1. bei dem kleineren Gut..... 1,7 pCt. Reinertrag 2.„„ mittleren„..... 1,4„„ 3.„„ größeren„..... 0,9„„
b. Daß die Rentabilität der hier zur Unterſuchung gekommenen Güter keine be⸗ friedigende iſt, iſt nicht zu beſtreiten. Die Urſache dieſer unbefriedigenden Rentabilität dürfte zurückzuführen ſein 1. auf einen mangelhaften landwirthſchaftlichen Betrieb, 2. auf ein zu großes Gebäudecapital, 3. ungünſtige Arbeiterverhältniſſe, 4. die im Verhältniß zur Ausnutzungsfähigkeit zu hohen Preiſe des Bodens.
Es iſt bei den niederen Frucht⸗ und Weinpreiſen geboten, daß der Landwirth auf die Bewirthſchaftung ſeines Grund und Bodens immer größere Anſtrengungen machen muß, um den höchſtmöglichſten Ertrag aus demſelben zu erzielen.
Vor allem müßte der Viehhaltung eine größere Aufmerkſamkeit zugewendet werden. Dieſe Aufgabe iſt zu erreichen durch einen intenſiveren Futterbau, welcher eine größere Leiſtung in der Ernährung des Rindviehes hervorruft, welche wiederum die Erträge aus der Rindviehhaltung ſteigert und eine größere Düngerproduction bedingt. Mit Recht ſagt Dr. Fries in ſeinem Werke über den Wieſenbau als Motto:„Wer Heu hat, hat auch Brod!“
Weiter muß conſtatirt werden, daß viele landwirthſchaftliche Neubauten ein zu großes Kapital abſorbiren. Als Beleg führen wir das kleine Gut an, hier ſtellt ſich das Gebäudecapital auf 41 pCt. vom Grundcapital. Dieſer Procentſatz muß für einen kleinen Landmann als viel zu hoch angeſehen werden.
Wenn wir auch die Löhne für das Geſinde und die Taglöhner nicht allzuhoch halten wollen, ſo iſt doch nicht zu leugnen, daß die Qualität der Arbeit im Verhält⸗ niß zum Lohne eine geringere wird.
Was den Preis des Grund und Bodens anbelangt, ſo ſteht derſelbe zu der Rentabilität in keinem Verhältniß. Wenn man auch annimmt, daß der Zinsfuß bei Capitalien geſunken iſt, daß dieſelben weniger werth geworden ſind, daß man im Allgemeinen eine kleinere Rente wie früher erzielt, ſo müſſen doch die Bodenpreiſe als zu hoch angeſehen werden.
Eine Rente von kaum einem Procent iſt zur jetzigen Zeit, wo ſo bedeutende Anforderungen an das Leben geſtellt werden, keine genügende zu nennen für das landwirthſchaftliche Gewerbe. Die Bodenpreiſe ſtehen daher zur Rente in keinem richtigen Verhältniß und müſſen als zu hoch angeſehen werden.
Die Urſache der allzuhohen Güterpreiſe iſt hauptſächlich darin zu ſuchen, daß der kleine und mittlere Bauer die angebotenen und zur Verſteigerung kommenden Güter gerne aufnimmt, weniger als Kapitalanlage, ſondern um reicher zu erſcheinen, als wie er wirklich iſt. Es wird dabei immer auf eine gute und reiche Weinernte ſpeculirt, die den Ankaufspreis bezahlen ſoll.


