Von der Perſon Chriſti. 29 ndasje⸗ nemlich dieweil der Sohn Gottes darumb iſt Menſch worden/ daß er als vn⸗
den Na⸗
unes fer Mitter vnd Seitgwacher das Ampt vnſerer Erloͤſung verꝛichtete. So⸗ ardh 4 finden ſich in der Sclrifft ſolche Reden von dem Ampt Chriſtt die von der 1c was gantzen Perſon nach beyden Naturen zugleich muͤſſen verſtanden werden/ deß a darvon der Canon Chalcedonenſis zeugt daß beyde Naturen wuͤrcken eme den odir jede was jhr eigentlich zuſtehet/ jedoch mit Gemeinſchafft der andern. Alſo iſt un diß Chriſtus vnſer H Er:/ vnſer Prophet vnd Lehrer/ vnſer Hoherprieſter/ vnſer en alen Koͤnig vnſer Erlöſer/ vnſer Hirt/ ꝛc. nicht nur nach einer Natur allein/ ſon⸗ ſicheme dern nach beyden Natuten zugleich. Vnnd ſolches beſtetttget Sartorius mit ad dang vnd an vnterſchtedenen Orrern. Wie er aber hinwiderumb ihme ſelbſt zuenr⸗ öer al gegen anders redevnd ſchreibe/ das woͤllen wir an ſeinem Ort anmelden. menif Hock nohewendig aber an dieſem Ort iſt es wann das Ampt deß Herꝛn Veru⸗ Chriſte beſchrieben wird/ daͤßman vnterſcheiden das Ampt von ſich ſelbſt/ von ſondern den Natiwlichen Eigenſchafften der Gottheit vnd Menſchheit. Als zum E⸗ ich ſon⸗ rempel, Chriſtus hät durch den Todt die Macht genommen/ dem/ der deß Artvnd Todtes Gewalt harge /das iſt dem Teuffel/ vñ erloͤſet die/ ſo durch Furcht deß eſſedeß Todtes im gaͤntzen Leben Knechte ſein muͤſſen. Heb.2. v 14.15. Dem Teuffel nenſch⸗ ſemne Macht nemen/ ond die Menſchen erloͤſen/ iſt Chriſtt Ampt/ gehoͤret de⸗ wiebe⸗ roͤwegen beyden Nattiten zu. Es wird aber auch deß Fodtes gedacht/ daß benſoie Chtiſtus dirch ſeitey Todt den Todt vberwunden hat. Da muſt man nicht f ,8, vnd ſagen/ da Chriſtus nach bißden Natnren geſtorben ſeye. Dann ſterben ge⸗ 1 a Vud hoͤrer der Menſchheir ſuͦ: Vnd iſt die Gotthett nicht ſterblich/ kan vor vnd an ringen/ ſich ſelbſt weder leyden noch ſterben. Vnnd eben darumb hat der Sohn Got⸗ orthells tes Menſchliche Natur au ſich genommen/ daß er in derſelben vor vns ley⸗ rne fah⸗ den vnd ſterben koͤndte Darumb ſagr die Schrifft: Chriſtus hab vor vns d: durch geltiten nach dem Fleiſch’. Petrt 4 v.. Gott habe durch ſein eigen Blut ſet⸗ ſolche ne Gemeine erworben Neiz0.v.⸗z 8/der Leib Chriſtt ſeye vor vns dahin gege⸗ mandde ben/ vnd fein Blut vor vns vergoſſen. Matt. 26.v. 28 Marc. 14.v. 24. Luc. 22 riſti ge⸗ v 20.1 Coflr v. 24., 25 durch Chriſti Wunden ſind mir geheilet/ Ela„3 v. z. andge⸗ wir find erloͤfet mir dem tewtẽ Blut Chriſti/x Pet.x. v. 18 In welchen vnd endma⸗ andern gleichm ͤſßgen uͤchẽ mehr das Ampe Chriſti beſa rieben wird/ alſo/ oolchen di zugieſchauch die Eigenſchafft der menſchlick? Natur nam hafftig mit ein⸗ zeeigene uf vnd aif geiruckt wud/ vñ muſt man derowegen vnterſchiedlich reden/ a hohen voin Anpt ſäbſt ſo beydẽ Narurẽ gemein iſt vñ dañ von der natuͤrlick ẽ eigen⸗ n ylat ſchafft/ ſom gemeltẽ Spruͤchẽ der Menſchheit Chriſti zugeegnet wird: welchs Laber in aber mit nichtẽ daͤhin ſoll oder kan gezogẽ vñ verſtanden werden/ als hette die adm’, Menſchheit allein gelutẽ were alein geſtorbẽ. Sintemal die Schrifft braucht 4


