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Der letzte der Beaus. 213
einer leidenſchaftlichen Rede Juliens die Doſe hervorzog und eine Priſe nahm. Dieſes Stück gefiel beſonders der Galerie, und eine Stimme rief:„Du, Romeo, hier gibt es auch Naſen!“ Romeo verſtand den Wink, ließ Julie von der Nachtigall auf dem Granatbaum reden, ſo lange ſie wollte, ſchritt bedächtig zur nächſten Seitenloge und bot den Herren und Damen ſeine Doſe an. Nach dieſer edlen Handlung kehrte er zum Balkon zurück, wo er, wie man ſah, die Arme ausbreitete. Hören konnte man von der Seene nichts mehr, Alles lachte und rief Bravo. Am Schluß dieſes Aktes ging er an die Lampen vor, nickte mehrmals nach ſeiner Art und fragte:„Habe ich es nicht gut gemacht? Das Publikum gab ihm die Antwort, die Kean nach ſeiner größten Leiſtung in den dritten Himmel erhob. Es ſtand wie ein Mann auf, die Herren ließen einen Donner von Bravos ertönen, die Damen wehten mit den Taſchentüchern.
Die Sterbeſcene war unwiderſtehlich komiſch. Ro⸗ meo zog die arme Julie aus dem Grabe und ſchleppte ſie über die Bühne, als wenn ſie ein Korb ſchmutziger Wäſche wäre. Dann vergiftete er ſich und ſetzte ſich zum Sterben in Bereitſchaft. Er zog ein altes ſeidenes Tuch aus der Taſche, ſtäubte den Boden ſorgfältig ab, ſtellte ſeinen Hut als Kopfkiſſen zurecht, legte ſich nieder und war, nachdem er für ſeinen Kopf die beſte Lage gefun⸗ den hatte, bald geſtorben. Das Publikum konnte ſich nicht enthalten, unter donnerndem Beifall zu rufen:„Noch einmal ſterben, noch einmal ſterben!“ Gehorſam erhob ſich Coates und ſtarb zum zweiten Male. Da derſelbe Ruf ſich wiederholte und Romeo Anſtalten traf, abermals gehorſam zu ſein, wurde der ſcheintodten Julie das Ding doch zu arg. Nun erhob ſie ſich, trat vor und ſagte mit einer kleinen Veränderung einer Stelle im Shake⸗ ſpeare:
Laßt ihn! Zu ſterben iſt ihm keine Qual, Er ſtirbt mit Luſt noch viele hundert Mal.
Damit endete eine Vorſtellung, durch die ein Trauerſpiel zu einer Poſſe geworden war. Bath war das beſuchteſte Modebad, und Coates hatte die Befriedigung, daß ſich ſein Ruf nach London und durch England ver⸗ breitete. Auf einem Londoner Theater erſchien er in der⸗ ſelben Rolle und mit demſelben Erfolge. Zu einer be⸗ kannten Perſönlichkeit geworden, erhielt er ſich in der allgemeinen Erinnerung, indem er jeden Tag im Park umherkutſchirte. Sein Wagen war nicht häßlich, aber höchſt ſonderbar gebaut, und auf den Kutſchenſchlägen, an den Seiten, an der Hinterwand, am Bocke des Wagens, kurz überall, wo Platz war und ſogar auf dem Geſchirr der Pferde erblickte man ſein Wappen, einen krähenden Hahn. Der Straßenjugend gefiel das heraldiſche Thier ungemein, und ſie begrüßte Coates regelmäßig in viel⸗ ſtimmigem Chor mit einem Kikeriki, Kikeriki! War der Mann verrückt? Bewahre Gott, er ſpekulirte. Was er haben wollte und weshalb er ſich lächerlich machte, das war eine reiche Frau. Trotz ſeiner Pelze und ſeiner Dia⸗ manten hatte er eine ſolche Frau ſehr nöthig und er fand ſie. Nun ließ er ſich in Boulogne nieder und er⸗ regte kein Aufſehen weiter.
