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Julius Roſen:„Schleswig⸗Holſtein meerumſchlungen.“ 3⁵9
Elſens Muth und heroiſche That fanden die gebüh⸗ rende Würdigung und ſie wurde die Hauptperſon des Feſtes.
Als der erſte Jubel vorüber war, erhob ſich der alte Graf und nahm das Wort.„Meine lieben Kinder,“ ſprach er,„alle, wie ihr da verſammelt ſeid, hat das Schickſal mit meinem Leben in den innigſten Zuſammen⸗ hang gebracht. Fortan wollen wir auch beiſammen blei⸗ ben, und uns nicht mehr trennen. Laſſet mich die weni⸗ gen Tage, welche mir das Schickſal noch gönnen wird, in Euerer Mitte verleben, ich habe keinen an dern Wunſch. Mein Schwiegerſohn iſt der Erbe meiner Güter und meines Vermögens, ich trete ihm Alles noch in dieſer Stunde ab, ſeine Jugend möge ſorgen und wirthſchaf⸗ ten, mein Alter berechtigt mich zum ruhigen Genuſſe. Sie, mein guter Berger, mache ich in der letzten Stunde meiner Regierung zu meinem Schloßverwalter, an der Seite ihrer Gattin werden Sie ſehr bald alle Ihre Ver⸗ pflichtungen kennen und ihnen genügen. Sie ſollen kein Diener, Sie ſollen ein Freund meines Hauſes ſein und bleiben. Sind Sie's zufrieden?“
„Gnädiger Herr,“ ſtotterte Berger,„wie ſoll ich Ihnen danken.“
„Sie ſind mir keinen Dank ſchuldig, beſter Freund,“ entgegnete der Graf,„Sie gaben mir das Leben, das Glück wieder, ich, armer reicher Mann, kann Sie nur wohlhabend, nicht glücklich machen. Das Glück müſſen Sie Ihrem wackern Herzen danken. Sie, Freund Wil⸗ helm, haben Ihr Leben für mich in die Schanze ge⸗ ſchlagen und ich bin Ihnen Dank ſchuldig. Auch Sie bleiben bei uns. In Kronwerda ſoll eine ſchöne Schule gebaut werden, die Kinder meiner Nachbarn ſollen die Segnungen des Wiſſens, die Früchte deutſchen Wiſſens und deutſchen Geiſtes kennen lernen. Sie ſollen ihr Lehrer ſein und Ihre Stellung ſei eine ſorgenfreie. Sie aber, alter Vater, bleiben mein Freund. Wir wollen be⸗ trachten, was die Jungen arbeiten und uns des Gelun⸗ genen freuen. Seid Ihr's zufrieden?“
„Es lebe unſer Wohlthäter!“ ſcholl es wie aus Einem Munde und luſtig klangen die Gläſer zuſammen.
Die Freude der Geſellſchaft ſollte aber noch durch einen unangenehmen Zwiſchenfall geſtört werden. Plötz⸗ lich und unerwartet erſchien an der Schwelle des Saales eine Perſon, welche man viele Meilen weit vermuthete und der man ſich nicht eben ſehr freundlich erinnert hatte,— Major Gramonz.
Als Robert denſelben erblickte, ſprang er auf
und wollte auf ihn zuſtürzen, aber Bertha hielt ihn
feſt und bat ihn, zu bleiben. Berger war ebenfalls aufgeſprungen und machte Miene, ihn zu packen und auf unfreiwillige Weiſe hinauszuſpediren. Der alte Graf aber trat ihm ruhig entgegen und fragte ihn nach ſeinem Begehren.
„Ich komme, mich nach dem Befinden meiner Freunde zu erkundigen,“ entgegnete mit höhniſchem Tone der Major;„ich ſehe hier alle, aber alle meine guten Freunde verſammelt.“
„Bis zu dieſem Augenblicke befanden wir uns gut und daher fröhlich,“ entgegnete ruhig der Graf;
„daß wir es nicht mehr ſind, iſt nicht unſere Schuld, ſondern—“
„Die meine,“ fiel ihm Gramonz ins Wort. „Das zu vernehmen, freut mich ungemein. Es iſt meine Abſicht Ihr guten Herren, Eure Ruhe zu ſtören, und Euch ein Andenken an jenen Mann zu hinterlaſſen, welcher Eueren Ränken zum Opfer fiel.“
„Läſtern Sie nicht, Herr Major,“ entgegnete der Graf.„Wir alle haben Urſache, Ihnen feindlich geſinnt zu ſein, denn Sie haben uns alle in's Unglück ſtürzen wollen, daß es Ihnen nicht gelang, mag Ihnen ein Beweis ſein, daß die Gerechtigkeit Gottes ſtärker iſt, als die Pläne des Böſen. Gehen Sie, wir haben Ihnen vergeben.“
„Aber ich habe Euch nicht vergeben,“ entgegnete heftig der Major.„Ich haſſe Euch und darum eben ſuchte ich Euch auf. Das Hochzeitsfeſt Berthas ſoll auf eine ſeltene Weiſe verherrlicht werden, ich will Ihrem Glücke ein Menſchenopfer bringen. So oft ſie ermattet auf ihr Lager ſinkt, oder das Kind ihrer Liebe, falls ihr eins beſchieden iſt, in die Arme ſchließt, ſoll ihr mein blutiger Leichnam entgegentreten und ſie angrinſen.“
Bei dieſen Worten hatte er eine Piſtole aus der Taſche gezogen und an die Stirne angelegt. Der Schuß krachte, Gramonz aber ſtand unverletzt da, denn Berger hatte ihm im entſcheidenden Momente die Waffe in die Höhe geſchlagen und ſo die Wirkung des Schuſſes vereitelt. Ehe die erſchrockenen Damen ſich wieder erholten, war der Major gebunden und hinaus⸗ geſchafft worden und der Arzt erklärtenihn für verrückt. Das Mißlingen ſeiner verbrecheriſchen Plane hatte ihm den Verſtand geraubt.
Bertha, ſo zartfühlend ſie auch war, ließ durch dieſen Zwiſchenfall ihr Glück nicht ſtören. War doch ihr Gewiſſen rein wie das Licht des Tages, und wußte ſie doch zu gut, daß nur die eigenen Verbrechen und Gewiſſensbiſſe den Elenden um den Verſtand gebracht hatten.
Das Glück der Familie blieb von nun an unge⸗ ſtört. Der alte Graf lebt ſeinen Kindern und den Schöpfungen Walls, welcher ſich mit allem Fleiße der Oekonomie widmet und Alles daran ſetzt, um die Güter des Grafen zur höchſten Blüthe zu bringen.
Berger, der treue Hausverwalter, lebt luſtig mit ſeiner herrlichen Marie, und wenn ihre Ehe auch weniger friedlich iſt als jene Walls, ſo verſöhnen ſie ſich dafür auch häufiger und haben das Vergnügen, inne zu werden, daß ſie ſich doch über Alles lieben.
Ein muſterhaftes Ehepaar ſind Wilhelm und Elſe, und erſterer freut ſich auf die baldige Vollen⸗ dung des neuen Schulhauſes, in welchem er von nun an thätig ſein wird zur Förderung deutſcher Intelligenz.
Bis das Haus und deſſen Einrichtung vollendet iſt, wird die Schule mit dem Liede eröffnet:
„Schleswig⸗Holſtein meerumſchlungen!“
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