicht gerne davon. Mit dem Hängen kann man doch nicht ſo in der Quantität manipuliren. Soll⸗ ten aber, wie es heißt, die Dampf⸗Guillotinen einmal in Aufnahme kommen, worauf bereits viele Leute ſich freuen und ihre ſchönſten Hoffnungen darauf gründen, — unter Andern Arnold Ruge— ſo iſt es gar nicht zu ermeſſen, welche Reſultate man damit wird erlangen, und den armen patriarchaliſchen gemüthlichen Galgen in Schatten ſetzen können.
Es iſt auch ſehr zu beſorgen, daß die jetzigen Galgenvögel, d. h. die, welche nicht eingefangen ſind, ſondern in großer Anzahl herumfliegen, mit der Zeit die Guillotine als Antwort auf den Galgen werden figuriren laſſen.— Uebrigens können Eure Excellenzen froh ſein, damals ſo anſtändig und ſo zu ſagen mit allen honores expedirt worden zu ſein. Jetzt würde man nicht ſo viel Federleſens machen. Von entkleidenden Pagen, ſchwarz beſchlagenem Richtblock, wartenden Karoſſen zum Abholen des Leichnams ꝛc. keine Idee! — Man würdo, ungezogener Naſeweis, ſchnaubte mich Zrinyi an,— doch für Männer unſeres Standes und Ranges die gebührenden Formen nicht außer Acht laſſen?— Nicht mehr, als für den König von Frank⸗
reich und ſeine Gemalin, letztere,— die Kaiſers⸗
tochter,— wurde ſogar auf elendem Karren von dem höflichſten und galanteſten Volke Europa’'s zum Richtplatze geführt!— Höre, brummte Zrinyi, eure Galgenzeit gefällt mir nicht,— noch weniger die kom⸗ mende mit den verſprochenen Dampf⸗Guillotinen, ohne Vaterland mit den dreierlei Menſchengattungen, nach dem Zuſtande und Abweſenheit ihrer Röcke. Unſer Vaterland iſt todt, unſer Stand vernichtet, unſere Ge⸗ fühle ein Spott geworden. Herr Bruder,— laßt uns wieder in unſere dunkle Klauſe ſteigen.— Tattenbach, Nadasdy, gehabt Euch wohl! Vielleicht ſehen wir uns nach dem Dunkel in der Helle dort wieder, wo das Gefaſel dieſes einfältigen Pinſels vergeſſen iſt, und Galgen und Gulllotine verſchollene Werkzeuge menſch⸗ lichen Aberwitzes ſind! Aber heroben bleib ich auf keinen Fall länger! Zudem weht ſchon der Morgenwind, nach Hauſe, nach Hauſe, nach Hauſe! ſie ſchüttelten ſich die Hände——„Bitte um die Fahrkarte,“ ſchnarrte der Kondukteur, und öffnete den Schlag, daß der kalte Morgenwind mir in das Geſicht ſchlug. Ich erwachte am Bahnhofe bei Wien, rieb mir die Augen und konnte lange den durchträumten Spuk nicht los werden. (Europa.)
Politiſche Ueberſicht.
rag am 10. December. 4—
Weil der Sturm vorbei, und das ewige Gleichmaß der Tage und die frühere Witterung wieder eingetre⸗ ien iſt, fängt man an, die Bedeutung der Adreßdebatte ſchmälern oder gar läugnen zu wollen. Merkwürdiger Weiſe begegnen ſich faſt ſämmtliche Parteien in dieſem Negationswerke, und alle kommen darin überein, daß ſchon deßhalb der innere Kern der Sache kein gar ſo ernſter ge⸗ weſen ſein könne, weil doch alle Oppoſitionsredner das
1
9
aufgefordert hätten, weil ſie doch alle das Miniſterium nur drängten, einen andern Weg zu betreten, nicht aber ein für allemal die Bahn zu verlaſſen. Am ſeltſamſten geberdet ſich bei der Beurtheilung der Adreßdebatte die officiöſe Journaliſtik, nirgends aber erſcheint der Ernſt und die Bedeutung der Sache ſchärfer und heller, als eben in ihrem Bemühen, den oppoſitionellen Charakter der De batte auf ein möglichſt geringes Maß zurückzuführen. Be⸗ ſonders iſt es der„Botſchafter“, der ſich dieſer Aufgabe hingibt, indem er, wie er ſagt,„der genetiſchen Erklärung der oppoſitionellen Adreßdebatte nachforſcht“: Die Mint⸗ ſteriellen hätten bei dem Zuſammentritt des Reichsraths die Majorität gebildet, der von dieſer Majorität gewählte Adreßausſchuß habe„aus Selbſtverläugnung“ den Geg nern zu viel Stimmen und zu viel Einfluß gewährt. Zu dem habe die miniſterielle Majorität zu wenige von ihren Kapacitäten in den Ausſchuß gewählt, während ſie„juſt die Kapicitäten der Gegner“ wählen geholfen hatte. Die Adreſſe wäre ſodann durch ein Kompromiß entſtanden und konnte der Regierung, die ein freimüthiges Wort ertrage, nicht unangenehm ſein, denn es ſei Aufgabe der Volksvertretung, der Regierung gegenüber ſich mahnend, wünſchend und drängend zu verhalten.
