— 12— An Geſinde werden bezahlt: für einen Knecht jährlich... Mk. 180— 240 für eine Magd jährlich...„ 150— 180
nebſt 10 reſp. 6 Mk. Trinkgeld, währendem der Knecht noch ein Paar Hoſen, oder ein Paar Gamaſchen bekommt.
Man berechnet die Koſt mit dem dazu gehörigen Wein für den Knecht auf 300 Mk., für die Magd auf 250 Mk.
Die ortsanſäſſige Bevölkerung genügt zur Zeit für den Geſindedienſt nicht, es muß fremdes Geſinde zugezogen werden. Taglöhner ſind hier genug vor⸗ handen.
b. Für Nebenverdienſte iſt hier keine Gelegenheit, es ſei denn, daß die Tag⸗ löhner ſich im Winter in den Steinbrüchen beſchäftigen, was auf das Wohl und Wehe der Gemeinde ohne großen Einfluß iſt.
c. Arbeitsſcheue Leute gibt es hier nicht.
Frage VIII.
a. Wie vertheilt ſich der ermittelte Betrag der Immobiliarverſchul⸗ dung auf die einzelnen Beſitzgruppen(größerer, mittlerer und kleinerer Grundbeſitz) und auf welche Gruppe entfällt der ſtärkſte Procentſatz der Schuldenlaſt?
b. Datirt der Schuldenſtand aus älterer oder aus neuerer Zeit, im letzteren Fall, wie hat derſelbe im letzten Jahrzehnt zugenommen?
c. Sind in den letzten 5 Jahren die Zinſen und Güterziele im All⸗ gemeinen regelmäßig bezahlt worden oder ſind bemerkenswerthe Rückſtände bekannt?
d. Welche Urſachen haben einen erkennenswerthen Einfluß auf die Ver⸗ ſchuldung z. B. das beſtehende Erbrecht oder die üblichen ehelichen Güter⸗ ſyſteme, unwirthſchaftlicher Ankauf von Grundſtücken zu hohen Preiſen, ungenügendes Betriebscapital, zu frühe Gründung eines eigenen Haus⸗ halts, Verſchwendung und nachläſſige Wirthſchaft, die Aufeinanderfolge ſchlechter Ernten u. ſ. w.?
a. Die Schulden der Bevölkerung in der Gemeinde Ober⸗Hilbersheim vertheilen ſich nach den zu dieſer Frage VIII angefügten Anlagen. Nach Anlage A finden ſich daſelbſt 88930 Mk. Hypotheken⸗Einſchreibungen.