Die Geſellſchaft, in der dieſe Originale ſich beweg⸗
ten, war trotz ihrer Almacksbälle und ihrer Beaus ziem⸗ lich roher Natur. Es wurde viel getrunken, viel geſpielt. Die beliebten Weine waren Feres, Portwein und alter Rheinwein; Bordeaux und ſelbſt Burgunder galten für zu leicht. Es gab Männer, die es am Mittagstiſche bis zu ſechs Flaſchen Portwein brachten. Da dieſer Wein ſtark mit Spiritus verſetzt iſt, ſo iſt das keine kleine Lei⸗ ſtung. Lord Eldon, der berühmte Rechtsgelehrte und Staatskanzler, pflegte ſich zu rühmen, daß er mehr ſchlech⸗ ten Portwein getrunken habe, als irgend ein anderer Mann in England. So wie das erſte Gericht verzehrt war, ſchien über die Liſchgeſellſchaft ein verzehrender Durſt zu kommen. Jedermann forderte Jedermann zum Trinken auf, und ſo ging es bis zum Ende der Tafel fort. Eine Suppe, entweder Mulligatawny oder Schild⸗ krötenſuppe, machte den Anfang, und ſo regelmäßig die⸗ ſes Gericht erſchien, mit ebenſo großer Regelmäßigkeit folgten die andern Schüſſeln: Lachs oder Steinbutte, Schöpsbraten oder Roaſtbeef, Geflügel, Zunge und Schinken. Die Gemüſe, welche die Beigerichte bildeten, kamen in Waſſer gekocht und kalt auf den Tiſch. Die Mode ſchrieb vor, daß man von allen Gemüſen nahm und ſich bemühte, Stellvertreter der einzelnen Stücke der Sammlung mit der Gabel gleichzeitig zum Munde zu führen. Gronow bezeichnet es als keine leichte Auf⸗ gabe, einen ganzen Bazar von Gemüſen zwiſchen den Kinnbacken zu vereinigen. In den vornehmſten Klubs herrſchte in den Gerichten eine noch größere Monotonie. Dort gab es einen und alle Tage Schöpskeule oder Beefſteaks, gekochtes Huhn mit Auſternſauce und Apfel⸗ torte. In einem einzigen Hötel war franzöſiſche Küche mit doppelten engliſchen Preiſen eingeführt. Unter drei bis vier Pfund Sterling, den Preis des Weines einge⸗ rechnet, kam man nicht weg. In den Familien trieb man den größten Luxus mit dem Nachtiſch, der nur bei zwei Konditoren beſtellt werden konnte und immer ein Pfund auf den Kopf koſtete.
Bei einer Abendgeſellſchaft hörte der Prinz⸗Re⸗ gent von den Schöpskeulen und Apfeltorten in den Klubs und wurde von der Noth ſo gerührt, daß er ſich ſeiner Adeligen und Officiere auf der Stelle erbarmte. Er ließ ſeine beiden beſten Köche in's Zimmer kommen und forderte ſie auf, ein Speiſehaus zu gründen. Das geſchah, und London hatte nun einige Jahre wenigſtens eine ausgeſuchte Küche. Das fürchterlich hohe Spiel, das hier getrieben wurde, richtete verſchiedene Familien und endlich das Speiſehaus ſelbſt zu Grunde. Gronow erzählt von Leuten, die im Pharao, Macao und Whiſt nach und nach 200.000 Pfd. St. verloren. Ein beſtän⸗
iger Gewinner war General Scott. Während ſeine Mitſpieler bei Tiſch von allen Speiſen aßen und einige Flaſchen Portwein dazu tranken, begnügte er ſich mit einem gekochten Huhn und Waſſer, ſo daß er ſich mit ganz freiem Kopf zum Whiſt ſetzte.
Die Frauen wurden in jener Zeit auffallend ver⸗ nachläſſigt. Die Männer waren auf der Jagd, oder im Klub. Die Folge davon war, daß romantiſche Fremde viele Liebesabenteuer hatten und den Vorrath an Skan⸗ dal nicht ausgehen ließen. Dieſes Thema hat Fürſt


