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d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche?
Stehen letztere u. A. mit einer ſehr weit gehenden Parcellirung der Grundſtücke und dem herrſchenden Flurzwang im Zuſammenhang?
Die Gemarkung Ober⸗Moſſau iſt hügelig, aber ganz ſanft abfallend; der Boden zum großen Theil ſandig, die Unterlage desſelben iſt Bunt⸗Sandſtein und liegen die theils verwitterten Steinmaſſen ſehr hoch, ſo daß die Ackerkrume auf der Höhe ſehr ſeicht, durch den Regen leicht abgeſchwemmt wird und mager iſt, deshalb trockene Witterung ſchlecht verträgt. Je mehr dem Thale zu, geht das Ackerland in Lehm über und iſt daher auch viel ertragsfähiger. Der Boden iſt kleefähig, trotzdem ſoll die Luzerne nicht gedeihen. Durch das Thal fließt ein kleiner Bach, an den ſich links und rechts die Wieſen anſchließen. Mit wenig Ausnahmen liegen die Hofraithen der größeren Güter auf der Weſtſeite des Thals und macht ein Weg, der die Gehöfte verbindet, auch ſo ziemlich die Grenze zwiſchen Wieſen und Ackerfeld. Die Kirche, Pfarr⸗ und Schulhaus und Hofraithen einer großen und einiger kleinen Haushaltungen liegen auf dem linken Ufer des Baches, wo ein kleines Seitenthälchen einmündet, in dem noch mehrere Wohnungen zerſtreut liegen. Die Wieſen unterhalb der Gehöfte ſind zur Bewäſſerung angelegt, und läuft die Jauche aus dem Hof, mit dem Brunnen⸗ waſſer vermiſcht, direct auf dieſelben. Die Wieſen in den Seitenthälchen ſind Feld⸗ wieſen und für Düngung ſehr dankbar.— Die Gemarkung wird von drei Seiten vom Wald umſchloſſen und ſchließt der zu dem Gehöft gehörende in der Regel an das Feld an. Der größere Theil des Waldes iſt Eichenſchälwald. Das Klima iſt der Höhenlage entſprechend als günſtig zu bezeichnen.
Die Fruchtbarkeit der Ländereien iſt hiernach im Allgemeinen eine mittlere zu nennen, aber auf der Höhe mitunter ſehr gering, weshalb auch größere Flächen als Schafweide benutzt mehrere Jahre nicht bebaut werden.
Die Verhältniſſe des Culturlandes in Ober⸗Moſſau ſind:
Ackerfeld und Gärten........ 284,50 Hectar Wieſen........82,46„ Wald.......... ,504,55„ Hofraithen...... 2,53„ unbeſteuerbare Fläche...... 16,62„ Summa.. 890,66 Hectar
Das Culturland beſteht alſo hauptſächlich in Ackerland und Wieſen, Garten ſehr wenig. Der weitaus größte Theil der Wieſen wird bewäſſert und liefert einen guten Ertrag, der aber durch beſſere Vertheilung der zufließenden Jauche und theil⸗ weiſe Drainage, ſowohl in Qualität, wie in Quantität noch ſehr geſteigert werden könnte; ebenſo könnte der Ertrag mancher Feldwieſen noch bedeutend erhöht werden, durch Aufbringen von Jauche und gut zubereitetem Kompoſt, da erſtere an einzelnen
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