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Das deutſche Singſpiel. 299
folg vieler dieſer alten Singſpiele beſonders beitrug, war das volksthümliche Element, welches ſich in ihnen kundgab. Man bemühte ſich endlich einmal, einem grö⸗ ßeren Zuhöherkreis nur durchaus Verſtändliches und Zugängliches zu bieten.„Wie ein Alp“— ſagt Schlet⸗ terer—„hob es ſich vom Herzen des deutſchen Publi⸗ kums ab, als es endlich andere als welſche Arien und franzöſiſche Airs hören und die entſetzliche Odenmuſik der vorangegangenen Zeit für immer auf die Seite le⸗ gen durfte. Durch dies Beſtreben der Tonſetzer, ſich an⸗ genehm und populär zu machen, erhielt das Volk zu ſeinen alten Liedern eine Maſſe neuer Geſänge, die bis zur Stunde beliebte Volkslieder geblieben ſind. Von dieſem Geſichtspunkte aus läßt ſich nun auch die Be⸗ geiſterung erklären, mit der man dieſe harmloſen Ge⸗ bilde der Kunſt aufnahm und ſich nicht ſatt an ihnen hören und ſehen konnte; das Gemüthsleben der Zeit findet in ihnen den lebendigſten Ausdruck, und dieſe für uns theilweiſe auf immer verklungenen Weiſen fan⸗ den damals in jedem Herzen ein freudiges Echo.“
Doch endlich begann die muſikaliſche Bewegung, welche ſich in Norddeutſchland ſo raſch und reich ent⸗ wickelt hatte, auch im Süden Deutſchlands ihre Wir⸗ kungen zu äußern. Wie das allmälig ſo kam, wie man durch die ſogenannten Quodlibets und Marionetten⸗ opern ſchließlich zum echten Singſpiel auch in Wien ge⸗ langte, wollen wir hier nicht erſt weitläufig darthun. Wir wenden uns vielmehr gleich zu Karl Ditter von Dittersdorf, dem Matador dieſer Epoche. Er brach der Operette in Süddeutſchland eine ganz neue Bahn. 1786 erſchien ſein„Doktor und Apotheker“(mit Text von Stephani d. J.) und ward bald in ganz Europa mit Jubel aufgenommen, ſogar in London gab man das Stück 36 Mal hintereinander. Dann folgten„Hie⸗ ronymus Knicker“,„das rothe Käppchen“,„Orpheus der Zweite“,„der Betrug durch Aberglaube“,„die Liebe im Narrenhauſe“ u. ſ. w. Die drei erſtgenannten Werke leben bekanntlich heute noch auf der Bühne. Schletterer faßt das Urtheil über Dittersdorf kurz da⸗ hin zuſammen: Solch' köſtliche, überſprudelnde Laune, ein ſo keckes Ergreifen der Situation, ein ſo leichtes Geſtaltungsvermögen, ſolche Gewandtheit in Handha⸗ bung der Technik, eine ſo mit Luſt und Freude durch⸗ tränkte Muſik, ſolche natürliche und doch anſtändige Komik, ſoviel anmuthende Gemüthlichkeit hatte vor ihm noch kein Tonſetzer in ſeinen Werken zu vereinigen gewußt.“
Gleichzeitig mit Dittersdorf lebte in Wien der Komponiſt des, wie es ſcheint, unſterblichen„Donau⸗ weibchens“, Ferdinand Kauer. Der Text war von Hensler. Kauer ſchrieb nahezu an 200 Singſpiele, darunter„Ritter Willibald“,„der Waffenſchmied“, „Grauhütchen“ u. ſ. w. Einen äußerſt glücklichen Wurf that 1790 P. Wranitzky mit ſeinem„Oberon“, dies ernſt⸗komiſche Singſpiel war ein Lieblingsſtück unſerer Großeltern und hatte einen Erfolg, wie ihn Weber mit ſeiner in jedem Vergleich herrlicheren Oper nie zu er⸗ ringen vermochte. Die übrigen Singſpiele Wranitzky's ſind„der dreifache Liebhaber“,„die Poſtſtation“,„der
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Heiratsſtifter“,„die gute Mutter“ ꝛc. Der Freund Beethovens, J. Schenk, iſt der Autor des„Dorfbar⸗ biers“, welche Operette in Wien über 200 Aufführun⸗ gen erlebte und auch jetzt noch nicht vergeſſen iſt. Sonſt ſchrieb er noch den„Erntekranz“, die„Weihnacht auf dem Lande“, den„Faßbinder“, den„Bettelſtudenten“. Joſef Weigl Komponiſt der„Schweizerfamilie“, wäre hier zu nennen mit den Singſpielen:„das Petermänn⸗ chen“ und„das Dorf im Gebirge“. Eine ganze Reihe anderer Namen nennen wir nicht, um gleich vom letzten Repräſentanten des echten und guten alten Wiener Hu⸗ mors zu reden, von Wenzel Müller.
