Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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neben der Landwirthſchaft ein Gewerbe betreiben, nicht gering und ganz auffällig iſt die wirthſchaftliche Lage derſelben eine weſentlich ungünſtigere, als die der anderen Bewohner. Es wurde daher die Wahl der Muſtergüter in der Weiſe getroffen, daß der genaueren Unterſuchung unterzogen wurden: ein Gut aus der Gruppe der größeren Bauern(Anlage I), ein Gut aus der Gruppe der kleineren(Anlage III) und ein Gut aus der Gruppe derjenigen Beſitzer, welche neben der Landwirthſchaft ein Ge⸗ werbe betreiben(Anlage II). Die große Zahl dieſer Bewohner(38) machte es wünſchenswerth, daß der Einfluß des Gewerbebetriebes auf den Betrieb der Land⸗ wirthſchaft und umgekehrt durch eine ſpeciellere Unterſuchung feſtgeſtellt wurde.

Bezüglich der Betriebsintenſität iſt zu erwähnen, daß alle 3 Güter nach der gewöhnlichen ortsüblichen Weiſe bewirthſchaftet werden.

I. Beſitzſtand⸗Nachweis, beſtehend aus den Nachweiſen über den Werth von Grund und Boden mit Obſtbäumen, Gebäude⸗ capital, Inventarcapital(todt und lebend) und umlaufendes Be⸗ triebscapital(Vorrath).

Das Verhältniß der einzelnen Betriebscapitalien zum Grundcapital ſtellt ſich wie folgt:

Größeres Gut.

Das Gebäudecapital beträgt...... 27% vom Grundcapital.

Das Inventarcapital(todt und lebend) beträgt.. g. 12

Das umlaufende Betriebscapital beträgt..... 4 Kleineres Gut.

Das Gebäudecapital beträgt.... 55. 1

Das Inventarcapital(todt und lebend) beträgt.. 13

Das umlaufende Betriebscapital beträgt..... 6,5 Gut mit Gewerbebetrieb.

Das Gebäudecapital beträgt.... 28

Das Inventarcapital(todt und lebend) beträgt 1 11,5

Das umlaufende Betriebscapital beträgt.... 6

Dieſe Procentverhältniſſe können im Allgemeinen als normale betrachtet werden. Eine Ausnahme ſcheint nur das Gebäudecapital des kleineren Gutes zu machen, in⸗ dem ſich dasſelbe auf 55 pCt. berechnet. Es iſt aber hierin ein Nebengebäude be⸗ griffen, welches zum Gutsbetriebe nicht gebraucht wird und daher auch mit 104 Mk. verpachtet iſt.

II. Natural⸗Rechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Natural⸗Ertrag und Natural⸗Bedarf nebſt Schlußfolgerungen.

Aus den Natural⸗Rechnungen der bezüglichen Güter geht hervor, daß die Haupt⸗ productionsrichtung in Nieder⸗Eſchbach beim Ackerbau der Weizenbau, bei der Viehzucht die Milchproduction iſt. Sieht man von der Schweinemaſt, zur Befriedigung des eigenen Bedarfs an Schweinefleiſch ab, ſo treten die anderen Producte neben dem Obſt und