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Pariſer Humoresken. Nach dem Franzöſiſchen von Léon Grellepois.
XIX. Wie man leben ſollte.
Lange Vorrede.
Glaubet ja nicht, daß ich beabſichtige, euch Moral predigen und eine Lebensweiſe vorſchreiben zu wollen.
Oh! nein.
Glaubet ebenfalls nicht, daß ich euch angeben will, welche Speiſen ihr eurem Diner eſſen, und welchen Wein ihr trinken ſollet.
Nichts von alledem für dieſen Augenblick.
Ich bin blos der Meinung daß man ſchlecht lebe, und damit ihr mich gut verſtehet, will ich euch ein Nä⸗ heres darüber ſagen.
Man bringt ſein ganzes Leben damit zu, ſich abzu⸗ arbeiten, um zu der möglichſt beſten Stellung zu gelan⸗ gen; und hat man endlich durch eine unausgeſetzte Be⸗ harrlichkeit erlangt, was man ſich wünſchte, ſo muß man dieſe Welt verlaſſen.
Hier folgen Beiſpiele zum Belege deſſen, was ich behaupte.
Dieſer Officier wird zwanzig Schlachten mitmachen, und mit Gefahr ſeines Lebens wird er es ſtufenweiſe bis zum Marſchall bringen.
In dem Augenblicke aber, wo er ſich anſchicken wird, die Annehmlichkeiten dieſer hohen Würde gemächlich zu genießen, wird er an Altersſchwäche ſterben.
Jener Kaufmann wird um vier Uhr Morgens auf⸗ ſtehen, um in ſeinen Laden zu gehen und ſich da mit ſeinem Handel beſchäftigen. Des Abends um nenn Uhr wird er ſich, vor Ermüdung wie zerſchlagen, niederlegen, ohne einmal die Zeit zu haben, ſeiner Frau ein liebes Wort zu ſagen.
Nach vierzig Jahren ſolcher Exiſtenz hat er ſich ein Vermögen erworben und zieht ſich von ſeinen Geſchäften zurück. Aber in dem Momente, wo er ein Rentier wer⸗ den wird ſtirbt er an einem Schlagfluſſe.
Dieſer Finanzmann hier wird ſeine ſchönſten Jahre damit verbringen, alle Rechnungsarten zu Hilfe zu neh⸗ men, um zu ſehen, ob dieſe oder jene Operation ſchlecht oder gut ſein wird.
Iſt er ein geſchickter Spekulant geweſen, ſo bereichert er ſich; aber in welchem Alter? Mit ſechzig Jahren!
Dann beeilt er ſich, ein Schloß, einen Wagen und Pferde zu kaufen.
Aber gerade, wo er von ſeinen Reichthümern Ver⸗ gnügen zu haben gedenkt, wird er verrückt, weil ihm die vielen Rechnungen, mit denen er ſich befaßt, das Gehirn zu ſehr angeſtrengt haben.
Man ſperrt ihn in's Narrenhaus ein.
Und gerade ſo iſt es in allen Klaſſen der Geſell⸗ ſchaft, die es nicht nöthig, hier die Revüe paſſiren zu laſſen.
„Habe ich nicht recht?“
„Sie haben es wirklich getroffen.“
„Aber wie wollten denn Sie, daß man lebe?“
„Auf dieſe Frage war ich gefaßt. Auch will ich mich beeilen, euch die Lebensweiſe, wie ich ſie haben wanlee zu ſchildern. Wenn ihr es erlaubet, werde ich ſie eißen:
Erinnerungen. 88. Bd. 1864,
„das umgekehrte Leben.“
„Komiſche Benennung das!“
„Aber warum machet ihr denn ſo große Augen?“
„Weil ich Sie ganz und gar nicht verſtehe.“
„Meiner Meinung nach ſollte man damit enden, wo man anfängt.“
„Das will ſagen, daß man alt auf die Welt kom⸗ men und jung ſterben ſollte?“
„Getroffen; und, ſehet einmal, ich will euch genauere Aufklärungen darüber geben.“
Mit ſiebzig Jahren.
In dieſem Alter würde man das Licht der Welt erblicken.
Denn ich nehme das menſchliche Leben im Mittel zu ſiebzig Jahren. Ihr ſehet, daß ich großmüthig bin.
Das wäre aber übrigens noch nicht ein Grund, daß man bis zu dem Alter von einem Jahre leben müßte.
Man könnte bei fünfundſechzig Jahren ebenſo gut ſterben wie bei fünfunddreißig.
Alſo, man würde als Marſchall, Deputirter, Hof⸗ rath, Banquier, Wechſelagent oder Rentier geboren werden.
Man könnte ſomit den Vortheil aller dieſer ver⸗ ſchiedenen Lebensſtellungen genießen, ohne die Mühe ge⸗ habt zu haben, ſie zu erwerben.
Jeder würde fortfahren zu arbeiten, um ſeine Poſi⸗ tion zu bewahren.
Eine alte Hausmeiſterin würde mit dem Haupt⸗ ſchlüſſel in der Hand Gottes Erdboden betreten.
Wenn ſie aber ihren Miethsleuten aufſchließen geht, wird ſie zu ſich ſelbſt ſagen:
„Hoffentlich wird dieſes Leben nicht immer ſo fort⸗ dauern; ich werde vielleicht eines Tages eine berühmte Allerweltsdame, oder eine erſte Operntänzerin wie meine Couſine ſein.
„Das iſt eine, die Glück in ihrem Leben gehabt hat und die geliebt worden iſt! Die Männer haben ſich um ſie duellirt, ſich in Schulden geſtürzt und allerhand unſinnige Streiche gemacht; ſie gaben ihr alles, was ſie verlangte.“
Dann wird ſie einen Spiegel zur Hand nehmen, ſich darin betrachten und ſagen:
„Alle Anzeichen ſind da, daß ich eines Tages ſehr hübſch ſein werde. Wenn dieſe Runzeln verſchwunden ſein werden, ſo bekomme ich ein Geſichtchen, das vielen Männern den Kopf verrücken wird.“
Und die Hausmeiſterin wird ſich in der Ausſicht auf ein Leben voller Freuden die Hände reiben.
Ihr ſehet, daß ſelbſt bei dieſer umgekehrten Le⸗ bensweiſe die Hoffnung den Sterblichen Muth zulä⸗ cheln wird.
Mit fünfzig Jahren.
Jedermann wird anfangen eifrig zu arbeiten.
Dem Rentier wird es nicht unlieb ſein, ſich zu be⸗ ſchäftigen, um ſich zu zerſtreuen, weil er des monotonen Lebens, das er zwanzig Jahre lang auf dem Lande in der Umgebung von Paris geführt haben wird, überdrüßig geworden iſt.
Der Hofrath wird Kanzleidirektor.
Dem Spekulanten wird es nicht leid thun, die hef,
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