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Feuilleton. 2⁵³3
Vorſicht zu beobachten, ſich die Naſe und die Ohren mit Pelzwerk zu bedecken, werden in derſelben Weiſe Naſe und Ohren plötzlich weiß, runzlig und ſind für immer des Lebens beraubt. Die Ohren der Soldaten in der Krim wurden durch die ſogenannte Chachia, eine Kappe von rothem Tuch, geſchützt, die man an ſie vertheilt hatte. Unter den Train⸗ und Fahrſoldaten, die zu jeder Zeit zur Abfahrt bereit ſein müſſen, und mehr von der ſtrengen Kälte gelitten haben, als alle anderen, hatten viele einen oder mehrere erfrorene Finger an der Hand, welche die Zügel hält. Erfrierungen der Füße waren in allen Regimentern ſehr häufig.
Die Soldaten machten ſich fortwährend Bewegung; zu denen von ihren Kameraden, die ſie ſorglos und apathiſch ruhen ſahen, ſagten ſie:„ihr werdet verfrieren,“ und leider täuſchten ſie ſich nicht.
Man ſieht, es ſind ſchwere Pflichten, welche der Mi⸗ litärchirurg in Kriegszeiten zu erfüllen hat; er ſoll nicht nur, gleich jedem andern Soldaten, ſein Leben wagen und einen Theil der Mühen und Gefahren mit Denen tragen, die er begleitet, ſondern er ſoll auch mitten in ſeiner umfaſſenden Thätigkeit ſeinen Geiſt und ſeine In⸗ telligenz anſtrengen, um die beſten Vorkehrungen zu er⸗ forſchen, den Vorzug dieſer oder jener Operation zu er⸗ wägen und die beſte Art der Behandlung auszuwählen. Aber neben den hygieniſchen Maßregeln, welche die Ge⸗ ſunden in Anſpruch nehmen, neben der Pflege, welche den Verwundeten zu Theil wird, legen die Sorgen für die Kranken und Rekonbalescenten der militäriſchen Ver⸗ waltung und der mediciniſchen Wiſſenſchaft unaufhörlich ſchmerzliche Probleme vor. Eine ungeheure Aufgabe war es, mit Erfolg gegen die Cholera einzuſchreiten, welche in der Dobrudſcha in grauenvoller Weiſe wüthete. Es iſt behauptet worden, die Cholera habe bereits in jener Gegend geherrſcht, als die Franzoſen dort eindrangen; doch ſcheint dieſe Behauptung durch Nichts begründet, und es bleibt nur zu gewiß, daß der Keim der Epidemie gewiſſermaßen im latenten Zuſtand in den Reihen der Franzoſen war und daß die geringſte Urſache ſeine plötz⸗ liche Entwicklung hervorrufen mußte. Wenn die Cholera in ihrem Weſen unbekannt iſt und die Urſachen uns ent⸗ gehen, aus denen ſie erzeugt wird, ſo werden doch die, welche ſie entwickeln und verbreiten helfen, mehr und mehr klar. Das in der Dobrudſcha erlebte Unglück beweiſt klar, daß die Verletzung der Regeln der Hygiene, Unrein⸗ lichkeit Elend ihre moͤrderiſche Thätigkeit anfachen und ihr eigentliches Element bilden; die Steigerung der Seuche fiel konſtant mit kritiſchen Lagen, mit dem Einfluß ver⸗ minderter Lebensmittel, mit Entbehrungen und ungewöhn⸗ lichen Strapazen zuſammen. Ein ſpecifiſches Heilmittel der Cholera iſt noch nicht gefunden; aber die Medicin iſt deswegen nicht zur Unthätigkeit verdammt. Die Cholera verbreitet ſich durch die Luft; ſie iſt nicht kontagiös im ſtrengſten Sinne des Wortes, denn ſonſt würden alle Aerzte angeſteckt. Bald geht ſie von Ort zu Ort, um ihre Reiſe um die Welt zu machen, bald ſpringt ſie über Bevölkerungen hinweg, welche bedroht ſchienen, um ihre unvorhergeſehenen Schläge in Gegenden zu führen, wo ſie nicht erwartet wurde, und in dieſen Fällen wurde ſie wahrſcheinlich eingeſchleppt. Dem ſei übrigens, wie ihm wolle: überall, wo Affinitätsurſachen beſtehen, erfüllt ſie ihr Schickſal, man möge noch ſo umfaſſende Sanitäts⸗ maßregeln treffen; ebenſo zieht ſie ſich ſpontan zurück, ohne daß man ſagen könnte, warum. Wenn ihrem Aus⸗ bruche günſtige Bedingungen nicht beſtehen, ſo kann man ſie ohne Gefahr einſchleppen, ſie entwickelt ſich nicht. So lange der Krieg im Orient dauerte, gab es keine Woche, wo nicht Cholerakranke auf Dampfboten nach Konſtan⸗ tinopel gebracht worden wären, indeß hat die Epidemie nie unter der muſelmaniſchen Bevölkerung gewüthet. Uebri⸗ gens verwiſchte ſich der traurige Eindruck, den die Expe⸗ dition in der Dobrudſcha hervorgebracht, ſehr bald wieder, die Armee ſchiffte ſich nach der Krim ein und begann in Wirklichkeit ihren Feldzug.
