Frage IX.
a. Wie geſtaltet ſich die Rentabilität des landwirthſchaftlich benutzten Bodens bei großen, mittleren und kleineren(eigenen oder gepachteten) Gütern?
b. Wenn die Rentabilität als eine unbefriedigende erſcheint, ſind die Gründe zurückzuführen hauptſächlich auf 1. die Fruchtbarkeits⸗Verhältniſſe der Gemarkung, 2. die mangelhafte Melioration und die Zerſplitterung der Grundſtücke, 3. die im Verhältniß zur Ausnutzungsfähigkeit zu hohen Preiſe des Bodens, einen mangelhaften landwirthſchaftlichen Betrieb, ein zu großes Gebäudecapital, ungünſtige Arbeiterverhältniſſe, ungünſtige Abſatzverhältniſſe(ſchlechte Preiſe, unrationelle Einrichtungen für den Abſatz u. ſ. w.), 8. frühzeitiges Zurückziehen der Eltern und Belaſtung der Güter mit hohen Altentheilen und Leibrenten, 9. beſondere unwirthſchaftliche Gewohnheiten der Landwirthe, z. B. zu ſtarke Pferdehaltung u. dgl., 10. hohe Steuern und Umlagen und ſonſtige dem Commiſſär bekannt gewordene Verhältniſſe?
Es wurden ein größeres, ein mittleres und ein kleineres Gut ausgewählt, ſiehe Anlage I, II und III. Es wurde bei der Auswahl neben der Größe des Beſitzes und der Perſon des Beſitzers, neben dem allgemein typiſchen Charakter, der für alle Wirth⸗ ſchaften der gleiche iſt, auf die Verſchuldung inſofern Rückſicht genommen, als in Anlage I ein Gut mit Durchſchnittsverſchuldung, in Anlage II ein unverſchuldetes, in Anlage III ein über den Durchſchnitt verſchuldetes gewählt wurde. Die Bewirth⸗ ſchaftung ſämmtlicher Güter hält ſich genau in dem hergebrachten Rahmen. Bei An⸗ lage II iſt zu bemerken, daß dieſer Beſitzer mit außerordentlicher Sparſamkeit in Haus⸗ und Wirthſchaft verfährt, ſowie in kluger Bedächtigkeit der ortsüblichen Bewirth⸗ ſchaftung zur vollen Wirkung verhilft.
Die Erhebungen führten zu folgenden Ergebniſſen:
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