Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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wie die Tabelle in Frage VIII zeigt, dieſelbe nur inſofern von der 3. Gruppe ab⸗ weicht, als die Arbeiten von der Familie ſelbſt verrichtet werden und deshalb der Arbeiterverdienſt der Familie voll zu gute kommt. Bei der Auswahl wurde haupt⸗ ſächlich Rückſicht genommen: bei dem großen Beſitz auf die Beſchaffenheit des Bodens, daß derſelbe der allgemeinen Ertragsfähigkeit entſpricht und der Beſitzer ein fleißiger, gut ſituirter Mann iſt; bei dem kleinen Beſitz wurde auf Fleiß, um möglichſt gute Auskunft erhalten zu können, Rückſicht genommen.

Die Erhebungen lieferten den Grundſtock zur Beantwortung aller übrigen Fragen und ein ſehr lehrreiches Bild von der Geſammtlage, ſowie von den einzelnen Ver⸗ hältniſſen der Landwirthſchaft treibenden Bevölkerung in Ober⸗Moſſau. Bezüglich der Verhältniſſe und Thatſachen im Einzelnen muß auf die Anlagen I und II ver⸗ wieſen werden, und wird hier aus dieſen Specialerhebungen nur Folgendes, als zur unmittelbaren Beantwortung der Frage IX gehörig, hervorgehoben:

I. Beſitzſtand⸗Nachweis, beſtehend aus den Nachweiſen über den Werth von Grund und Boden mit Obſtbäumen, Ge⸗ bäudecapital, Inventarcapital(todt und lebend) und um⸗ laufendes Betriebscapital(Vorrath).

Das Verhältniß der einzelnen Betriebscapitalien zum Grundeapital ſtellt ſich wie folgt: Großes Gut:

Das Gebäudecapital beträgt....... 31,25 pCt. vom Grundcapital.

Das Inventarcapital(todt und lebend) betrügt. 9,80

Das umlaufende Betriebscapital beträgt.... 2,05 Kleines Gut.

Das Gebäudecapital beträgt...... 48,72

Das Inventarcapital(todt und lebend) beträgt.. 19,62

Das umlaufende Betriebscapital beträgt.... 5,33

II. Natural⸗Rechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Natural⸗Ertrag und Natural⸗Bedarf nebſt Schlußfolgerungen.

Was die Aufzeichnungen der officiellen Statiſtik für Ober⸗Moſſau anbelangt, ſo ſtimmen dieſelben, mit wenig Ausnahmen, mit den mir gemachten Mittheilungen überein, ſo daß ich die Erträge an Körnern nur bei Korn um etwas höher anſetzen konnte. Der Durchſchnittsertrag an Körnern ergibt nach den ſtatiſtiſchen Aufzeichnungen von 1876 84(8 Jahre) pro ¼ Hectar bei Korn 4 ½, Spelz 5 ½ und Hafer 6 Ctr. Nach eigener Angabe des größeren Grundbeſitzers berechnet ſich der Ernte⸗Ertrag des⸗ ſelben: bei Korn pro ½¼ Hectar ½ Ctr. höher, die übrigen Körner⸗Erträge den obigen gleich. Bei dem II., kleinen Beſitz, Korn ebenſo, Hafer aber noch unter dem Mittel, pro ½ Hectar annähernd 5 ¼ Ctr. Stallmiſt wird in der großen Wirth⸗ ſchaft rund 3500 Ctr. gewonnen und berechnet ſich derſelbe auf 51 Pf. pro Ctr.