Jahrgang 
1864
Seite
251
Einzelbild herunterladen

dem ich

ſagen? 8 nichtz, ale, laß

Ah! Sie rau eine

t zurück cht! Sie zu ſein, hl dieſe n! Oh l Shlvie, .

and los⸗ Märder

2. Ah! Sie loond iſt, probiren

:Oh!

ner von Sie es

ren Sie er nichts egeballt

Paulin uut anl

hauer): mich an

lond, er

ich doch

, er ge⸗ ſt) z Sie es da Sie weit weg mich zu

er ſchau,

Dich um

weiten

Feuilleton. 251

Madame(mit Schluchzen):Nein, mein guter Schatz, ich bin es, die Dich um Gnade anfleht, Dich zum Aeußerſten getrieben zu haben... ich hatte Unrecht... ich erinnere mich jetzt.. ich verwechſelte Paulin Meunier mit Priſton, vom Theater Palais⸗Royal.

Epilog.

Der Lärm dieſer Ohrfeige, welche auf dem Boden ertönte, hat alle Inwohner des Hauſes aufgeweckt, und ſie glaubten, daß es der Hauptbalken des Daches wäre, der ſo krache. Sie ſtehen alle auf der Schwelle ihrer Thüren in dem Augenblicke, wo die zwei Gatten, ganz glücklich über die Wiederverſöhnung, herabkommen. Bei ihrem Vorbeigehen empfängt ſie Jedermann mit einem Lächeln, welches zu ſagen ſcheint:Sind dieſe glücklich und müſſen ſie ſich gern haben, um ſo auf den Boden ſpazieren zu gehen... wie Katzen...

So ſchreibt man Geſchichte.

Die Heilkunſt im Kriege.

Daß in den meiſten Kriegen, wenn dieſelben nur eini⸗ germaßen lange andauern, mehr Menſchen durch Krank⸗ heiten getödtet werden als durch die Waffen des Feindes, iſt eine alte und traurige Erfahrung. Der Arzt findet faſt das ſchönſte Feld für ſeine Thätigkeit an der Seite eines Heeres, denn hier hat er die beſte Gelegenheit, ne⸗ ben perſönlicher Tüchtigkeit alle edlen Eigenſchaften eines von Pflichtgefühl und Humanität erfüllten Herzens zu offenbaren, indem er die Schrecken des Krieges zu mäßi⸗ gen trachtet und den furchtbarſten Leiden entgegenzutreten ſtrebt. Auf den Schultern der Aerzte ruht die große Laſt der Sorgen nicht nur für die einzelnen, durch körperliche Unfähigkeit zeitweilig oder für immer dem aktiven Dienſt entzogenen Soldaten, ſondern auch für das Wohl der ganzen Armee, inſofern dieſe von dem unſichtbaren Heere der Seuchen bedroht iſt, welche dem Mangel, den Stra⸗ pazen und der Ueberfüllung auf dem Fuße folgen. Der Militärarzt ſteht demnach vor der doppelten Aufgabe, gro⸗ ßen chirurgiſchen Anforderungen zu genügen und eine ſolche allgemeine wiſſenſchaftliche Bildung zu beſitzen, daß er alle dem Heere drohenden Gefahren kennt und ihnen zu rechter Zeit zu begegnen weiß.

Die franzöſiſche Armee mußte in der Krim trau⸗ rige Erfahrungen machen, und nur mit lebhafter Theil⸗ nahme kann man leſen, mit wie großen Schwierigkeiten die Spitzen des Medicinalweſens zu kämpfen hatten, um nur die nothwendigſten Maßregeln gegen die Seuchen, welche die Armee decimirten, durchzuſetzen. Die Sorglo⸗ ſigkeit der Kommandirenden, die Schwerfälligkeit und Eigenwilligkeit der Verwaltung ſtellten der Ausführung derſelben Hinderniſſe entgegen, die ſchließlich nur dadurch überwunden werden konnten, daß man dem raſtlos thä⸗ tigen Inſpektionsarzt L. Baudens, dem älteſten Chirur⸗ gen en chef ect., unbeſchränkte Vollmacht gab, die vor⸗ geſchlagenen Maßregeln in's Werk zu ſetzen. Die guten Folgen blieben nicht aus, und zuletzt erkannte man all⸗ gemein an, daß ungeheure Verluſte an Menſchenleben hätten vermieden werden können, wenn man gleich von vorn herein den Aerzten die Macht gegeben hätte, ſelbſt⸗ ſtändig die nothwendigſten Schritte zu thun. Jene Erfah⸗ rungen, welche Franzoſen und Engländer in der Krim gemacht, haben zur Folge gehabt, daß nicht nur die äu⸗ ßere Stellung der Aerzte weſentlich verbeſſert, ſondern ihnen auch, den Officieren und Verwaltungsbeamten ge⸗ genüber, größere Machtvollkommenheit und mehr Ein⸗ fluß auf die Lebensverhältniſſe der Mannſchaften gegeben wurde. Die Armeen können dadurch nur gewinnen. Je höher die Stellung iſt, welche man den Aerzten gibt, deſto beſſere Aerzte werden in die Armee eintreten, deſto beſſer wird für die Hygiene der Truppen wie für die Verwundeten und Kranken geſorgt werden. In den Hee⸗