Von 1854 bis 1856 wurden nach und nach neunzehn franzöſiſche Hoſpitäler in Konſtantinopel errichtet; als aber die ſtets wachſende Anzahl von Fieberkranken dieſe Krankenanſtalten allmälig unzureichend machte, räumte der Sultan bereitwillig Paläſte und Kaſernen ꝛc. zu Hoſpitälern ein. Auch das ſeit dem 21. Mai 1853 — dem Tage der trotzigen Abreiſe des Fürſten Ment⸗ ſchikoff— geſchloſſene Hotel der ruſſiſchen Geſandt. ſchaft zu Pera wurde im Mai 1855 zur Unterbringung franzöſiſcher und ruſſiſcher verwundeter Officiere einge⸗ richtet. Gerade um dieſe Zeit fanden die mörderiſchſten Kämpfe des ganzen Feldzugs ſtatt, und einige Monate ſpäter ſchien die Einnahme Sebaſtopols dem Krimkriege ein Ziel zu ſetzen. Aber die Arbeit des ärztlichen Perſonals war noch lange nicht vollendet, und wenn die Zahl der Verwundeten weniger beträchtlich war, ſo vermehrte ſich die der Kranken bald unter dem doppelten Einfluß des Skorbuts und des Typhus in einem Umfang, der die lebhafteſte Beſorgniß erweckte. Damals, wie im Anfang des Feldzugs, zeigte das türkiſche Gouvernement glücklicher Weiſe eine große Neigung, die Anſtrengungen der fran⸗ zöſiſchen Verwaltung zu begünſtigen.— Gegen alle Tra⸗ ditionen wohnte der Sultan einem prachtvollen Balle bei, den der Geſandte von Frankreich gab. Ottomaniſche und franzöfiſche Truppen hatten brüderlich eine Gaſſe auf ſeinem Wege gebildet, Artillerieſalven verkündeten ſeinen Eintritt in das Palais des Geſandten. Abdul Medjid wurde zuerſt in einen eleganten reſervirten Salon geführt, wo Dr. Baudens die Ehre hatte ihm vorgeſtellt zu werden. Er redete zu ihm mit lebhaftem Intereſſe über das türkiſche Armeekorps welches derſelbe in Eupa⸗ toria beſucht hatte, von dem Geſundheitszuſtande ſeiner und der verbündeten Truppen, und lud ihn ein, die otto⸗ maniſchen Militärſpitäler in Konſtantinopel zu beſuchen. Der Sultan verſtand franzöſiſch, er ſprach es ſelbſt rein, aber mit furchtſamer Zurückhaltung; auch beeilte ſich ſein Miniſter des Auswärtigen, Fuad Paſcha, der medieiniſche Studien in Paris gemacht hatte, ſeine Gedanken zu über⸗ ſetzen, wenn ſeine Rede ſtockte. Seine Phyſiognomie, von Natur ein wenig finſter und träumeriſch, belebte ſich während der Unterhaltung und nahm plötzlich einen merk⸗ würdigen Ausdruck von Feinheit und ohlwollen an. Er hielt ſeinen Eintritt in den Ball mitten unter allen hohen Würdenträgern ſeines Reichs, die bedeckt mit goldener Stickerei und Kreuzen in Brillanten waren. Sein Koſtüm war von reicher Einfachheit. Eine Mütze von rothem Filz ohne Verzierung, ein kleiner ſchwarzer Mantel mit aufſtehendem Kragen, rieſelnd von großen Diamanten, mit der europäiſchen Tunika und dem Groß⸗ kordon der Ehrenlegion. Die alttürkiſche Partei war bei dieſer Gelegenheit ſehr in Bewegung; in ihrer Aufregung dachte ſie ſogar daran, daß der Sultan, den Großkordon der Ehrenlegion tragend, zum Chriſtenthum übertreten würde. Um ſie zu beruhigen, mußte man ihnen aus⸗ einanderſetzen, daß der Stern der Ehrenlegion aus fünf Strahlen und nicht aus vier beſteht, wie das Zeichen der Chriſten.
Der Sultan ging mit Würde abgemeſſenen Schritts in den Ballſaal, nach rechts und links ruhige, kalte, faſt zerſtreute Blicke werfend, obgleich er das erſte Mal in ſeinem Leben einem ſolchen Feſte beiwohnte. Er nahm Platz auf einem reſervirten Sitz, wo er mit einigem Inter⸗ eſſe dem Vergnügen des Tanzes zu folgen ſchien. Nie- mand weiß, welchen Eindruck Abdul Medjid von dieſer Ausſtellung ſchöner Frauen und prachtvoller Toiletten empfing, aber es fragt ſich, ob dieſer Eindruck der Eman⸗ cipation der türkiſchen Frauen günſtig war. Er zog ſich nach Verlauf einer Stunde unter demſelben Ceremoniel zurück. Man hatte bemerkt, daß ſeine Begleiter ſich ehr⸗ furchtsvoll von ſeiner Perſon fern hielten, und man hörte, daß dies nicht blos aus Ehrfurcht geſchähe, ſondern in Folge des Widerwillens, den ihm die Berührung mit Menſchen einflößt und der ſich aus dem Gedanken an die im Orient häufigen verheerenden Epidemien erklären


