Druckschrift 
Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
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Von der Perſon Chriſti. 29 ndasje⸗ nemlich dieweil der Sohn Gottes darumb iſt Menſch worden/ daß er als vn⸗

den Na⸗

unes fer Mitter vnd Seitgwacher das Ampt vnſerer Erloͤſung verꝛichtete. So⸗ ardh 4 finden ſich in der Sclrifft ſolche Reden von dem Ampt Chriſtt die von der 1c was gantzen Perſon nach beyden Naturen zugleich muͤſſen verſtanden werden/ deß a darvon der Canon Chalcedonenſis zeugt daß beyde Naturen wuͤrcken eme den odir jede was jhr eigentlich zuſtehet/ jedoch mit Gemeinſchafft der andern. Alſo iſt un diß Chriſtus vnſer H Er:/ vnſer Prophet vnd Lehrer/ vnſer Hoherprieſter/ vnſer en alen Koͤnig vnſer Erlöſer/ vnſer Hirt/ ꝛc. nicht nur nach einer Natur allein/ ſon⸗ ſicheme dern nach beyden Natuten zugleich. Vnnd ſolches beſtetttget Sartorius mit ad dang vnd an vnterſchtedenen Orrern. Wie er aber hinwiderumb ihme ſelbſt zuenr⸗ öer al gegen anders redevnd ſchreibe/ das woͤllen wir an ſeinem Ort anmelden. menif Hock nohewendig aber an dieſem Ort iſt es wann das Ampt deß Herꝛn Veru⸗ Chriſte beſchrieben wird/ daͤßman vnterſcheiden das Ampt von ſich ſelbſt/ von ſondern den Natiwlichen Eigenſchafften der Gottheit vnd Menſchheit. Als zum E⸗ ich ſon⸗ rempel, Chriſtus hät durch den Todt die Macht genommen/ dem/ der deß Artvnd Todtes Gewalt harge /das iſt dem Teuffel/ erloͤſet die/ ſo durch Furcht deß eſſedeß Todtes im gaͤntzen Leben Knechte ſein muͤſſen. Heb.2. v 14.15. Dem Teuffel nenſch⸗ ſemne Macht nemen/ ond die Menſchen erloͤſen/ iſt Chriſtt Ampt/ gehoͤret de⸗ wiebe⸗ roͤwegen beyden Nattiten zu. Es wird aber auch deß Fodtes gedacht/ daß benſoie Chtiſtus dirch ſeitey Todt den Todt vberwunden hat. Da muſt man nicht f ,8, vnd ſagen/ da Chriſtus nach bißden Natnren geſtorben ſeye. Dann ſterben ge⸗ 1 a Vud hoͤrer der Menſchheir ſuͦ: Vnd iſt die Gotthett nicht ſterblich/ kan vor vnd an ringen/ ſich ſelbſt weder leyden noch ſterben. Vnnd eben darumb hat der Sohn Got⸗ orthells tes Menſchliche Natur au ſich genommen/ daß er in derſelben vor vns ley⸗ rne fah⸗ den vnd ſterben koͤndte Darumb ſagr die Schrifft: Chriſtus hab vor vns d: durch geltiten nach dem Fleiſch. Petrt 4 v.. Gott habe durch ſein eigen Blut ſet⸗ ſolche ne Gemeine erworben Neiz0.v.⸗z 8/der Leib Chriſtt ſeye vor vns dahin gege⸗ mandde ben/ vnd fein Blut vor vns vergoſſen. Matt. 26.v. 28 Marc. 14.v. 24. Luc. 22 riſti ge⸗ v 20.1 Coflr v. 24., 25 durch Chriſti Wunden ſind mir geheilet/ Ela3 v. z. andge⸗ wir find erloͤfet mir dem tewtẽ Blut Chriſti/x Pet.x. v. 18 In welchen vnd endma⸗ andern gleichm ͤſßgen uͤchẽ mehr das Ampe Chriſti beſa rieben wird/ alſo/ oolchen di zugieſchauch die Eigenſchafft der menſchlick? Natur nam hafftig mit ein⸗ zeeigene uf vnd aif geiruckt wud/ muſt man derowegen vnterſchiedlich reden/ a hohen voin Anpt ſäbſt ſo beydẽ Narurẽ gemein iſt dañ von der natuͤrlick eigen⸗ n ylat ſchafft/ ſom gemeltẽ Spruͤchẽ der Menſchheit Chriſti zugeegnet wird: welchs Laber in aber mit nichtẽ daͤhin ſoll oder kan gezogẽ verſtanden werden/ als hette die adm, Menſchheit allein gelutẽ were alein geſtorbẽ. Sintemal die Schrifft braucht 4