Bei der Debatte nun ſchwieg die Centrumspartei, vo tirte ſie doch nur die Adreſſe und nicht die oppoſitionel len Reden. So wurde eben nur die oppoſitionelle Seite der Adreſſe flammend beleuchtet, denn das Centrum hätte
den Fehler begangen, zu ſchweigen— freilich ein ſehr
böſer Umſtand, da er zugleich em ſehr beredter iſt. Der „Botſchafter“ zieht nun aus All' dem folgende Lehre— eine Lehre, welche zeigt, wie groß die Bedeutung, die man von miniſterieller Seite der oppoſitionellen Adreßdebatte beilegt—:„Nicht blos Beſchlüſſe,“ ſagt der„Botſchafter“, „haben Geltung, auch Reden; will man die erſteren nicht mit einem ihnen fremden Inhalt erfüllen laſſen, ſo muß man ſelbſt bereit ſein, den ihnen eigenen Geiſt auch ora toriſch darzulegen.“
Die Adreſſe hat alſo— wie wir erfahren— einen anderen Geiſt, als die Adreßdebatte; ferner die Oppoſi⸗ tion war in der Minorität, aber ſie hat geſiegt, das Cen⸗ trum wußte nichts gegen dieſelbe zu ſagen und ſchwieg — ein ſprechendes Schweigen, auch wenn die Auffaſſung des„Botſch.“ die richtige wäre, ein bedeutſames Schwei⸗ gen, auch wenn der Spruch:„Qui tacet, consentire vi- detur“ nicht unter allen Umſtänden angewendet werden könnte.
Uns aber erſcheint die Oppoſition und ihr Verhalten als den Umſtänden ganz angemeſſen. Sie hat kein Pro gramm, ſie hat, wie der„Btſchftr.“ richtig bemerkt,„Zzu mahnen, zu wünſchen, zu drängen,“ und das hat ſie red lich gethan, ja noch mehr, ſie hat auch die Umriſſe eines politiſchen Programms gezeichnet, welchem ſie die Worte: „Umkehr und Selbſterkenntniß“ zur Loſung gab. Jetzt iſt man z. B. den Ungarn gegenüber nicht einmal auf dem Wege zu einem Programm, die Oppoſition ſagte: Beruft die Landtage jenſeits der Leitha, laßt uns gegenſeitig verhandeln, damit wird wenigſtens die Baſis des Aus gleichs gewonnen. Es iſt das ein Kennzeichen einer guten Oppoſition, daß ſie mit ihren Tendenzen auf allen Sei ten theilweiſe Anerkennung erwerben muß. So hat die Oppoſition des Abgeordnetenhauſes bei den Politikern des Auslandes, wie bei den heimiſchen Finanzmännern, bei den Dualiſten, wie bei den ſogenannten Centraliſten Würdigung und Beachtung gefunden, dabei hat ſie bei aller oppoſitionellen Schärfe in der Sache immer doch Vertrauen in das Miniſterium Schmerling geäußert, das ſie nur zur Umkehr mahnte. Weiß ſie doch, daß ihre Zeit noch nicht gekommen iſt, weiß ſie doch, daß jetzt nach Schmerling nur Thun, Belcredi und Clam⸗Martinitz kom⸗ men würden— ein neues Saumſal in der Geſchichte Oeſterreichs, eine neue Periodé der Experimente, die nach vielem und nutzloſem Aufwande an Zeit und Mitteln doch überwunden werden müßte.
46*


