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Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
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Von der Perſon Chriſti. 25 vnd auff Erden Matt. 28. v. 8&c. Zum dritten/ Endlich reden etliche Spruͤ⸗ che von dem Ampt deß Herꝛn Chriſti die nach beyden Naturen zugleich muͤſ⸗ ſen verſkanden werden.

Nun woͤllen wirSartorium auch hoͤren/ vnd zwar mit groſſer Gedult/ die vns hie ſehr nohtwendig iſt/ wegen etlicher wunderbarer ſeltzamer Reden/ die er fůhret/ vnd Inſonderheit/ dz er gar vnbeſtaͤndig in keiner richtigen Ord⸗ nung ſeine Meynung vorbringt. Am 25. vnd 26. Blat ſchreibt er alſo: Die ewige Gottheit der andern Perſon deß einigen Gottlichen Weſens hat Fleiſch an ſich genommen/ dennoch in carnẽ non converſus. Priſcianum woͤllen wir hieher nicht kommen laſſen/ welcher ſawer ſehen wuͤr⸗ de/ wann man ſchon vorwenden wolte/ es ſey ein vitium iypographicũ. Wie wol man bekennen muß/ es ſeyen in Warheit viel grober Etrata in dem klet. nen Buͤchlein/ darvor aber mag der Correcto ſtehen vnd der Trucker/ wir wollen vns darmit nicht bekuͤmmern/ ſondern die Sach ſelbſt anſehen/ vnnd werden Sartorio dieſe ſeme Reden Sadeel, Danæus, Pezelius, Sohnius, vnd andere Calviniani mehr/ nicht gut heiſſen/ mit denen ers außzufechten hat. Damaſcenus aber kan jhme zu recht helffen/ wenn er jhn auffſchlagen wird/ lib. 3. de orthodoxa fide cap. 1I. Darnach p. 29. ſchreibt Sartorius alſo:

Marixæ Sohn warer Gott/ vnnd G Ottes Sohn/ doch wegen die⸗ ſer perſoͤnlichen Vereinigung/ ſecundum humanam naturam re. ſpectu Dei, ecñi non ratione humanitatis, ſive in carne, genen⸗

net/ vnnd iſt/ vnnd bleibt auch ein wahrer G O T Tin Ewigkeit. So ferꝛn Sartorius. Wer nun erꝛahten koͤndte/ was das were/ Mart⸗ Sohn iſt Gott ſecundum humanam naturam, ſed non ratione humanitatis: der koͤndte ferner mit jhm handeln. Dann bißhero hat es bey den verſtendigen einerley Meynung gehabt/ wann man von Chriſto erwas außgeredet hat/ ſecundum humanam naturam, oder atione humanirtatis, nach ſeiner menſchlichen Natur /oder ſo viel ſeine Menſchheit anlanat. Vnd wird Sarto- rio mechtig groſſe Kunſt darzu gehoͤren/ daß er beweißlich vnnd außfuͤndig mache/ wie er vorgibt p. 30. daß die Calviniſt en bekennen/ Chriſtus ſeye wa⸗ rer Gort nach ſeiner Menſchheit. Zwar Calvinus bekenner es vand Pæreus, aber hergegen der groͤſſere Theil vnter den Zwinaltanern ſagen laut nein dar⸗ zu/ vnd daß noch mehr iſt laͤngnen offenelich/ das einige Gemetnſchafft ſeye oder ſein koͤnne/ Zwiſchen der Goͤttlichẽ ond menſchlich? Natur in Chriſto/ als B z.P zeſius, Grabius, medulla Caracteric- zu Ma purz vnnd die Her⸗

borner Theologi, die ſo weit kommen ſind/ daß einer auß jhrem anioßs entli