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Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
106
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106 Cenſura. Artic. I X. Suͤnde muß nicht vngeſtraffet bleiben/ wo man ſie nicht erkennen/ vnd Gott:

vmb Verzeihung bitten. wil.

Beyn derachten Fragep. 207. Wil Sartorius Grund zeigen/ da⸗ rauß die Gewißheit der Gnadenwahl zu erkennen ſey. Redet aber ſo taltſinnig darvon/ daß eine betruͤbe Seel ſich wenigen Troſts dannenhero zu erholen. Den Anfang macht er von dem inneren Zeugnuß deß heyligen Geiſtes p.168. vnnd ſett darauff die gute Wercke/ durch welchedte Gewiß⸗ heit in vnſern Hertzen feſter gemachet werbe/ pag. 09 · Wie aber wann ein Menſch in ſeinem Hertzen empfindet/ GOtt ſtehe gegen ihme/ vnndkla⸗ gen jhn die Suͤnde an/ vnd kombt die ſtarcke Anfechtung darzu⸗ darvon David klagt im 31. Pſalm. v. 24. Ich ſprach in meinem Fagen/ ich bin von deinen Augen verſtoſſen? Wo dann hinauß? Daleſſet der Calvini⸗ ſche Geiſt bey Piſcarore endlich ſeine Eigenſchafft blicken/ ſagt/ vor ſolchen Menſchen gehoͤret kein. Troſt/ dann er ſeye verſtoſſen. Oder/ daer es je gar gut mit jhme meynen wil/ gibt er ihm ein ſolche Schlußrede an die Hand/ darauff ſoll er ſich ſtewren/ nemblich/ er ſoll in ſeinem Hertzen ſagen: Erli⸗ che Menſchen ſind erwehlet zum ewigen Leben: Darumb kan es geſchehen/ daß ich auch vnter derſelben Zahlſeye. Wer nun auff ſolchem Grund ſte⸗ hen kan/ vnd dardurchſeiner Seeltgkeit ſich vergewiſſern/ der werde Calvi⸗ niſch/ vnd ſtudire Piſcatorem fleiſſig/ wie jhn Sartorius fleiſſig anzeucht. A. ber mein lieber Chriſt/ haſtu Gott vnnd deine Seelig eit lieb; vnnd begereſt

Gewißheit zu haben von G Oetes Hulde gegen dir/ vnd deiner Erwehlung/ ſo ſchawe an die Wunden deß HErꝛn Chriſti/ der fuͤr der gantzen Wele: Suͤnde geſtorben iſt/ die Evangeliſche allgemeine Verheiſſungen/ die hey⸗⸗ ligen Sacramenten Tauff vnd Abendmal/ da ſindeſtuGrund vnd Felſen/ darauff dein Hertz ſich verlaſſen kan/ vnd in aller Not Anfechtung Safft/ Krafft vnnd Erquickung finden: Vnnd durch dieſe Hertzliche Betrach⸗ tung wirſtu als dann empfinden/ das Zeugnuß deß heyligen Geiſtes/ daß: du ſagen koͤnneſt: Abba lieber Vatter. Bedarffeſt gar nicht mit dieſen traw⸗ rigen Sedancken dich abzumartern/ daß dich Gott von Ewigkeit gehaſſer

vnd verſtoſſen/ vnd nichthaben waͤlle/ daß du ſolleſt ſeelig werden: Welches: find lautere Eingebungen deß hoͤlliſchen Sathans: Sondern nim vor dich das heylige Edangeltum: GOtt hat die Welt geliebet⸗/ ich bin auch ein: Stüͤck der Welt! darumb hat mich Gott auch geltebt/ vnd auch mir ſeinen eingebornen Sohn geſchenckt. Cno RIſtus iſt das Lamb GO Ttes/ das der Welt Suͤnde traͤgt: Darumb ſotregt er meine Suͤnde auch. Chri⸗

ſtus iſt vor die Gottloſen geſtorben: Bin ich dann Gortloß vnd An Seme