ren Preußens und Oeſterreichs entſpricht die Stellung der Aerzte bei weitem nicht den Anforderungen, welche dieſer Stand in unſerer Zeit zu machen unzweifelhaft berechtigt iſt. Ueber die Nachtheile dieſes Verhältniſſes in dem letzten Feldzuge hinreichende Erfahrungen zu machen, dazu waren die Dimenſionen desſelben zu klein; hoffentlich aber wird man nicht warten, bis ein großer Krieg in ähnlicher Weiſe die Schäden aufdeckt, wie es der Krimkrieg in den Heeren Englands und Frankreichs gethan hat. Unter dieſem Geſichtspunkte glauben wir auf eine Arbeit aufmerkſam machen zu müſſen, welche der ſchon erwähnte Baudens aus mehreren Aufſätzen, die er früher durch die Revue de Deux Mondes veröffentlicht hatte, nachträglich zu einem Buche zuſammengeſtellt hat und welche jetzt in deutſcher Ueberſetzung erſchienen iſt unter dem Titel:Der Krimkrieg. Die Lager, die Unter⸗ kunft, die Ambulancen, die Spitäler ꝛc. von L. Baudens, nach der zweiten Ausgabe überſetzt von Dr. W. Mencke, mit einem Vorwort von Dr. F. Esmarch(Kiel, Homann). Der Werth dieſer Schrift liegt hauptſächlich in den Ab⸗ ſchnitten, welche von den großen Seuchen und Epidemien handeln, durch die ein kämpfendes Heer bedroht wird, und welche beweiſen, daß namenloſes Elend, unerſetzliche Verluſte verhütet werden können, wenn weiſe Rathſchläge verſtändiger und erfahrener Aerzte rechtzeitig Berückſich⸗ tigung finden.

Die franzöſiſche Orientarmee beſaß drei verſchiedene Einrichtungen für Kranke, entſprechend den drei Stufen ihrer Behandlung. Die Krankenſtuben und die Ambulan⸗ cen der Trancheen waren der erſté Zufluchtsort für Kranke und Verwundete; Diejenigen, welche ſchwer betroffen waren, gingen in die Diviſions⸗Ambulancen über; end⸗ lich nahmen die Hoſpitäler hinter dem Keiegsſchauzuat jene Kranken auf, deren Zuſtand eine längere Kur un anhaltende Sorgfalt erforderte. Das Korps der Aerzte hatte zu Zeiten ſo viel zu thun, daß menſchliche Kräfte und die emſigſte Thätigkeit nicht alles bewältigen konn⸗ ten. So zahlreich es immer ſein mag, es wird ſtets un⸗ zureichend im Augenblicke einer Schlacht oder zur Zeit einer Epidemie. Wenn ein halber Schlachttag 100 Am⸗ bulance⸗Aerzten 6 oder 7000 Verwundete auf ein Mal ſchickt, könnten ſie dann früh genug eine einfache Kom⸗ preſſe und eine Binde um jede Wunde legen? Könnten ſie an Jedem die Operation machen, welche die Chirurgie indicirt? Für ſolche Bedürfniſſe hatte man in der Krim ein untergeordnetes Perſonal ernannt, welches die trefflichſten Dienſte leiſtete. Unter den Rekonvalescenten nämlich gab es häufig junge Leute, welche auf Schulen geweſen wa⸗ ren oder ſtudirt hatten, und von dieſen wurden Diejenigen, welche als zur Unterſtützung der Aerzte erachtet wurden zu dieſem Zwecke zurückbehalten. Dieſe nützlichen Hand⸗ langer führten den TitelVerbandſoldaten, und als der Typhus das Korps der Aerzte decimirte, war es allein ihre koſtbare Hilfe, welche den ärztlichen Dienſt nicht in gefährliche Stockung kommen ließ. Die allſeitig glückli⸗ chen Reſultate dieſes Inſtitutes der Verbandſoldaten dür⸗ fen nicht verloren gehen.

Der größte Theil der chirurgiſchen Operationen wurde in den Ambulancen gemacht; ſie beſtanden hauptſächlich im Ausziehen von Kugeln, in Amputationen und Reſek⸗ tionen. Kugeln und Kartätſchen, die bei Belagerungen ſo verſchwenderiſch verſchoſſen werden, waren nicht die ein⸗ zige Urſache ſchwerer Verwundungen; dieſe beſtanden auch in der Verwendung neuerer und vollkommener Waffen und in der Vertauſchung der runden mit koniſchen Ku⸗ geln. Die Wunden bieten verſchiedene Charaktere nach der Schnelligkeit und der Form des Projektils dar. Die Ein⸗ trittsöffnung der runden Kugel iſt abgerundet, eingedrückt, kleiner als die Austrittsöffnung; der Weg, den ſie in der Dicke des Gliedes durchläuft, hat die Geſtalt eines Ke⸗ gels, welcher ſich erweitert, und ſtößt ſie auf eine Sehne, einen Knochenvorſprung, ſo macht ſie oft bedeutende Ab⸗ weichungen. Die Eingangswunde der cylindro⸗koniſchen Kugel iſt oval, bisweilen länglich, als wenn ſie mit der

32*