Druckschrift 
Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
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Von der Perſon Chriſti. 4† 28. v. ult. Da fragt man bald/ nach welcher Natur ſolche Verhelſſunge zu verſtehen ſey. Viel ſagen man muͤſſe ſolche Spruͤche verſtehen von Chri⸗ ſio nach ſeiner Gottheit vnd nicht auch nach ſeiner Menſchheit: Aber dere Geſtale were kein Vnterſchetd ntenden Verheiſſungen deß Alten Teſta⸗ ments/ zu welcher Zeit der Eiohn G Octes noch nicht war Menſch worden/ vnd denen Berheiſſungen Nemes Teſtaments/ nach beſchehener Menſch⸗ werdung deß Sohns Gortes. Nun aber beſteher in der Perſon Chriſti nicht nur allem feine Gorcheit/ fondern auch ſeine Menſchheit/ wie allerſeits be⸗ kannte vnd ſo wenig die Perſon deß Sohns Gottes iſt oder ſein kan auſſer der goͤrtlichen Natur ſowentatkan man auch ſagen/ daß Chriſti Perſon jrꝛ⸗ gends wo ſey/ ouſſer jhuer perfoͤnlichen angenommener Menſchheit. Vnd diewell m ſolchen Verheyſſimgen nicht auff die Eygen ſchafften der Natu⸗ veh/ fondern viel mehr dahin geſehen wird/ was das Ampt vnnd Verrich⸗ ig ſeyè vnſtys ben Enn m Chriſtt bey ſeiner Kirchen/ vnnd den Gkatbigene cdei welchetn Amptes dieſe Gelegenheit hat/ wie alle Gottſe⸗ gebekonhenrdaßenre jede Mururdarinn verrichtet/ was jr zuſtchet mit Ge⸗ menſchafft derandern/chieder Canon deß Calcedonenſiſchen Conſilii lau⸗ tet: So ſſt augenſchtinlich dannenhero zu erkennen/ daß ſich die Naturen in del Ampi deßen Gado Chriſti nicht erennen laſſen/ ſondern bey vnnd mit⸗ . 398 feinvndurürken ven dalſo Chriſtus Gott vnd Menſch/ in ſeinen beyben MNnrkuren atavriſerluber ſα α ¼rioͤſer vnd Seligm acher in vnd bey ſeitteyneben Nirchen bndallen vnd jeden Glaubigen fiye/ vnd ſeine gna⸗ demelche Wuͤrckungverrichte Welches dann auff das allerherꝛlichſt dar⸗ dirch erwlefen wird/ dieweil folche gnad enreiche Gegenwertigkeit/ nach ein⸗ Hligei Jeugmiß aller Rechmäͤubigen bekraͤfftiget vnnd beſtaͤtiget wird/ in dem heyligen hochwuͤrdigen Abend mal deß HeR᷑ R Chriſtt. Da ſichs kei⸗ es wegiE wihveranrworten laſſen/ wann jemand einwengen wolte/ Chri⸗ ſus Knuzur nach ſeiner Gottheit dauinn gegenwertig/ nicht aber auch nach derMenſchheit. Sintemal Chriſtus ſelbſi mit außgetruckten Worten ſei⸗ nesteibs vund Bluts gedencket: Eſſet: ſpricht Er/ das iſt mein Leib/ Eyinckrt dasiſt mein Blut. Daſich kein fremmer Chriſt jmmermehr wird bereden laſſen/ daß durch den Namen deß Leibs vnn d Bluts Chriſti ſeins Goͤreltche/ nicht aber din Menſchliche Manur ſolte verſtanden wer⸗ den. Vnnd beſtehet derowegen dieſer Schluß vnbeweglich: Wann im heiligen Ahendmal die verſprochene gnadenreiche Gegenwertigkeit Chri⸗ ſii beſtetiger wird/ ſo muß dieſelbige nicht nur allein die Gerlche hr .82 ea ing