„Ueberreich an Produktionskraft und in der Zahl ſeiner Werke nur mit Kauer vergleichbar, erſcheint bei ihm noch einmal von jugendlichem Glanze umſtrahlt das Wiener Schoßkind, der Kaſperle; noch einmal hallen die Tempel Thaliens wieder von unausſprechli⸗ chem Jubel und erſchütterndem Gelächter, während ſeine Singſpiele: die Teufelsmühle 1802, die Schweſtern von Prag 1794, das neue Sonntagskind 1794 und andere aufgeführt werden. Unſere Zeit vermag die ungetrübte Heiterkeit und Lachluſt jener Tage nicht mehr zu begreifen; hört man heute von einem Komponiſten reden, der über 200 Opern geſchrieben hat, ſo pflegt man mitleidig und ſpöttiſch die Achſeln zu zucken; aber wer von unſeren Meiſtern vermöchte wohl über ein hal⸗ bes Jahrhundert hinaus ſein Publikum ſo zu feſſeln und mit immer neuen Gaben ſeiner Muſe ſoan ſich zu ketten, wie es der ſo vielfach geringgeſchätzte W. Müller im Stande war. Er hat das Seine gethan, ehrlich, redlich; Ehre ſeinem Andenken. Doch die Gegenwart iſt auch eine ganz audere geworden; man wird nie wie⸗ der ſo harmlos empfinden können wie damals. Das hat ſich ſeit der franzöſiſchen Revolution auf immer ge⸗ ändert, am auffallendſten und empfindlichſten aber im luſtigen Oeſterreich.“
Wir kommen nun zur neuen Zeit, zum 19. Jahr⸗ hundert. Hier läßt uns, offen geſtanden, Schletterer ziemlich im Stich; die beſten Partien ſeines Werkes ſind zweifelsohne die Abſchnitte über Hiller, Dittersdorf und Wenzel Müller. Im Aufzählen der Singſpiele neuerer Zeit iſt er durchaus nicht vollſtändig und auch nicht immer zuläſſig, So fiel uns namentlich eine Einzeln⸗ heit auf: als Autor der allbekannten„Wiener in Ber⸗ lin“ wird Angely ſtatt Holtei aufgeführt. Dieſe beiden, nebſt Karl Blum, ſind denn aus neuerer Zeit zu aller⸗ erſt zu erwähnen in einer Geſchichte des deutſchen Singſpiels. Angely's meiſt nach franzöſiſchen Vaude⸗ villes bearbeitete Stücke waren direkt für die Größen des Perſonals im alten Königsſtädter Theater zu Berlin berechnet. Der von Haus aus ſicher ſehr befähigte Mann wollte in der preußiſchen Hauptſtadt ein Volks⸗ theater gründen, wie es in ähnlichlokalem Sinne Wien an der Leopoldſtädter Bühne beſaß, und er verfolgte dies Ziel in all ſeinen Arbeiten, die insgeſammt ſprach⸗ liche Gewandtheit und praktiſche Bühnenkenntniß be⸗ kunden, auch nicht des Humors entbehren, nur daß der⸗ ſelbe auf zu niedriger Stufe ſtehen bleibt. Er faßte den Begriff des Volkstheaters zu vulgär auf, ſah den
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