Druckschrift 
Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen

4⸗ Conlura Arric. IFI.

ner Aufferſtehung ſtchtbarlich gewandelt) ſo ſts anſſer allem Streitt/ daßer Raum ond Ort genommen ond gegeben/ von einer Statt auß vand zu der andern hangen/ wann er zu Jeruſalem geweſen war er nicht 1ꝛu Bethanten/ wanner in Galil ꝛa lehrete/ war er nichein Samaria. Summa/ was von einem menſchlichen naturlichen Leib geſagt wird(allezeit die Suͤnde auß⸗ genommen) das befindet ſich auch an dem Leib deß HL2NRo Chriſkt. Diß nun auſſer allem Streitt geſetzt/ kommen wir dem Hauptzweck naͤher vnd muͤſſen ferꝛner Gottſeliglich betrachten/ ob dann die menſchliche Natur Chriſti weiter vnnd hoͤher nicht zu ſetzen/ als ſo weie vnnd fernne jhr naturlich Weſen vnnd menſchliche Eygenſſhafften ſich erſtrecken. Bnd ſiaden bald anfangs daß dieſe Menſchheit/ gleich wie ſie dem Weſen nach durchauß an⸗ dern Menſchen gleichfoemig/ alſo habe ſie diß Vortheil vnnd beſordere Herrligkett/ die ſich bey keinem Menſchen in der ganzen Welt beffudet/ nemlich/ daß ſie beſtehet/ nicht wie andere Menſchen in einer abſonderli⸗ chen menſchlichen Perſon/ ſondern in der vnendlichen Perſon daf ꝛwigen Sohns Gottes der jhm dieſe Menſchhete perfoͤnlich engeig gemache haſeine Perſon mitgethttlet/ vnnd ſie tu dieſelbige der Geſtalt autf vnapangenom⸗ men hat/ daß zleich wie ſeine Gottheit bon Swigkeit hebo im ihm Heſtehet/ aiſo auch dieſe ſeine angenommene Menſchheit von dem eeſten Aublick der Empfaͤngnuß in ihi beſtehet/ vnd alſs ſeine Pirſan ſo wol der Menſch⸗ heit als auch der Gottheit vnzertheilte Perſon ſtn wand Chriſtas G Oie vnnd Menſch iſt eine einige vnzertrenntliche Perſon/ Hockgelobt in alle Ewigkeit. Dagewinnee nun die Menſchhtit viel ein hoͤhers vund hert⸗ lichers Anſehen(deſſen ſie allein/ vnnd keim ander Menſch mehr faͤhtg iſt) als in dem jenigen Weſen vnnd Stand/ dann ſie vns Menſ gleich iſt. 424.Aer. m Pa lc 103 Dannenhero erfoſgt/ daß/ wann wir von Chriſt Metiſchhelereden woͤllen/ die Spru ce der Schriffe mie hohem Fleiß vnterſche den werden muͤſſen/ ſo da reden/ Eins/ von narurlichen menſchlichen Eyzenlſchaff⸗ 48 Kaͤfften vnnd Vermigen/ von denen andern/ Zwen ſo da re⸗ von der Erhoͤhung in die Perſon deß ewigen Sohus GOrrer: vnnd was durch die perſoͤnliche Vereinigung der Oäͤtelichen vnnd Menſchlt⸗ chen Naturen in Chriſto dieſer Nenſchheit geſchenckt/ vnd von he geſagt . 42 17872 44. 4

wird.. Damit wir denn ſtracks zur Sachen kommen/ ſtehet da eine goteliche

Verhelſſung: Sihe ich bin bey euch biß an das Ende der Weit/ Munr.

as, v. ulr.